11-11-2002

Women's Centre, Hollmén-Reuter-Sandman
Rufisque, Senegal, 2001

Senegal,

Geschaft, Sport & Wellness, Gaststätten,

Glas, Holz, Zement,

Messen,

Das Women's centre steht in Rufisque, einer antiken Hafenstadt in Senegal, die sich aufgrund des ständigen Fortschreitens des Meeres recht chaotisch nach Norden hin in eine trockene Gegend mit wenigen Ressourcen ausgebreitet hat.



Women's Centre, Hollmén-Reuter-Sandman<br> Rufisque, Senegal, 2001 Ein weiterer Eingang liegt in der nordwestlichen Ecke, wo außen die Schaffung eines kleinen öffentlichen Platzes vorgesehen ist, auf den das Restaurant und ein Geschäft für den Verkauf der handwerklichen Produkte, die im Zentrum erstellt werden, schauen.
Die Nordseite wird ganz von den Küchen eingenommen, eine innen, die andere im Freien, wohingegen der Osten den handwerklichen Aktivitäten vorbehalten ist, darunter die Färberei, wo die Frauen die spektakulären Stoffe ihrer Kleider herstellen und ist einer der besonders beeindruckenden architektonischen Räume des Komplexes.
Hier lässt der Rhythmus der breiten roten Pfeiler große Öffnungen, um die giftigen Dämpfe herauszulassen, die während der Färbung freigesetzt werden und ein besonderer Hof wurde extra zum Trocknen der Stoffe konzipiert.

Hollmén, Reuter und Sandman haben es verstanden, Kraft aus der Armut des Ortes zu ziehen und haben unter Verwendung von leicht vor Ort erhältlichen und zum großen Teil recycelten Baustoffen eine preiswerte und verträgliche Architektur geschaffen.
Alle Systeme für die Wärmeisolierung entstammen der tausendjährigen afrikanischen Tradition und wurden mit zeitgenössischer Sachkundigkeit neu erfunden. Aus diesem Grund hat das mit massiven Betonwänden gebaute Gebäude nur wenige Öffnungen und viele Beschattungen, wie Bogengänge, gemauerter Gitter und Sonnenschutzwände.
Das belüftete Dach wurde mit einer Abdeckung aus Wellblech erstellt, das von einer Struktur aus recyceltem Stahl getragen wird. Die Decken sind Rohrstockmatten, die so fixiert sind, dass ein Zwischenraum vorhanden ist, der die Luftzirkulation und von daher die Kühlung der Räume durch Konvektion gestattet.
Auch die Wahl der Materialien reflektiert den vertretbaren Ansatz der Planerinnen und ihre Aufmerksamkeit bezogen auf die örtliche Realität.
So wurde Holz beispielsweise nur dort verwendet, wo es durch keinen anderen Baustoff ersetzt werden konnte. In dieser Gegend gilt Holz aufgrund der kargen Vegetation als sehr wertvoll.
So wie der Beton, der für die Mauern benutzt wurde und aus dem größten Zementwerk Westafrikas stammt, das genau in Rufisque liegt, mit recyceltem Eisen bewehrt wurde.
Die Belüftung der Innenräume wird durch die Felgen verschrotteter Autos gefördert, die in den Mauern eingelassen sind und die Fenster der Badezimmer und Toiletten wurden mit Glasflaschenböden hergestellt.
Das Resultat ist eine poetische und ethische Architektur, die Kraft aus der Einfachheit bezieht und die ein Beweis für eine wieder gefundene planerische Konkretheit geworden ist, so dass das Projekt vom Museum of Finnish Architecture gewählt wurde, um Finnland bei der VII Biennale von Venedig, Next, zu vertreten.

Flores Zanchi

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