24-09-2021

Wagnerisches Betonhaus von B.K.P.Š. Architekten

B.K.P.Š.,

Tomáš Manina,

Bratislava, Slowakei,

Ville,

Zement, Holz,

Das slowakische Studio B.K.P.Š. hat ein Betonhaus an einem Hang in Bratislava gebaut, so dass es die Landschaft dominieren kann.



Wagnerisches Betonhaus von B.K.P.Š. Architekten
Am Hang eines Hügels steht ein von Otto Wagners geometrischem Wiener Jugendstil inspiriertes Haus aus Zement mit einer Inneneinrichtung aus Holz. Dieses Werk des slowakischen Studios B.K.P.&Scaron mag auf den ersten Blick unbemerkt bleiben, aber wenn man es im Detail betrachtet, erkennt man, dass es sich um eine zeitgenössische Version der Zweiten Villa Wagner in der Hüttelbergstraße in Wien handelt, mit ihrem strengen Grundriss und ihren einfachen Volumen. Seine kompositorische Gestaltung wird vom Garten dominiert, der sich schnell nach unten neigt, sich aber durch die Hinzufügung einfacher Räume entlang der Hauptachse entwickelt, der gleichen Achse, auf die ein Dachgarten und ein kubischer Raum, die wahre Lunge des Hauses, aufgepfropft sind.
Das Interessanteste ist jedoch die Art und Weise, wie die Architekten die Struktur selbst zu einem dekorativen Element gemacht haben: Der Kubus, in dem sich der Wohnbereich im Erdgeschoss und die Schlafzimmer im Obergeschoss befinden, ist so strukturiert, dass er von einem Pavillondach überdeckt wird, das wiederum in der Mitte von einer markanten quadratischen Säule getragen wird. Die Mittel- und Dachträger sind an diesem Pfeiler befestigt, eine strukturelle Entscheidung, die eine Möglichkeit zur Verbesserung der natürlichen Beleuchtung geschaffen hat, indem transluzente Spalten in die Platte eingefügt wurden, die einen Lichtfluss von oben ermöglichen. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass die langen, hohen Fenster von außen den Eindruck erwecken, es handele sich um einen hypothetischen Einzelraum mit einem doppelten Volumen im Inneren. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus, denn ihre doppelte Höhe wird in der Mitte durch ein kleines horizontales Profil unterbrochen, das jedoch nur ein architektonisches Element ist, das nicht zum Kopf der Decke gehört, die den Innenraum in zwei Etagen teilt. Der visuelle Effekt, den man an der Fassade sieht, wird durch ein geschicktes, aber unsichtbares strukturelles Spiel erreicht, indem die Architekten eine Falte in der Innenplatte direkt an den Fenstern geschaffen haben, mit dem präzisen Ziel, einen optischen Effekt zu erzielen, der sie von außen nicht existieren lässt und somit den großen verputzten Betonkubus schlanker erscheinen lässt, der sonst eher gedrungen wirken würde.


Fabrizio Orsini


Vila E, Bratislava, Slovakia
architects: B.K.P.Š. /Martin Kusý st., Pavol Paňák, Jana Paňáková/
area: 360 m2
photographs: Tomáš Manina

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