10-01-2003

Werner Sobek: Einfamilienhaus, Stuttgart, Deutschland 2000

Sport & Wellness, Buros, Wohnung,

Glas, Zement,

Mit dem Haus in der Römerstrasse von Stuttgart konkretisiert Werner Sobek eine Idee des Wohngebäudes, die im dritten Jahrtausend verwurzelt ist



Werner Sobek: Einfamilienhaus, Stuttgart, Deutschland 2000 In dieser Hinsicht wird darunter ein Gebäude verstanden, das in der Lage ist, sich im Einklang mit der heutigen Zeit sowie der zu erwartenden Zukunft zu "verhalten", da es seine Umsetzung nicht durch traditionelle Techniken und Materialien erfährt, sondern durch eine gründliche Planung, der es unter Berücksichtigung der Komplexität der Bedürfnisse und der im täglichen Leben von heute ausgeübten Funktionen gelingt, das Gebäude vom energetischen Gesichtspunkt selbstgenügend und nur gering die Umwelt beeinflussend zu machen.

Damit es gelang, eine Architektur dieser Art zu entwickeln, wurde an ein im Wesentlichen recyclebares System mit einer offenen Organisation der Serviceleistungen sowie der Ver- und Entsorgungssysteme gedacht, wodurch eine äußerst flexible räumliche Aufteilung möglich gemacht wurde. In dieser Hinsicht sind auch planerische Prozesse von höchstem Niveau erforderlich, um Bauweisen anzuwenden, die auf der Trennung der Materialien in einzelne Bestandteile sowie neue Produktions- und Montagetechniken beruhen.

Das Wohnhaus in der Römerstrasse wurde mittels einer speziell entwickelten Planungsweise entworfen, um ein neues Konzept des Hauses aufzustellen, wobei der Standort eines Gebäudes aus dem Jahre 1923 aufgegriffen und auf dem abschüssigen Hang eines Hügels angeordnet wurde. Ein schwieriger Standort zum Bauen, auch weil allein über eine enge Straße erreichbar, die relativ weit vom Hauptverbindungsweg entfernt liegt, jedoch verfügt er über eine herausragende Aussicht auf die gesamte Stadt.

Das Wohnhaus wurde auf einem durchgehenden Gründungssystem aus Beton mit einer Ausdehnung entwickelt, die das vorher bestehende Gebäudevolumen wieder aufgreift, dessen Abbruch genaustens mit absichtlich leichten Geräten vorgenommen wurde, wobei man sich vor allem der Handarbeit bediente. Die Planung wurde durch Sobek mit der Absicht fortgesetzt, eine Gesamtkeit von vollkommen ausgewogenen Teilen in einem energetisch selbstgenügenden Kern zu schaffen, der in der Lage ist, keinerlei Emissionen zu erzeugen.

Die Grundstruktur erstreckt sich über ein modulares System, das in einen verbolzten Stahlrahmen eingefügt wurde und ein System von zwölf Säulen aufweist, die nach Feldern mit einer Abmessung von 3,85x2,90 m angeordnet sowie durch Balken verbunden sind, die in zwei Richtungen verlaufen. Der Rahmen wird durch diagonale Streben ergänzt, die vertikal auf drei Seiten verteilt, an der Ostseite ausgerichtet und jeweils auf der Nord- und Südseite mit einem Gegengewicht versehen sind.

Außerdem sind große Stahlelemente vorhanden, die die gebogenen Säulenbereiche an den Punkten des Auftreffens auf die Balken unterbrechen. Auf allen Seiten des Gebäudes ist eine Verkleidung mittels Glasplatten mit einer Höhe von 2,28 m sowie einer Breite von 1,36 m auf der Nord- und Südseite, sowie 1,42 m auf den anderen beiden vorhanden. Jede davon wird einzeln an einer gitterartigen Struktur mit Zugstangen befestigt, so daß sich das gesamte Gewicht der Fassade auf den Hauptrahmen überträgt.

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