05-12-2011

Erika Carpark im Hafengebiet von Malmö

Metro Arkitekter AB,

© Rafael Palomo,

Schweden,

Parkplatz, Öffentliche Gebäude,

Zement,

Das neue Parkhaus Erika im Hafen von Malmö, in Schweden, erinnert daran, dass bei der Gestaltung jeder Architektur an deren Einbindung in den landschaftlichen und urbanen Kontext gedacht werden muss. Bei der Realisierung einer Infrastruktur in dem alten städtischen Industriegebiet denkt Metro Arkitekter AB über die urbane Regenerierung nach.



Erika Carpark im Hafengebiet von Malmö

Eine Stadt zu erneuern bedeutet nicht nur, am Aussehen der städtischen Landschaft zu arbeiten, sondern die Architektur als Anzeiger einer tiefgreifenden und radikalen Umwandlung zu benutzen. Das Projekt involviert die Art und Weise, in der die Personen sich bewegen und sich untereinander und gegenüber der Stadt verhalten. Sanieren bedeutet, das Territorium komplett umzuwandeln, insbesondere die Rückgewinnung der nicht mehr benutzten Industrieflächen, die wieder in das urbane Gefüge eingliedert und neu qualifiziert werden, um die Streuung und das Auseinanderfallen der Gesellschaft einzugrenzen.

Die neue Politik von Malmö, einem der ersten großen Industriegebiete Skandinaviens und heute ein wichtiges urbanes Zentrum von Südschweden, ist hier von besonderem Interesse. Nach der Überwindung der mit der Schifffahrt verbundenen Wirtschaft schaut die Stadt auf ihre Zukunft und geht dabei von der Gestaltung der Infrastrukturen aus, die für die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung der Bewohner notwendig sind und die eben in den Gegenden entstehen, wo bis vor einigen Jahrzehnten Fabriken und Werften standen. Im Jahr 2000 wurde die lange Öresund-Brücke eingeweiht, vom Büro Dissing + Weitling entworfen, die Malmö mit Kopenhagen verbindet. 2001 hat die Stadtverwaltung, dank der Bereitstellung von Geldern zur Sanierung der ehemaligen Industriegebiete durch die Regierung, eine Reihe von Projekten für die Sanierung dieses Stadtbereichs im Sinne der Nachhaltigkeit geschaffen. Teil des ehemaligen Hafengeländes wurde zum Mittelpunkt des Realisierungswettbewerbs des neuen Wohnviertels Bo01, wo die Sozialität, verstanden als Wiedereroberung der Stadt, eines der wichtigsten behandelten Themen war.


In der Nähe des neuen Viertels, das auch von dem Turning Torso markiert wird, dem von Santiago Calatrava gestalteten Turmbau, der aufgrund seiner Präsenz und seiner Höhe von 190 Metern sofort als das neue urbane Alleinstellungsmerkmal betrachtet wurde, zieht eine Arbeit mit einer geringeren emotionalen Auswirkung, aber von großer optischer und strategischer Bedeutung die Aufmerksamkeit auf sich. An Stelle des Industriegebiets, das später abgerissen wurde und einen leeren Raum hinterlassen hat, hat das Büro Metro Arkitekter AB ein fünfstöckiges Gebäude gestaltet, das als Parkhaus benutzt wird und auf einen gefliesten Platz schaut, der heute als Treffpunkt der jungen Skater benutzt wird. Es handelt sich um ein Werk von absoluter formaler Einfachheit, das es aber versteht, die zum Platz gerichtete Hauptfassade in eine Kulisse umzufunktionieren, in einen von einer verständlichen und nicht aufdringlichen Geometrie getakteten Hintergrund, notwendig und gleichzeitig anonym und die den urbanen Raum kennzeichnet und dessen Grenzen und Proportionen definiert. Gezeichnet wie ein vertikales Schachbrett, wo der Zement vom Glas unterbrochen wird, leichter wird und die Lektüre des urbanen Vakuums begleitet, wird die Architektur, die tagsüber ihren Schatten auf den für die Skater “möblierten” Platz wirft, nachts zu einer Landmarke für diejenigen, die hier zu später Stunde vorbeifahren.

Mara Corradi

Entwurf: Metro Arkitekter AB, Urban Skogmar (HL), Rafael Palomo, Fredrik Nilsson
Ort: Malmö (Schweden)
Landschaftsgestaltung: FE Flygfältsbyrån
Bruttonutzfläche: 11500 m2
Projektbeginn: 2008
Ende der Bauarbeiten: 2009
Bauunternehmen: NCC Property Development
Zementfassaden: UBA
Stahlbetontragwerk
Fotos: © Rafael Palomo

www.metroarkitekter.se


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