01-07-2009

Zentrum für Gegenwartskunst Punta della Dogana, Tadao Ando, Venedig, 2009

Tadao Ando,

Venedig, Italien,

Exhibition Center, Freie Zeit,

Zement, Holz, Ziegel,

Nach vierzehn Monaten Sanierungsarbeiten unter der Leitung des Architekten Tadao Ando, hat Punta della Dogana eröffnet, das neue Zentrum für Gegenwartskunst der François Pinault Foundation.



Zentrum für Gegenwartskunst Punta della Dogana, Tadao Ando, Venedig, 2009 Die Sanierungsarbeiten sollten die Uberbauungen beseitigen, welche die Anlage von Punta della Dogana im Laufe der Jahre erlitten hatte. So wurden also neue Trennwande, Treppen, Wege, Serviceraume eingebaut, die als punktgenaue Arbeiten in dem Bauwerk ausgefuhrt wurde. Zwischen dem alten Baukorper und diesen Arbeiten sind keine vermittelnden Gesten oder mimetische Passagen vorgesehen, sondern es handelt sich um kontinuierliche Kombinationen, fast so, als habe Ando beschlossen, zwischen den zahlreichen Schichten, die das historische Gebaude bilden, Volumen und Stockwerke einzulassen, die diese Teilen und auf diese Weise die Ordinaten liefern – wie ein Schauspiel, das vom Laufe der Zeit erzeugt wurde und das man hier genie?en kann.
Der japanische Architekt hatte sich dafur entschieden, hohe Gitter an den Turen anzubringen, die auf die Wasserfronten zeigen. Aus Stahl und Glas von den venezianischen Handwerkern hergestellt, wurden diese als ausdruckliche Zitate derjenigen modelliert, die von Carlo Scarpa fur das Olivetti-Geschaft in den Procuratie Vecchie am Markusplatz (1956) entworfen wurden. Tadao Ando ist es gelungen, bei Punta della Dogana einen Dialog zwischen alten und neuen Elementen aufzubauen und dabei eine Verbindung zwischen der alten Geschichte des Gebaudes, seiner Gegenwart und seiner Zukunft herzustellen.
"Dieser Palast schwimmt seit dem 15. Jahrhundert auf dem Wasser und meine Absicht ist es, ihn auf dem Wasser in die Zukunft schwimmen zu lassen - erlauterte Tadao Ando auf der Prasentation des Projekts im Jahr 2007 - es ist ein sehr alter Palazzo und es war sehr schwierig, dessen Geschichte dergestalt zu untersuchen, dass die ursprungliche Struktur bewahrt wurde und diese zukunftstrachtig zu innovieren. Ich werde ein Material des 20. Jahrhunderts wie Stahlbeton verwenden den ich in diesen Rahmen aus Strukturen aus dem 15. Jahrhundert einfugen werde".
Wenn man berucksichtigt, dass 80% des Umfangs von Punta della Dogana an das Wasser der Lagune grenzt und da man nicht auf eine ausreichend gro?e Baustellenflache neben dem Gebaude zahlen konnte, wurde die gesamte Baustellenlogistik uber das Wasser abgewickelt. Ein provisorischer Hafen, Baustellenareale auf Pfahlbauten und der Einsatz von Lastbooten und Pontonbrucken haben den Transport von uber 10.000 Tonnen verschiedenster Baustoffe ermoglicht, mit uber 2.000 Reisen vom Festland aus. Auf der Baustelle haben im Durchschnitt 120 Arbeiter gearbeitet bei insgesamt 300.000 Arbeitsstunden. Eine extra auf einem Pfahlbau errichtete Kantine wurde allen Handwerkern zur Verfugung gestellt. Gesundheitskontrollen, kostenlose Prufungen und individuelle Informationsgesprache haben die Atmosphare auf der Baustelle gekennzeichnet, die ganz auf Qualitat und Sicherheit ausgerichtet war.

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