23-01-2018

Ausstellung Thierry Van de Wyngaert François Migeon Poesie des Lichts Paris

Thierry Van de Wyngaert, François Migeon,

Paris,

Messen,

Messen,

Die Ausstellung Poésie de la lumière in La Galerie d'architecture in Paris erzählt von der beruflichen Verbindung zwischen dem Architekten Thierry Van de Wyngaert und dem Lighting Designer François Migeon.



Ausstellung Thierry Van de Wyngaert François Migeon Poesie des Lichts Paris

La Galerie d'Architecture von Paris hat dem Licht als wichtigstem Material der Architektur – sowohl bezogen auf die sanften Farben des Tageslichts als auch die warmen Farben des Kunstlichts – eine Ausstellung anhand der beruflichen Zusammenarbeit des Architekten Thierry Van de Wyngaert mit François Migeon, light designer der Agentur 8’18’’ gewidmet.
Die beiden Gestalter sind durch eine lange Zusammenarbeit verbunden, die auf mehr als 20 Jahre blicken kann, als sie bei dem Projekt für einen Wasserturm involviert waren. Ein Turm, “der nicht gesehen werden sollte” und der im Gegensatz dazu in eine Landmarke der Gegend verwandelt wurde. Seit dieser Zeit haben sie bei vielen Projekten zusammen gearbeitet und haben dabei immer das “Licht” als wichtigstes und gemeinsames Material ihrer gemeinsamen beruflichen Karriere genutzt.
Die Ausstellung zeigt sowohl die gemeinsamen Arbeiten als auch die parallel zueinander eingeschlagen Wege der beiden Gestalter. Der Architekt Thierry Van de Wyngaert hatFrançois Migeon als einen der Designer beschrieben, der das Licht in die Herzen der Städte gebracht hat und hat betont, wie der gesellschaftliche Wandel in den Städten unsere Lebensart verändert hat.
Der Architekt bemerkt nämlich, dass bezogen auf die vorhergehenden Generationen die Gegenwartsgesellschaft weniger Stunden schläft und dass die Nacht in unserem Leben eine höhere Bedeutung errungen hat und wie sich die Nacht in der Stadt mit Aktivitäten bevölkert hat. Die Architektur nimmt an diesen Veränderungen teil und trägt dazu bei, diese neue Dimension des urbanen Raums zu zeigen, dessen wichtigsten Material das Licht ist. "Heute ist das Licht eine emblematische Möglichkeit, den Blick auf eine Stadt zu verändern/strong>" (Thierry Van de Wyngaert).

Eine der sinnbildhaften Architekturen der Arbeit der beiden Planer ist ganz sicher der Wasserturm von Paimpol in der Bretagne, der 2006 eröffnet wurde. Hier – im Gegensatz zum normalen Usus für diese Infrastrukturen, die möglichst unbeachtet bleiben sollten – haben die Planer beschlossen, die Konstruktion zu zeigen und dank des Lichts zu betonen, um daraus eine Landmarke in der Gegend zu machen. Der Turm überragt eine Bucht, in der Austern und Jakobsmuscheln gezüchtet werden, gegenüber der Insel Bréhat. Perlmutt ist von daher das Konzept des Projekts geworden. Der Fuß und die Krone des Wasserbehälters leuchten und die gesamte Struktur erinnert an eine riesige Muschel, die das Meer an den Strand gespült hat und die sich – je nach den Gezeiten – mit Licht füllt oder sich leert. Die Intensität des Lichts und der Farben werden nämlich von den Gezeiten geregelt und steigern sich mit ansteigendem Wasser. Im Inneren verfügt die Struktur über eine fixe Helligkeit, die von einer Polykarbonathülle eingeschlossen ist. Die am Fuß projizierten Farben erleichtern den Beton und verleihen diesen ein verschwommenes und buntes Aussehen.

Bedeutend für die Beziehung zwischen Tages- und Kunstlicht ist das Projekt der UniversitätsbibliothekChevreul in Lyon. Die transparente Glasfassade auf die Stadt verweist auf die Rolle der Bibliothek als auf die Welt offenen Ort der Kenntnis. Das Gebäude verschwindet im Umfeld und enthüllt seinen wertvollen Inhalt. Die Bibliothek ist auf sechs großen Etagen organisiert, eine pro Fachgebiet, die über eine zentrale Prunktreppe verbunden sind. Dies ist das wichtigste architektonische Element des Projekts. Die Treppe mit ihrem elliptischen Verlauf fügt sich in die “stillen” horizontalen Ebenen ein und verleiht dem Ganzen Dynamik und ist zugleich ein Sinnbild für Treffen und Austausch. Aus Sichtbeton hergestellt, scheint es, als sei die Treppe vertikal von der Glasfassade durchtrennt und öffnet sich auf den öffentlichen Raum. Dabei wird ein Farbspiel gezeigt, das sich an den Themen der chromatischen Progression und den Arbeiten des Chemikers Eugène Chevreul inspiriert, dem die Bibliothek gewidmet ist.

Die Ausstellung wird in derArchitekturgalerie von Paris am 30. Januar eröffnet und kann bis zum 24. Februar besichtigt werden. Anlässlich der Ausstellung wird die Zeitschrift We Archi eine monographische Nummer veröffentlichen, die dem Architekten Thierry Van de Wyngaert gewidmet ist.

(Agnese Bifulco)

Titel: “Poésie de la lumière” - Thierry Van de Wyngaert Architectes Associés & François Migeon concepteur lumière 8’18’’
Datum: 31. Januar – 24. Februar 2018, Eröffnung 30. Januar 18:30 Uhr
Ort: La Galerie d'architecture, Paris – Frankreich

Images courtesy La Galerie d'architecture de Paris, photo by tvdw, Xavier Testelin, Gilles Aymard, Jean Marie Monthiers, Christophe Valtin, tvaa Architectes

www.galerie-architecture.fr


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