27-03-2007

Zentrum für orientalische Künste. Shanghai. Paul Andreu. 2005

Paul Andreu,

Shanghai,

Theatres, Öffentliche Gebäude, Kulturzentrum,

Stahl, Glas,

Das Zentrum für orientalische Künste von Shanghai wurde im Sommer 2005 eingeweiht und ist eines der spektakulärsten Werke des Pariser Architekten Paul Andreu. Auch in diesem Fall spielt das Licht eine besondere Rolle und schenkt dem Bauwerk Transparenz und Leichtigkeit.



Zentrum für orientalische Künste. Shanghai. Paul Andreu. 2005 Dieses öffentliche Kulturgebäude wurde von der Stadt finanziert und stellt heute das größte seiner Art in der Stadt dar: Es besteht aus einem Philharmonischen Theater, in dem 1979 Zuschauer Platz finden, einem Opernhaus mit 1054 Plätzen und einem Saal für Kammermusik mit 330 Sitzplätzen.
Es gibt aber auch einen Saal für Wanderausstellungen, Geschäfte für Musikartikel, ein Restaurant, eine Kunstbibliothek und ein Multimedia- und Lernzentrum.
Die Struktur mit ihrem starken optischen Eindruck steht im Distrikt von Pu Dong und beeindruckt nicht nur mit ihren Dimensionen (23.300 Quadratmeter) sondern auch aufgrund ihrer spektakulären Form einer offenen Blüte.
Dank der komplett aus Sicherheitsglas realisierten Fassade, zeigt das Gebäude vor allem Abends seine wohl faszinierendste Seite und schenkt der Stadt eine mysteriöse Präsenz, die im Dunkeln strahlt.
Die besondere angewandte Technologie gestattet es nämlich, das ganze Innenlicht nach Außen zu bringen.
So kann man von Außen die Bewegung der Personen sehen, die zu den Sälen und deren drei Volumen herumgehen. Die Farben dieser Volumen sind abgestuft und werden immer heller, je mehr sie sich der Decke nähern.
Geschwungene und umhüllende Linien umgeben diese Räume und beherbergen das Foyer, die Ausstellungsbereiche und den Eingangssaal. Seit Beginn des Entwurfs hatte Paul Andreu an ein zauberhaftes Gebäude gedacht, das der Stadt nicht nur als Ort für große Veranstaltungen dienen sollte, sondern es sollte in der Lage sein, auch allein mit seiner Anwesenheit Gefühle zu vermitteln.
Diese besondere Aufmerksamkeit von Paul Andreu findet sich oft in seinen Werken, wie man beispielsweise auch im Meeresmuseum von Osaka in Japan sieht. Oft vertraut der Pariser Architekt diese Aufgabe dem Licht an und lässt das Gebäude in der Dunkelheit erstrahlen und spielt auf diese Weise auf das Ereignis der Geburt und deren Empfindungen an.
Das Ergebnis ist bei dem Zentrum für orientalische Künste von Shanghai eine extrem innovative Architektur bezogen auf die Ästhetik, aber auch im Hinblick auf das Tragwerk, da das Problem der Belastungen, denen die Fassadenpaneele ausgesetzt sind, die Erfindung eines besonderen Sicherheitsglases erfordert hat, in dem Lochblech eingearbeitet ist.

Laura Della Badia

GALLERY


Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×