27-04-2018

Vector Architects: Alila Yangshuo Hotel in Yangshuo, China

Vector Architects,

Shengliang Su, Hao Chen,

Yangshuo, Guilin, Guangxi, China,

Alberghi, Hotel, complesso turistico,

Alila Yangshuo bei Yangshuo, am Li-Fluss in China, ist eine ehemalige stillgelegte Zuckerfabrik, die von Vector Architects in einen Hotelkomplex umgewandelt wurde. Der Entwurf des chinesischen Büros Vector Architects macht sich die Seele des Ortes zu eigen und verwandelt diese in einen malerischen Rahmen.



Vector Architects: Alila Yangshuo Hotel in Yangshuo, China
In Yangshuo County, in der Region Guangxi in China, ist eine alte Zuckerfabrik aus den 1960er Jahren mit Blick auf eine der vielen Buchten des Li-Flusses, sehr gut erhalten. Das chinesische Büro Vector Architects wurde von der Landmark Tourism Investment Company beauftragt, die Industriegebäude funktionell zu restaurieren und mit neuen Strukturen zu erweitern, um die ehemalige Industrieanlage in das Hotel Alila Yangshuo umzuwandeln.
Der Ansatz von Vector Architects basiert auf der emulationsfreien Kontinuität zwischen Alt und Neu. Im neuen Grundriss wurde der ursprüngliche Gebäudekomplex mit höheren Hauptgebäuden und angrenzenden Pavillons in zentraler Lage erhalten und die neuen Gebäudekörper mit Wohnungen und Suiten um diesen optischen und konzeptionellen Drehpunkt herum errichtet.
Der Zugang zur Hauptstraße, die das Resort von den unteren Häusern des nahen Dorfes trennt, liegt im Norden und trifft, abgeschirmt von Grünflächen und hohen Bambushecken, auf den neuen Suitenblock. Dieser Baukörper, der sich parallel zur Straße erstreckt, erhebt sich an den Hängen des Berges und ist seiner Betrachtung zugewandt.
Ein teilweise überdachter Weg am Boden führt über die Suiten hinaus zur "Piazza", einem Garten mit künstlichen Wasserspiegeln am Fuße der alten Anlage. Hier, wo einst das Zuckerrohr verarbeitet wurde, befinden sich heute die Empfangs- und Unterhaltungsangebote, angeordnet in den renovierten Räumen der ursprünglichen Industrieanlagen. Die Reception befindet sich in einem separaten Gebäude, das Restaurant und die Lobby, die Bibliothek und das Café in zwei weiteren Pavillons. Der Gartenplatz mit in den Boden gegrabenen Wegen und künstlichen Teichen, in die der alte Schornstein der Zuckerfabrik eingetaucht ist, lockert das besonders historisch geprägte architektonische System auf und verleiht ihm Symbolkraft. 
Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes befindet sich die Erweiterung des Komplexes mit niedrigeren Gebäuden, in denen die Apartments untergebracht sind. Auf dem Weg zum Fluss wurde ein weiterer Pavillon gebaut, um das Unterhaltungsangebot mit einem Kinderbereich und einem Fitnessraum, der mit dem Freibad verbunden ist, zu ergänzen.
Die alte Industrieanlage mit ihren Balken, die die Anlegestelle für die von den Plantagen entlang des Flusses kommenden Zuckerrohrladungen war, ist das malerische Raster, in das das Freibad eingefügt wurde, das zur ideellen Fortsetzung des Wasserlaufs wird.
Die Arbeit von Vector Architects bei der Komposition eines Grundrisses, der mit der Landschaft und den bereits vorhandenen historischen Elementen in Einklang steht, wird durch eine sorgfältige Überlegung bezüglich der Palette an Materialien und Farben des Ensembles ergänzt. Die roten Ziegel der historischen Mauern, die sich im Laufe der Zeit in Braun und Grau verwandelt haben, verbinden die Industriegebäude der Zuckerfabrik mit den neuen Gebäuden des Resorts, die aus Stahlbeton und dekorativem Marmor gebaut wurden. Der Zement wurde vor Ort mit Holzschalungen aus dünnen Brettern gegossen, wobei die Maserung auf dem Material zu sehen ist, wie es Oscar Niemeyer beispielsweise beim Mondadori-Gebäude in Mailand tat. Diese ungleichmäßigen, variantenreichen Oberflächen wirken vertraut und entsprechen dem Erscheinungsbild der ehemaligen Zuckerfabrik. Alt und zeitgenössisch, verbinden sie sich in einer chromatischen Einheit, die trotzdem der Verpflichtung nach der Schaffung einer funktionalen Einheit nachkommt. 
In einer Geste, die sich auf Kengo Kuma bezieht, verwendet Vector Marmorfragmente als Sonnenschutz bei den Neubauten, um die Auswirkungen des Betonblocks zu mildern, aber auch um Kulissen und Filterräume zu schaffen. Die Architektur sucht das Licht als primäres Element, übernimmt es aber und dominiert es.
So wie sich die spontane Vegetation im Laufe der Zeit an die Strukturen geklammert hat, bis sie Teil derselben wurde und die Farben deren Oberflächen verändert hat, so umgibt der Bambus (der an Zuckerrohr erinnert) heute die neuen Gebäude, so dass er sie eines Tages umhüllen und die Architektur in die Natur einbinden kann.

Mara Corradi

Principal Architect: Gong Dong / Vector Architects
Location: Yangshuo, Guilin, Guangxi, China
Interior Architect: Bin Ju / Horizontal Space Design
Architecture Design Team: Bin He, Nan Wang, Chen Liu, Fangzhou Zhu, Jian Wang, Mengyao Xu, Xiangdonbg Kong, Zhiyong Liu, Bai Li, Peng Zhang, Xiaokai Ma, Liangliang Zhao
Interior Design Team: Jinjing Wei, Yaocheng Wei, Hongming Nie, Luokai Zhang, Fanyu Luo, Wenjun Zhou
Site Architect: Liangliang Zhao, Peng Zhang / Vector Architects; Yingfa Li, Xipu Li / Horizonal Space Design
Mechanical and Electrical Consultant: Sen Lin, Haijia Li, Fuliang Wei, Jiaorong He, Yu Gao/ Shenzhen JS M&E Engineening Desing Co.Ltd
Lighting Consultant: Albert Martin Klaasen / Klaasen Lighting Design
LDI: Guilin Institute of Architectural Design Co.,Ltd.
LDI Project Architect: Jianmin Qin
LDI Architects: Mu Yang, Yuanxin Lu
Structural Engineer: Wenfu Zheng, Bo Li, Xianzhong Zhou
MEP Engineer: Dengsheng Lin, Xiaoyan Lu, Jing Deng
Landscape Designer: Qianbai Yu, Yingying Xiao
Client: Landmark Tourism Investment Company
Hotel Management: Alila Hotels and Resorts
Structure: frame-shear wall structure
Material: wood formwork concrete, concrete block, local masonry, bamboo, stucco, terrazzo
Building Area: 16,00 sqm
Design Period: 08/2013 - 10/2014
Construction Period: 10/2014 - 06/2017
Photographs: © Hao Chen, Shengliang Su 

www.vectorarchitects.com


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