30-10-2013

Khmaladze: Tankstelle und McDonalds in Batumi (Georgien)

Projekte

Metallo, Cemento, Vetro,

Auf der zweiten Ausgabe des internationalen Architekturwettbewerbs Next Landmark 2013 als bestes Erstwerk erwähnt, ist das Projekt von Giorgi Khmaladze ein starkes urbanes Zeichen in einer neuen Gegend von Batumi in Georgien. Mit einem geringen Bodenverbrauch vereint die Architektur eine Tankstelle mit einem McDonalds Restaurant, so dass die beiden Dienstleistungen sich gegenseitig aufwerten.



Khmaladze: Tankstelle und McDonalds in Batumi (Georgien)
Der junge georgische Architekt Giorgi Khmaladze hat die Ehrennennung beim zweiten von Floornature organisierten internationalen Architekturwettbewerb Next Landmark erhalten. Das gelobte Werk ist eine Struktur mit ansprechendem Aussehen, die extra als städtische Landmarke konzipiert wurde. Sie steht in der neu erschlossenen Gegend der Strandpromenade von Batumi, dem wohl bekanntesten Badeort Georgiens.
Die Proportionen und die Dimensionen des gebauten Volumens beruhen auf den Eigenschaften des Ortes, an dem dies steht. Auf einem weitläufigen und neuralgischen Platz für den Verkehr errichtet und als öffentlicher Bereich erlebt, vereint das Projekt die beiden Dienstleistungsfunktionen in einem Gebäude begrenzter Ausmaße, das dem Areal einen großen Teil des Bodens zurückgibt. Die Brunnen und die seitlichen PKW-Parkplätze bieten der Struktur eine gewisse Weitläufigkeit. Die Struktur als solche kann mit ihrer schlanken und zeitgenössischen Form von allen vier Seiten bewundert werden, wie es sich für einen neuen urbanen Bezugspunkt gehört.
Eine Metallgitterstruktur trägt ein deutlich vorgebautes Dach, das mit Trägern an einem Herzen aus Stahlbeton verankert ist. Hier befinden sich im Erdgeschoss die technischen Räume für beide Aktivitäten und im ersten Stock das Restaurant. Der Integration der beide Dienstleistungen wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Tankstelle resultiert bei Betrachtung dank des Vordachs von dem Restaurant getrennt. Dieses Vordach ist eine einzige Oberfläche aus Metallpaneelen und dient den parkenden Autos als Schutz. Im oberen Teil befindet sich hingegen ein großer Innengarten, auf den die Räumlichkeiten des Restaurants blicken. Die Terrasse schirmt so auch den von der Straße kommenden Lärm ab und die Pflanzen dienen – so die Planer - als “ökologisches Schutzschild” gegen die Abgase der Fahrzeuge.
Hinter dem Eingang im Erdgeschoss führen breite Treppen zum oberen Stockwerk und drehen sich dabei um den kreisförmigen Kern der Struktur. So entstehen auch auf den Zwischenetagen nutzbare Räumlichkeiten für das Restaurant. Die seitlichen verglasten Flächen der Anlage und die offene Terrasse schenken nicht nur den Pflanzen das notwendige Tageslicht sondern bieten den Kunden auch Aussichten auf die Stadt an:  Dieser visuelle Dialog verhindert den Effekt der Isolation und der Trennung vom Umfeld, was die Architektur oft so ungastlich macht.
Die externe Definition mit verglasten Paneelen trägt dazu bei, dass die Architektur ein Spiegel für die umlegende Landschaft wird und somit auf gewisse Weise ihre körperliche Existenz hinter den Bildern der Stadt löscht. Nachts hingegen lässt diese Transparenz das Bauwerk einem Leuchtturm ähneln, macht es zu einem Treff- und Referenzpunkt und zu einer urbanen Landmarke. In beiden Momenten des Tages ist Batumi zugegen, das Werk gehört zur Stadt und verwandelt sich als lebender Körper.


Mara Corradi

Entwurf: Giorgi Khmaladze (Khmaladze Architects)
Bauträger: Socar
Ort: Batumi (Georgien)
Tragwerksplanung: Capiteli
Beleuchtungsgestaltung Außenanlage: Erco
Bruttonutzfläche: 1200 m2
Grundstücksgröße: 5000 m2
Planungsbeginn: 2010
Ende der Bauarbeiten: 2013
Struktur aus Stahlbeton und Metallrahmen
Fenster Guardian SunGuard low E und Sicherheitsglas
Verkleidungen aus kompakten Streckmetallpaneelen Fundermax
Fußboden aus Keramik
Küche Franke
Bildnachweis: © Giorgi Khmaladze

www.khmaladze.ge


GALLERY


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