01-04-2020

Lins: Sporthalle des Universitätszentrums Unileão, Juazeiro do Norte, Brasilien

Lins Arquitetos Associados,

Joana França,

Juazeiro do Norte, Brasil,

Schule, Universitäten & Schulen,

Ein Ziegelgeflecht verleiht der architektonischen Oberfläche Dreidimensionalität und ein Zwischenraum mit Garten bewahrt den inneren Komfort. Einfache, effektive Lösungen, mit denen Lins Arquitetos eine Turnhalle mit einer starken Identität entwirft, innerhalb des Unileão-Campus im Nordosten Brasiliens.



Lins: Sporthalle des Universitätszentrums Unileão, Juazeiro do Norte, Brasilien

Das Gebäude, das die Sporthalle des Universitätszentrums Unileão in Juazeiro do Norte im Nordosten Brasiliens beherbergt, ist das letzte einer Reihe von Interventionen, die von dem brasilianischen Büro Lins Arquitetos Associados innerhalb des Campus durchgeführt wurden. Wir befinden uns in der Mikroregion Cariri, im Bundesstaat Cearà, wo sich im Süden der Stadt ein großes, leicht hügeliges Gebiet ohne Vegetation befindet, das für die Entwicklung des 2001 gegründeten Universitätscampus bestimmt ist. Das Büro Lins wurde mit mehreren Projekten für die Entwicklung des Universitätszentrums betraut, von der Sanierung der älteren Gebäude bis zur Neugestaltung der Bildungspavillons, vom Zivil- und Strafgericht der Stadt bis zum Institut für Rechtspraxis. Betrachtet man die architektonische Sprache dieser letzten beiden Interventionen, so fallen die Ähnlichkeiten mit der Turnhalle auf, in der der von der Universität angebotene Sportunterricht stattfindet und die von den Studenten, Lehrern und Mitarbeitern genutzt wird.
Die Institution hat sich im Laufe der Jahre einen gewissen Ruf für die Forschung und Entwicklung von wissenschaftlichen Disziplinen mit Bezug zur Gesundheit erworben. Das Sportzentrum ist der besondere architektonische Stolz der Architektur des Campus. Seine Werte sind besonders mit den Umweltbedingungen der Region Cariri verbunden, die sich durch ein extrem heißes und trockenes Klima auszeichnet, sowie mit den Lösungen, die durch die Studie der Energieautarkie für die Kontrolle der Innentemperatur angenommen wurden.
Das Gebäude steht auf einem Plateau, das speziell für den Bau des nahe gelegenen Zivil- und Strafgerichtshofs geschaffen wurde, und verfügt wie dieser über ein Grundstück, das sich in der Länge von Ost nach West erstreckt, mit dem Nachteil, dass die größten Fassaden intensiverem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Um dieses Unbehagen zu überwinden, haben die Architekten von Lins eine Betonstruktur mit Ziegelfassaden mit poröser Geflechtanordnung gewählt. Das Verlegemuster der Ziegel hinterlässt in der Tat große Löcher, die nicht nur eine Dekoration an sich darstellen, sondern auch einen ausreichenden Luftdurchgang bieten, wodurch eine natürliche Belüftung geschaffen wird, die für das gute Mikroklima in den Räumen sorgt.
Wie bei vielen Pavillons auf dem Campus ist die Turnhalle ein eingeschossiges Bauwerk, um die Überhitzung zu begrenzen. Im Unterschied zu den anderen, eher regelmäßigen und geometrischen Gebäuden werden die zahlreichen Disziplinen und Aktivitäten, die in der Turnhalle organisiert werden, in eine gegliederte architektonische Form übersetzt, die im Grundriss an die fünf ineinander verwobenen Ringe der olympischen Flagge erinnert.
Fünf Zylinder mit einem Durchmesser von 7,80 Metern, die sich jeweils kreuzen usw. auf einer Gesamtlänge von 64 Metern. Drei hybride Räume zwischen innen und außen unterstreichen diese Verbindungen, in denen sich der Eingang und andere Aktivitäten befinden, die die Hauptfunktionen unterstützen. Um den direkten Sonneneinfall in das Gebäudeinnere zu minimieren, wurden alle Fassaden in drei Schichten gestaltet. Dank des Ziegelmusters mit großen Löchern reduziert die Außenfläche den Wärmeeinfall und lässt gleichzeitig das Sonnenlicht durchdringen, wodurch im Inneren eine angenehme Licht- und Schattenatmosphäre entsteht. Die gegliederte Textur der Oberflächengestaltung bringt Dreidimensionalität in die Fassaden und erzeugt auch äußerlich einen interessanten Licht- und Schatteneffekt. Die zweite Schicht ist eine 1,80 Meter lange Lücke, die als Garten genutzt wird, mit einer Vegetation, die an das Klima der Region angepasst ist und zur Schaffung eines angenehmen Mikroklimas beiträgt. Die dritte und innerste Schicht wird von drehbaren, transparenten Glasrahmen begrenzt, die bei Bedarf die mechanische Kühlung der Turnhallenräume ermöglichen. Das Flachdach ist mit thermoakustischen Paneelen verkleidet, die das Innere des Gebäudes vor übermäßiger Hitze schützen.
Der Sichtbeton und die natürliche Farbe der Ziegel, der Industrieboden und alle ausgestellten elektrischen und hydraulischen Installationen verleihen dem Innenraum ein industrielles Aussehen. Die taktilen und visuellen Reize durch die Materialien, die Wirkung von Licht und Schatten und die so präsente Vegetation tragen zum Komfort und zur Schaffung eines Gefühls der Zugehörigkeit zu diesem Ort bei.
Die Form im Grundriss, das Design mit kommunizierenden Volumen, das eine einfache Lesbarkeit der inneren Funktionen bietet, und die sensorische Qualität der Ziegelfassaden machen die starke Identität dieses kleinen Architektur im Inneren des Campus aus.

Mara Corradi

Architects: Lins Arquitetos Associados
Lead Architects: Cintia Lins and George Lins
Location: Av. Maria Letícia Pereira, S/N, Lagoa Seca, Juazeiro do Norte – CE (Brasil)
Completion: 2018
Total built area: 964,09 sqm
Team: Gabriela Brasileiro, Camila Tavares, Hanna dos Santos, Samuel Melo, Alice Teles e Paula Thiers.
Structure in concrete and bricks
Photos by: © Joana França (www.joanafranca.com)
www.linsarquitetos.com.br


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