08-08-2019

Ausstellung Living in a Box: Design and Comics im Vitra Schaudepot

Superstudio, Herzog & de Meuron,

Jürgen Hans,

Weil am Rhein, Deutschland,

Messen,

Grupo Austral, Pier Giacomo e Achille Castiglioni, Maurice Calka,

Das Vitra Schaudepot, ein von den Architekten Herzog & De Meuron entworfenes und im Jahr 2016 eingeweihtes Gebäude, beherbergt eine ganz besondere Designausstellung, die die Verbindung zwischen Design und Comics beleuchtet. Protagonisten der Ausstellung sind Designmöbel, die in Comics wie „Die Abenteuer von Tim und Struppi“, „Peanuts“ und „Diabolik“ auftauchen. Neben diesen werden ab den 60er Jahren hergestellte Einrichtungsgegenstände ausgestellt, die genau von jenen Comics und der Pop-Kultur inspiriert worden sind.



Ausstellung Living in a Box: Design and Comics im Vitra Schaudepot<br />

Das Vitra Design Museum präsentiert eine interessante Ausstellung für die Sommerperiode: „Living in a Box: Design and Comics”, die zweifellos auch ein Laienpublikum und verschiedene Altersklassen anziehen wird. Die bis zum 20. Oktober im Vitra Schaudepot laufende Ausstellung zeigt auf ungewöhnliche Weise die Designmöbel-Sammlung des Vitra Design Museums und lädt dazu ein, die besondere Verbindung zwischen Comics und Design zu entdecken. Protagonisten der Ausstellung sind Designmöbel, die in Comics wie „Peanuts“ und „Diabolik“ auftauchen. Neben diesen werden ab den 60er Jahren hergestellte Einrichtungsgegenstände ausgestellt, die genau von jenen Comics und der Pop-Kultur inspiriert worden sind.

Das Vitra Schaudepot ist das Museumslager des Vitra Design Museums, das von den Architekten Herzog & De Meuron in Form einer klassischen Lagerhalle entworfen wurde, um an die Produktionsgebäude von Vitra zu erinnern, die der portugiesische Architekt Alvaro Siza in den 90er Jahren konstruierte. Das Schaudepot ist ein „besonderes“ Lager, da es für die Öffentlichkeit zugänglich und begehbar ist. Diese kann somit die hier gehütete ständige Sammlung des Vitra Design Museums bestaunen und in diesen Wochen sogar „kleine Zaubereien“ erleben. Die Design-Einrichtungsgegenstände, Protagonisten einiger berühmter Comics, erwachen zu neuem Leben und zeigen sich der Öffentlichkeit! Die 1962 von Pier Giacomo und Achille Castiglioni designte Lampe Taccia scheint soeben den Comicstreifen der Serie Diabolik entsprungen zu sein. Der Butterfly Chair, 1938 vom Architekturbüro Grupo Austral entworfen, wird für die Öffentlichkeit ausgestellt, erscheint aber gleichzeitig auch in einem Comicstreifen der Peanuts im Jahr 1953 und in einem der Moomins (Mumin) 1958, den drolligen, von der schwedischen Illustratorin Tove Jansson gezeichneten Figuren. Dies sind nur einige Beispiele von den in Comics abgebildeten Kult-Möbeln, die mit einem Hauch von Ironie und dank der ständigen Sammlung des Vitra Design Museums in der Ausstellung „Living in a Box: Design and Comics” aufleben. Die Ausstellung regt zum Nachdenken über die Verbindung zwischen Design und Comic an, einer Kommunikationsform, die seit jeher quer durch alle Generationen begeistert. Dabei handelt es sich nicht nur um Comics der Vergangenheit, im Gegenteil, die Ausstellung präsentiert den Comic in seiner Entwicklung und berücksichtigt dabei auch eine Trendumkehr. So beeinflusst tatsächlich in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts die auch durch Comics repräsentierte Pop-Kultur Kunst und Design. Denn in jenen Jahren scheinen Design-Einrichtungsgegenstände, die mit neuen Technologien und Materialien experimentieren wie der Schreibtisch Boomerang von Maurice Calka aus dem Jahr 1969, direkt von den Science-Fiction-Comics jener Zeit inspiriert zu sein.

Der Ausstellungsweg setzt sich fort bis zu den zeitgenössischen Werken und Entwicklungen des Comics, wie dem erst kürzlich im Mai 2019 veröffentlichten Comicroman „Eileen Gray: A House Under the Sun”. In jenem Werk berichten die Autorinnen und Illustratorinnen Charlotte Malterre-Barthes und Zosia Dzierżawska über die Kreation des berühmten Wohnhauses E.1027, das Eileen Gray in Roquebrune-Cap-Martin an der Côte d’Azur entwarf, und präsentieren es von einem weniger bekannten Gesichtspunkt aus: dem der Designerin, die von der starken Persönlichkeit Le Corbusiers, der sich in der Villa aufhielt, in den Schatten gestellt wurde. Und es fehlt auch nicht ein Blick auf die besondere Strömung des Comics, wie jener der japanischen Mangas. Deren Auswahl ist mit drei Stühlen „Manga Chairs" vertreten, die 2015 vom Büro Nendo des japanischen Designers Oki Sato entworfen und zum ersten Mal im Vitra Schaudepot gezeigt werden.

(Agnese Bifulco)

Title: Living in a Box: Design and Comics
Date: 24 Mai – 20 October 2019
Location: Vitra Schaudepot, Weil am Rhein – Germany

Images courtesy © Vitra Design Museum, photo by: Jürgen Hans, Andreas Jung
 


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