13-04-2018

Renzo Piano Building Workshop Justizpalast von Paris

RPBW, Renzo Piano,

Sergio Grazia, Michel Denance, Florent Michel, Laurent Zylberman,

Parigi,

Wolkenkratzer, Tribunale,

Metallo, Vetro,

Der von Renzo Piano Building Workshop gestaltete neue Justizpalast in Paris, ist ab 16. April in Betrieb. Das neue Gericht in der Nähe der Porte de Clichy wird Gerichtssäle und Büros in einem einzigen Gebäude vereinen.



Renzo Piano Building Workshop Justizpalast von Paris

Der von Renzo Piano Building Workshop entworfene neue Justizpalast in Paris ist nun voll funktionsfähig. Das Gebäude wurde am 11. August 2017 offiziell fertiggestellt, aber nach den Anschlägen in Paris ergab sich auch die Notwendigkeit, die Sicherheitsmaßnahmen gegen den Terrorismus zu verstärken. Alle Gerichtssäle und Büros, die früher in verschiedene Teile der Stadt aufgeteilt waren, sind heute an einem Ort vereint, während der historische Sitz des Palais de Justice auf der Ile de la Cité weiterhin eine symbolische und wichtige Rolle spielen wird, als Assisenhof, Berufungsgericht und Kassationshof.

Die Idee hinter dem Projekt von RPBW war es, alle Gerichtssäle und Büros in einem einzigen großen Gebäude zu vereinen und ein Bauwerk zu schaffen, das zu einem wichtigen städtebaulichen Wahrzeichen, einer vertikalen Stadt der Gerechtigkeit, aber auch zu einem Symbol der Wiedergeburt für den gesamten Stadtteil Porte de Clichy werden sollte. Gleichzeitig vermittelt der neue Justizpalast symbolisch eine humanistische und moderne Vision von Gerechtigkeit durch verschiedene Elemente. Zum Beispiel die Transparenz und Helligkeit der Räume oder auch die Ausrichtung des Gebäudes nach einer Nord-West-/Südost-Achse als Sinnbild der Öffnung zur Stadt.
Der neue 160 m hohe neue Wolkenkratzer wurde auf einem L-förmigen Grundstück nahe der Porte de Clichy im 17. Arrondissement zwischen dem Boulevard périphérique und dem Martin Luther King Park errichtet. Die schmaleren Süd- und Nordfassaden sind stadtorientiert, jeweils nach Paris bzw. Clichy hin, während die Büros der großen Ost- und Westfassaden eine wunderbare Aussicht auf den Montmartre und den Eiffelturm genießen.
Die von den Architekten von RPBW gewählte ungewöhnliche "Stufenform" unterscheidet das Gebäude von anderen Wolkenkratzern und macht es in der Skyline der Stadt sofort erkennbar.

Der Wolkenkratzer besteht aus einem ersten Volumen, einem 5 bis 8-geschossigen Sockel mit überwiegend horizontaler Entwicklung, der für Empfangs- und Dienstleistungen für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Im Unterbau des Turms ist auch der Sockel enthalten, der sich dann zu drei überlappenden Quadern von abnehmender Größe entwickelt. Die drei Quader, die für Büros bestimmt sind, scheinen über die Basis zu schweben. Die horizontale Trennung der verschiedenen Blöcke wird durch die Präsenz eines 7000 Quadratmeter großen Gartens im 8. Stock und von hängenden Gärten im 19. und 29 betont. Die Gärten, die dem großen Gebäude einen menschlicheren Aspekt verleihen und seine "grüne Lunge" bilden, sind wichtige Räume für informelle Begegnungen und für das Wohlbefinden der Nutzer.

Ein Vordach, das sich über den Platz im Erdgeschoss erstreckt, markiert den Eingang zum Gericht, die Öffentlichkeit hat direkten Zugang zum großen Lichthof, der sich über die gesamte Gebäudehöhe erstreckt und sich im Herzen des Untergeschosses befindet sowie zum Salle des Pas Perdus, wo sich der Strom der Nutzer und Mitarbeiter auf die verschiedenen Wege verteilt.
Der 28 m hohe Große Lichthof ist ein mit Tageslicht durchfluteter Raum, das durch die Oberlichter in der Decke und die komplett verglaste Fassade einfällt. Lösungen, die das Atrium zu einem wichtigen Bezugspunkt im Gebäude machen, das sowohl von den oberen Stockwerken als auch von außen sichtbar ist: ein für die Stadt offener Raum im Dienste der Bürger.


(Agnese Bifulco)

Entwurf: Renzo Piano Building Workshop
Ort: Paris, Frankreich
Bildnachweis: Michel Denance, Sergio Grazia, Florent Michel, Laurent Zylberman

http://www.rpbw.com/


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