24-02-2021

Ausstellung China Goes Urban. Die neue Ära der Stadt im MAO Turin

Samuele Pellecchia,

Turin,

Messen,

Im MAO, dem Museum für Orientalische Kunst in Turin, wird die Ausstellung "China Goes Urban Die neue Ära der Stadt", kuratiert vom Politecnico di Torino und Prospekt Photographers, in Zusammenarbeit mit der Tsinghua Universität in Peking und Intesa Sanpaolo bis zum 9.Mai fortgesetzt. Eine interessante Reise durch die chinesische Stadt und Architektur, um die Gegenwart und Zukunft zu verstehen, ohne sie auf vorgegebene Kategorien und Modelle reduzieren zu wollen.



Ausstellung China Goes Urban. Die neue Ära der Stadt im MAO Turin

In den letzten fünfzig Jahren hat China eine konstante Entwicklung der Stadt verzeichnet, 1978 lebten nur 18% der chinesischen Bevölkerung in städtischen Gebieten, heute sind es 60% mit einer konsequenten und fortschreitenden Entvölkerung des Landes, während Infrastrukturen und neue Siedlungen die Landschaft ganzer Territorien völlig verändert haben und ländliche Räume und kleine Dörfer auslöschen.
Dies ist ein wichtiges Phänomen, das über 16 Millionen Menschen pro Jahr betrifft, die größte Massenmigration, die die Welt je gesehen hat, und die gegen den Strom der wachsenden Sensibilität des Westens für Natur und Landschaft zu laufen scheint. Dies ist kein Ausnahmefall, sondern ein globaler Trend und ein komplexes Problem, das sich nicht auf vorher festgelegte Kategorien und Modelle reduzieren lässt, sondern Gegenstand eines mehrjährigen Forschungsprojekts war, das vom Polytechnikum von Turin (Michele Bonino und Francesca Governa unter Mitwirkung von Francesco Carota, Maria Paola Repellino und Angelo Sampieri), und von Prospekt Photographers (Samuele Pellecchia, Francesco Merlini) in Zusammenarbeit mit der Tsinghua University of Beijing kuratiert wurde. Die lange Arbeit wird durch Fotos, Videos, Installationen, Modelle, Karten und Infografiken in der Ausstellung “China Goes Urban. Die neue Ära der Stadt Die Ausstellung beginnt mit der Erkundung von vier neuen Städten: Tongzhou, Zhengdong, Zhaoqing und Lanzhou, um die positiven und negativen Aspekte von Chinas neuer Urbanisierung zu verstehen und sie als Mittel zur Hinterfragung der globalen urbanen Zukunft zu nutzen. Die Ausstellung konzentriert sich auf vier Hauptthemen: Urbanisierungsprozesse, urbane Fragmente, Infrastruktur und die Beziehung zwischen Stadt und Land. Im Ausstellungsparcours greifen zwei logische Erzählstränge ineinander. Die erste Sequenz rekonstruiert eine Ausstellungshalle, einen ikonischen Ort, an dem Entwickler und öffentliche Verwaltungen für den Lebensstil der Stadt und die Erfolge bei den von der Regierung gesetzten Zielen werben. Es ist ein Porträt, das dem Besucher die Exotik und den Ausnahmecharakter des chinesischen Falles zu vermitteln scheint, aber es ist eine Vision, die demontiert wird, wenn wir unsere Erkundung dieser Metropolen fortsetzen. Die zweite logische Sequenz erfasst nämlich Individuen im Verlauf ihrer täglichen Aktivitäten und Porträts in den neuen Siedlungen. Das Ergebnis ist eine sehr vertraute Darstellung des täglichen Lebens, belebt durch Praktiken, Verhaltensweisen und Wünsche, die dieselben sind, mit denen Menschen in allen Breitengraden der Welt beschäftigt sind.

Die Ausstellung, die am 16. Oktober 2020 eröffnet wurde und dann aufgrund von Restriktionen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie geschlossen wurde, wurde kürzlich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und wird bis zum 9. Mai 2021 zu sehen sein. Bei der Gestaltung der Ausstellung wurde auf Sicherheit geachtet und darauf, dass die Ausstellung auch während der Zeit von Covid-19 genossen werden kann. Der Besucherstrom wird durch spezielle Schilder definiert und gelenkt, um sich zu bewegen, anzuhalten oder sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu bewegen, um Gedränge zu vermeiden, mit speziellen Toren, an denen die Besucher vertiefende Informationen und visuelle Inhalte auf ihren persönlichen mobilen Geräten entdecken und herunterladen können.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of Samuele Pellecchia / Prospekt

Title: China Goes Urban. La nuova epoca della città / “China Goes Urban. The City to Come”
Location: MAO, museo d'arte orientale, Torino – Italia

Scientific curatorship: Michele Bonino, Francesca Governa in collaboration with Maria Paola Repellino and Angelo Sampieri
Artistic curatorship Samuele Pellecchia in collaboration with Francesco Merlini
Scientific coordination Francesco Carota
Co-Curatorship Liu Jian in collaboration with Zhang Li and Fan Lu
Website: www.chinagoesurban.com

Coordination and management: Angela Benotto, Delia Malfitano
Photos and videos: Samuele Pellecchia
Music Federico Chiari
Graphic processing and representations: Giorgia Greco, Nikos Katsikis, Leonardo Ramondetti, Astrid Safina
Architectural models Stefano Orizio
Exhibition design BTTstudio, Giuseppe Mastrangelo, Giulia La Delfa, Niccolò Suraci, Cristiano Tosco in collaboration with Luca Barello
Graphics BTTstudio Quirino Spinelli in collaboration with Roberto Clemente
Web Design Francesco Merlini
Events coordination Delia Malfitano, Lidia Preti
Press Office Consultancy Cultivar
Translations Breda & Young Srl
Transport Fercam S.p.A.
Insurance AGE Srl
Exhibition Staging MODO Srl
Audiovisual equipment Timpani Srl


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