06-10-2021

John McAslan: Lancaster University’s Health Innovation Campus

John McAslan and Partners,

Hufton+Crow,

Lancaster, Pennsylvania US,

Buros,

John McAslan + Partners entwirft das Innovationszentrum im Rahmen des Health Innovation Campus der Universität Lancaster. In traditionellen Laborräumen werden Umgebungen geschaffen, die die gegenseitige Anregung fördern. Die hügelige Landschaft tritt als Bestandteil des Arbeitssystems in die Räume ein.



John McAslan: Lancaster University’s Health Innovation Campus

An der Universität Lancaster im Vereinigten Königreich entwickelt John McAslan + Partners den Health Innovation Campus als Zentrum für Innovationen im Gesundheitswesen. Der Masterplan umfasst eine Fläche von elf Hektar, für die das Londoner Unternehmen bereits das Gebäude des Innovation Hub entworfen und fertiggestellt hat. Das Erdgeschoss des Innovation Hub wurde vor kurzem von den Bürgern genutzt, um den Impfstoff Covid-19 zu erhalten, was dem Auftrag des Campus entspricht, ein Exzellenzzentrum für die Gesundheitsversorgung im Bereich der Prävention zu sein.
Dies ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen der Universität Lancaster und John McAslan + Partners, einem in London ansässigen Büro mit Niederlassungen in Edinburgh, Belfast und Sydney (Australien), das bereits das Postgraduate Statistics Centre sowie das Charles Carter Building und das Engineering Building auf dem Campus entworfen hat. Das neue Zentrum befindet sich nördlich des Hauptcampus der Universität in einer hügeligen, von Wäldern durchsetzten ländlichen Gegend.
Die Universität wünschte sich einen Ort, an dem rigorose Forschung mit gemeinsamem Lernen kombiniert werden kann, was die Architekten als Querbefruchtung bezeichnen, die in der Lage ist, den Dialog anzuregen und unterschiedliche Ansätze in den Bereichen Gesundheitswesen, Innovation und Lehre zusammenzubringen. Im Programm und in den Grundrissen von John McAslan + Partners wurden standardisierte Räume, die eine formellere und traditionellere Arbeitsweise fördern, mit größeren, offeneren, sozialen Umgebungen durchsetzt, die mit einladenden Holzoberflächen und warmen Farben ausgestattet sind und die informelle Zusammenarbeit fördern.
Die Beziehung zur Landschaft, die durch den großflächigen Einsatz von Mehrfachverglasungen und integrierten Sonnenschutzsystemen suggeriert wird, ist heute eine unverzichtbare Voraussetzung für ein Arbeitsumfeld, das auf Ruhe, Entspannung und geistiges Wohlbefinden ausgerichtet ist, betonen die Designer.
Der von John McAslan + Partners entworfene neue Hub ist ein niedriges Gebäude - der höchste Punkt ist ein fünfstöckiger “Turm” - mit zwei langen, rechteckigen Körpern, von denen sich einer nach Süden in den Wald und der andere nach Norden zum Parkplatz hin erstreckt. Während der Turm gemeinschaftlich genutzte und einladende Räume wie das Auditorium und die Cafeteria beherbergt, befinden sich in den beiden Zweigstellen” Büros, Labors und Unterrichtsräume, die durch Sitzung- und Veranstaltungsräume auf allen Etagen unterbrochen werden, um Diskussionen und gemeinsames Arbeiten anzuregen. Das zentrale, hoch aufragende Volumen bietet Räume mit doppelter und dreifacher Höhe, mehrere möblierte informelle Treffpunkte und die große Holztreppe mit Blick auf das Grün, die auch als Tribüne für Versammlungen genutzt werden kann. Diese Räume wirken noch größer dank derAußenterrasse mit Holzfußboden, die sich in einem unregelmäßigen Muster ins Grüne erstreckt und als Filter zwischen den Innenräumen und dem Park draußen fungiert, der zur Kontemplation, aber auch zur direkten Nutzung des letzteren anregt.
Als Reaktion auf den Kontext mit seinen ausgedehnten Grünflächen und der offenen Landschaft reduziert die niedrige architektonische Form des Pavillons die Auswirkungen des Gebäudevolumens von mehr als 8000 Quadratmetern auf fünf Etagen. Im Querschnitt stellen diese Stockwerke eine abgestufte Ordnung dar, die sich in die Topographie einfügt.

Im Grundriss zeigt sich die Architektur L-förmig, um einen Haupthof und Räume unterschiedlicher Größe zu schaffen, die das umgebende Grün näher an das Innere bringen. Der Innenhof wurde um eine große, jahrhundertealte Eiche herum angelegt, die die Tische und Stühle der Außenterrasse beschattet und einen Moment der Entspannung in der Natur schafft. Ein Portikus empfängt die Besucher vom Parkplatz aus und führt zur Terrasse und zum Haupteingang, der zum Betrachten der Grünanlagen einlädt.
Die Betonstruktur aller Gebäude hat verglaste Fassaden, die von Pfeilern markiert und teilweise mit perforierten, eloxierten Aluminiumpaneelen bedeckt sind, die einem unregelmäßigen Rhythmus folgen, der ihre geometrische Strenge unterbricht. Diese bronzefarbenen Verkleidungen wurden mit numerisch gesteuerten Maschinen nach einem abstrakten, von naturalistischen Motiven inspirierten Muster geschnitten. Die gleiche Dekoration umhüllt teilweise den Hallenblock und überträgt seine Rolle und Funktion auf den Besucher.
Im Rahmen der Energieeffizienzmaßnahmen übernahmen die Architekten die Politik der Universität Lancaster, die vorsieht, dass Lehr- und Büroräume nicht mechanisch belüftet werden. In diesem Gebäude wurde das Ziel durch niedrige Wärmeinfiltrationsraten erreicht. Die vorherrschenden Baumaterialien, nämlich die Stahlkonstruktion und die Innenflächen aus Holz, können wiederverwendet und recycelt werden. Diese Entscheidungen haben es dem Innovation Hub ermöglicht, das Zertifikat BREEAM Excellent zu erhalten.

Mara Corradi

Architects: John McAslan + Partners https://www.mcaslan.co.uk
Architecture: John McAslan, Paul East (Project Architect)
Team: Jo Brown, Elliot Hill, Chris Ravenscroft, Tom Roberts, Georgina Ward
Landscape and Urbanism: John McAslan + Partners (Andy Harris, Celia Guerreiro)
Client: University of Lancaster
Location: Lancaster
Appointment: 2016
Completion: 2020
Area: 8000 sqm
Structural Engineers: WYG
Services Engineers: WYG
Site Infrastructure: WYG
Contractor: BAM Construction Ltd
Project Manager: Identity Consult
Planning Consultant: CBRE
Cost Consultant: SDA Consulting
Photography: © Hufton + Crow


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