08-06-2018

Die Mount Herzl Memorial Hall aus Aluminiumziegeln von Kimmel Eshkolot Architects

Kimmel Eshkolot Architects,

Jerusalem,

Kirchen & Friedhöfe, Monument,

Zement, Stein,

Ein im Berg Herzl eingegrabenes Gebäude mit einer externen Betonkuppel und Aluminiumziegeln im Inneren



Die Mount Herzl Memorial Hall aus Aluminiumziegeln von Kimmel Eshkolot Architects 
Das auf dem Berg Herzl in Jerusalem errichtete Mahnmal für die Gefallenen hat im Inneren eine selbsttragende Kuppel aus Aluminiumziegeln, die mit dem Rest der Konstruktion aus Zement und Jerusalemer Stein in Dialog steht. Kimmel Eshkolot Architekten entwarfen ein Gebäude, um die Erinnerung an die Toten der israelischen Kriege zu ehren, und haben dieses in den Berg eingegraben. Und nicht nur das, sie haben die ursprüngliche Tektonik des Bergs mit einer Kuppel mit abgestuften Profil und gewundener Form verbunden, deren offene Spitze sich auf die innere Kuppel bezieht. Diese wiederum ist viel kleiner und hat eine Trichterform, da sie dank ihrer offenen Spitze den Innenraum mit dem Himmel in freier Sicht verbindet. Im Raum zwischen den beiden Kuppeln windet sich stattdessen ein Wendelsystem, das nützlich ist, um die lange Wand aus weißen Steinen zu zeigen, auf der die Namen der Gefallenen mit ihrem Todesdatum eingraviert sind. Es ist ein Weg, der nicht nur der Ehrung der Soldaten dient, sondern auch die Hoffnung auf die Zeiten des Friedens wecken möchte, welche die Nation anstrebt.
Die äußere Kuppel hat eine sehr einfache Struktur und ist aus Beton, ihre Dicke beträgt nur 30 cm. Sie ist aber mit Ziegelsteinen in traditioneller Verlegung verkleidet, die, um den abgestuften Hell-Dunkel-Effekt zu erzeugen, mit 17 cm dicken und 10 cm hohen Quadersteinen abgewechselt werden. Im Gegenteil dazu ist die Innenkuppel selbsttragend, da sie aus mit CNC-Technologie stranggepressten Aluminiumziegeln besteht, die durch Stahlbolzen miteinander verbunden sind. Das Ganze ruht auf dem Basisring, von dem aus die Kuppel sich etwa 12 Meter erhebt, was die mystische Wirkung dieses Ortes verstärkt.
Die Technologie dazu wurde mit einer Forschungsgruppe der ETH Zürich entwickelt, um vor Ort fehlerfrei umgesetzt und angewendet zu werden. Obwohl das Gebäude in einen Berg eingefügt ist, vermittelt es dem Besucher ein Gefühl der Aufwärtsbewegung, das man so nicht erwartet. 

Fabrizio Orsini

Architecture Kimmel Eshkolot Architects (in collaboration with Kalush Chechick Architects) Architects in charge: Etan Kimmel, Limor Amrani
Client: Ministry of Defence – families and Commemoration Department
Structural engineering: Haim & Yehiel Steinberg Structural Engineering
Construction manager: E.D. Rahat Engineering Coordination and Management Ltd. Eliezer Rahat, Daniel Rahat
Design phase Manager and coordinator: Eran Garber E.S.L Engineers
Light Bell optimization R/O/B Technologies - ETH IDF Merkava and Armored Vehicles Directorate
Lighting Design: Amir Brenner Lighting Design 3
D Molds manufacturer:
XENOM
Photographer: Amit Geron

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