02-09-2005

Wohnanlage Olivetti in Ivrea, Gabetti e Isola

Roberto Gabetti e Aimaro Isola,

Ivrea, Italien,

Housing, Residenzen,

Design,

Glas, Stahl,

Adriano Olivetti hatte - wie auch zahlreiche andere weitsichtige Personen vor und nach ihm - die Notwendigkeit sowohl bezogen auf das Unternehmen als auch im Hinblick auf das Humane und Soziale verstanden, an den Bau einer ganzen "Zitadelle" für die Beschäftigten der Firma zu denken.



Wohnanlage Olivetti in Ivrea, Gabetti e Isola Es ist sehr angenehmen, wenn man morgens aufwacht, in der Wohnung die verschneiten Landschaften des kalten piemontesischen Winters zu sehen oder die strahlenden Farben des Frühlings. Die Architektur lebt die Jahreszeiten und wer hier wohnt, der registriert die Veränderungen, die Farben, die Abstufungen, die Tonarten des Lichts.
Die Anlage schmiegt sich dem Gelände an und folgt dessen Höhenunterschieden; die konvexe Frontseite ist praktisch von einem grünen Mantel versteckt und die flache Abdeckung wird die begehbare Verlängerung des umliegenden Geländes.
Für den, der sich auf der Suche der Wohnanlage oder des derzeitigen Institute Interaction Design nähert, ist das Bauwerk richtig im Grünen versteckt. Aimaro Isola berichtet während eines Video-Interviews: "(...) Wir haben eine Gebäude errichtet, das man nicht sieht an einem sehr schönen Ort gegenüber eines Hügels und, fast wie ein Amphitheater, haben wir eine große Sichel konstruiert, einen großen Bogen, der im oberen Bereich mit Erde bedeckt ist, von dem aus die Menschen auf die Natur schauen können, wie von den Tribünen eines Theaters".
Ein zweiter kreisförmiger konzentrischer Kranz beherbergt die Parkplätze, pro Wohnung einen. Er ist von Rasen bedeckt und wird durch Oberlichter aus Perspex beleuchtet.

Es gibt zwei Arten von Wohnungen: "simplex" und "duplex". Die erste für 1-2 Personen (80 Quadratmeter), hat einen Nachtbereich mit Badezimmer und ein großes Wohnzimmer mit Kochnische.
Die zweite Wohnungsart, für 3-4 Personen (120 Quadratmeter), gliedert sich auf zwei Ebenen: Nachtbereich im ersten Stock und Küche und Wohnzimmer im Erdgeschoss. In vielen der Wohneinheiten stehen noch die Möbel der damaligen Zeit, die von Ettore Sottsass entworfen wurden. In diesen Räumlichkeiten ist noch der erleuchtete Geist des Gründers zu spüren.
Der neue Bestimmungszweck nimmt ein Ideal auf, das in Ivrea eine realisierte Idee ist: die einer offenen, nicht akademischen oder notionsgebundenen Forschung, die auf Experimenten, auf Zusammenarbeit und auf der Synergie der jungen Menschen basiert, die aus allen Ländern stammen und unterschiedlichste Ausbildung haben: von Indien bis zu den USA, vom Psychologen bis zum Architekten.
Von daher also ein illuminierter Raum, genau wie der Geist und die Gedanken desjenigen, der diesen gewollt hat, genau so wie der Planer, die diesen entworfen haben.

Francesca Oddo

Fotos von Daniele Mancini

Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×
×

Bleiben Sie in Kontakt mit den Protagonisten der Architektur, abonnieren Sie den Floornature-Newsletter