24-04-2020

Museo de la Libertad von Mallol Arquitectos

Mallol Arquitectos,

Fernando Alda,

Panama,

Museen,

Das Büro Mallol Arcquitectos, das bedeutendste in Mittelamerika, hat ein Projekt von großem symbolischen Wert fertiggestellt: das Museo de la Libertad y los Derechos Umanos in Panama. Das Projekt, das von der Stiftung Democracia y Libertad finanziert wird, beherbergt eine große interaktive Dauerausstellung, die auf drei Stockwerke verteilt ist, sowie Büros für die Verwaltung des Museums. Das Gebäude, das erste eines Plexus, der künftig drei Baukörper umfassen wird, befindet sich im Westen der Stadt, in der Nähe eines bewaldeten Parks, dessen Bäume erhalten geblieben sind, und nutzt passive Belüftungstechniken, die durch das gemäßigte Klima der Gegend ermöglicht werden.



Museo de la Libertad von Mallol Arquitectos

Mallol Arquitectos ist ein Architekturbüro, das vor mehr als vierzig Jahren in Panama entstanden ist. Mit seinen 250 Mitarbeitern und einem Büro in Madrid kann es sich mit dem Titel des führenden Architekturbüros in Mittelamerika rühmen. Von mehreren wichtigen Projekten, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden, sticht eines durch seinen Namen hervor, der an seine zivile und symbolische Bedeutung erinnert. Dies ist das Museo de la Libertad y los Derechos Umanos, das im Mai 2019 nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt wurde.

Das Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, befindet sich am westlichen Ende von Nuestra Señora, der Hauptstadt dieses kleinen, aber wichtigen Staates Panama. Der Name des Viertels lautet Amador und ist bereits durch das Vorhandensein großer Gebäude mit unterschiedlichster Nutzung gekennzeichnet: das Maracana-Stadion, das Parlament, das Ministerium für öffentliche Sicherheit, mehrere Kongresszentren und ein Biomuseum. Das große dreistöckige Gebäude mit Dachterrasse, in dem das Museum untergebracht ist, wurde 2016 erbaut und von der Fundación Democracia y Libertad finanziert, und macht in seinem Kontext keinen schlechten Eindruck.

Das Grundstück, auf dem das Museum gebaut wurde, misst 6840 Quadratmeter. Es handelt sich um einen großen, bereits bestehenden bewaldeten Park, der während der Projektphase berücksichtigt und respektiert wurde, um keine Pflanzen abzuholzen. Insbesondere ein großer, jahrhundertealter Corotu-Baum wurde von Mallol Arquitectos als Mittelpunkt des Museumsplexus gewählt. Von hier aus führt ein langer Spaziergang durch den Park, vorbei an den drei im Projekt vorgesehenen Gebäuden. Die dreißig Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte werden auf ebenso vielen informativen Meilensteinen, die entlang des Spaziergangs mit dem Namen “Human Rights Walk” angeordnet sind, formuliert und ausführlich beschrieben. Entlang dieser Promenade gibt es auch ein Amphitheater und mehrere überdachte Rastplätze.

Das Projekt ist so konzipiert, dass es in mehreren Etappen umgesetzt werden kann: Bislang ist erst eines der drei geplanten Gebäude gebaut worden. Es trägt den bezeichnenden Namen "Equality Building" (Bau der Gleichberechtigung) und wird in den kommenden Jahren durch das "Tolerance Building" (Bau der Toleranz) und das "Memory Building" (Bau der Erinnerung) ergänzt werden.

Heute können Sie im Museo de la Libertad neben den Außenbereichen auch eine große Dauerausstellung auf drei Etagen besuchen, die von Heidi McKinnon kuratiert wurde und sich auf die Entstehung und Entwicklung der Menschenrechte in Lateinamerika und der Welt konzentriert. Die Ausstellung beginnt auf der letzten Ebene und geht dann weiter nach unten. Im dritten Stock, d.h. am Anfangspunkt, gibt es eine Zeitleiste, auf der die wichtigsten historischen Ereignisse der letzten Jahrhunderte angesiedelt sind. Im Mittelgeschoss wird die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vollständig veranschaulicht, während im Erdgeschoss, am Ende der Ausstellung, Geschichten und Zeugnisse der Kämpfe zu sehen sind, die in verschiedenen Teilen der Welt notwendig waren, um die Einhaltung der Menschenrechte zu gewährleisten.

In struktureller und architektonischer Hinsicht ist das Museo de la Libertad schlicht und elegant. Die Außenhülle besteht aus weißem Putz, der nur von großen Fenstern unterbrochen wird, die von dunkelgrauen, satinierten Rahmen eingerahmt sind. Die Form, geometrisch und regelmäßig, steht im Gegensatz zu einer großen Tensostruktur mit geschwungenen und organischen Linien, die den Platz vor dem Eingang überdeckt. Auch die Innenräume sind minimal, und im Grundriss kann man sehen, wie die Ausstellung natürlich in der Gestaltung Vorrang vor den anderen Räumen hatte. Jedes Stockwerk beherbergt einen sehr großen Saal, in dem der Ausstellungsraum modelliert ist, der auch stilistisch zwischen den Stockwerken variiert. Um die drei großen Räume herum befinden sich auch die Toiletten und Büros, die der Museumsverwaltung vorbehalten sind. Auf dem Dach befindet sich eine große Terrasse, die für die Organisation von Veranstaltungen und Eröffnungen zur Verfügung steht. Das gesamte Heizungs- und Belüftungssystem wurde unter Berücksichtigung der passiven Technologie konzipiert, die für das geografische Gebiet, in dem sich das Museum befindet, optimal ist.

Die Einweihung fand im Mai 2019 in Anwesenheit der UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet statt.

Francesco Cibati

Location: Avenida Amador, Calzada de Amador, Ciudad de Panamá, Panamá.
Project development date: 2016
Execution of work: may 2017 – may 2019
Lot area: 6,840.12 m2
Total closed area: 633.95 m²
Total open area: 6,603.41 m²

Project Team:
Principal Architect: Ignacio Mallol Tamayo
Design Architect: Juan Carlos Sáenz
Coordination Architect: Grace Attie

Owner: Fundación Democracia y Libertad
Construction: Constructora Ripard
Curator: Heidi McKinnon

Photography: Fernando Alda

http://www.mallolarquitectos.com
http://www.fernandoalda.com
https://www.museodelalibertad.org


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