05-04-2017

r2k architectes: Groupe scolaire Pasteur in Limeil-Brévannes

r2k architecte,

Jussi Tiainen,

Parigi,

Projekte

Die Anlage Groupe scolaire Pasteur von r2k architectes gehört zu den größten französischen Schulinstituten. Es fügt sich in den Plan zur Sanierung des Stadtzentrums der Gemeinde Limeil-Brévannes ein und wurde mittels Holzfertigbau errichtet.



r2k architectes: Groupe scolaire Pasteur in Limeil-Brévannes
Im Rahmen der Sanierung des Stadtzentrums um das Rathaus herum, der Plan “Temps durables”, hat die Stadt Limeil-Brévannes, eine französische Gemeinde in der Region Île-de-France am Rand von Paris, dem Büro r2k architectes eine große Schulanlage in Auftrag gegeben. Groupe scolaire Pasteur vereint heute fünf Schulen mit 50 Klassen, eine Kantine und eine Bibliothek in ihrem Inneren. Die Wahl des Holzfertigbaus als Bautechnik hat es Véronique Klimine und Olavi Koponen von r2k architectes ermöglicht, die Bauzeiten deutlich zu verringern. Das Hauptziel des Projekts war es, einer Reihe von Gebäuden und Funktionen ein einheitliches Konzept zu verleihen.
Im Viertel Pasteur befand sich ein Schulinstitut mit 33 Klassen, Fertigbauten unterschiedlicher Vereine und schlecht genutzte Grundstücke an eben jener Stelle, die eine Verlängerung der Altstadt darstellt. Im Hinblick auf eine Aufwertung des Stadtzentrums wird die neue Anlage Groupe scolaire Pasteur strategisch, und zwar sowohl bezogen auf das kulturelle Angebot als auch bezogen auf Gewerbe und Wohnungsbau, der sich in diesen Jahren entwickelt hat.
In der Nord-Süd-Ausrichtung entsteht auf dem Gelände ein Höhenunterschied von 4 Metern, den die Architekten genutzt haben, um das Layout zu gliedern und das Rathaus mit dem neuen Platz des Viertels zu verbinden. Im ersten Stock gibt es Terrassen, die auf fünf Innenhöfe blicken. So erreicht die Architektur die Höhe der öffentlichen Räume im Süden und wird fast zu eine Teil derselben. Es entsteht eine optische Kontinuität so dass man nicht den Eindruck hat, sich auf einer höheren Ebene, sondern auf dem gleichen Niveau wie die Umgebung zu befinden. Die fünf Innenhöfe haben im Rahmen der schulischen Aktivitäten einen räumlichen und dabei auch symbolischen Wert. Jeder Hof steht für eine der in der Anlage Pasteur vereinten Schulen und ihre kreisrunde Form verweist auf Schutz und Gemeinschaftssinn. Die horizontale Entwicklung und die vielen verglasten Flächen verweisen auf die Bedeutung der Beziehung mit der Landschaft und der Umgebung in der Lernphase und das einfallende Tageslicht verbessert die Lernfähigkeiten und Wohlbefinden der Schüler. Die miteinander optisch kommunizierenden Räume begünstigen das räumliche Verständnis: Es gibt zahlreiche Perspektiven, von Innen nach Außen aber auch von Innen nach Innen. 
Der Turm, auf dem ein Gemälde des finnischen Künstlers Lauri Ahlgrén prangt, macht deutlich, dass die Schulanlage Pasteur zu einem Alleinstellungszeichen des Viertels werden möchte. Dazu werden die Leute in die Aktivitäten involviert und die Anlage bietet sich als neuralgischer Punkt im Zentrum von Limeil-Brévannes an. Die Farben von Lauri Ahlgrén wurden auch für die Lamellen des Sonnenschutzes aus Stahl für die Ost-, West- und Südfassade gewählt.
Das Lärchenholz wurde nicht einfach als Vertäfelung benutzt, sondern wurde als eine formbare Materie behandelt. Dabei entstanden gewellte Profile unterschiedlicher Abmessungen, aus denen bei einer überlappenden Verlegung lichtempfindliche Oberflächen werden. Sie erinnern so an Bambusstöcke und verändern ihr Aussehen je nach Lichteinfall, was die Fassaden belebt. Dies ist ein elegantes Detail bei der Gestaltung mit Holz, an dem man die Hand von Olavi Koponen erkennt, wie bereits bei der runden Villa von Vartiokylä oder dem Schneckenhaus in Espoo. 

Mara Corradi

Architects: r2k architectes (Véronique Klimine, Olavi Koponen)
Collaborators: Philippe Maillard (project leader), Ann-Sophie Eymery, Flore Pavy, Alexandre Schulthess, David Soares, Olivier Dain Belmont
Client: Ville de Limeil Bravannes, Val de Marne, France
Location: Limeil-Brévannes (Quartier Pasteur), France
Structural design: Gaujard Technologie Avignon
Wood engineer, Gaujard Technologies, Xavier Ceccarello
Construction, Holzbau Amann
Paintings: Lauri Ahlgren (finnish painter, born in 1929)
Competition: 2011
Start of work: 2011
Completion of work: 2013
Gross floor area: 9480 sqm
Structure in wood and concrete
Facades in wood frame
Terraces in thermally treated beech
Indoor surfaces plaster board
Outdoor surfaces: ondulated german larch
Floors in lignotrend panels
Ventilation: mechanical and natural
Solar panels
Photographs: © Jussi Tiainen, Antoine Mercusot

www.r2k-architecte.com

GALLERY


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