22-08-2022

BCQ arquitectura barcelona + Anna Codina Espai Cràter – das Vulkanmuseum Olot

VOLstudio; Toni Casamor, Anna Codina, BCQ arquitectura barcelona,

Marc Torra_fragments.cat,

Olot, Spain,

Museen,

In Olot, Katalonien, wurde kürzlich das Vulkanmuseum Espai Cràter eröffnet, das vom BCQ arquitectura barcelona + Anna Codina entworfen wurde. Das neue Gebäude befindet sich unterirdisch im Inneren eines nicht mehr aktiven Vulkans; das darüber liegende Gelände wird zu einem Park mit einem natürlichen Buchenwald.



BCQ arquitectura barcelona + Anna Codina Espai Cràter – das Vulkanmuseum Olot

Das von Toni Casamor und Anna Codina gegründete Architekturbüro VOLstudio hat das Projekt für ein neues Museum /Studienzentrum zum Thema der Vulkane von Garrotxa und der ganzen Welt in Olot, Katalonien, unterzeichnet. Das von den Architekten entworfene Gebäude wird zu einem wichtigen, bedeutungsvollen Element des Erlebnisses, das den Besuchern geboten wird. Das Museum befindet sich unterirdisch im Inneren eines erloschenen Vulkans, dem „Puig del Roser". Die Idee, parallel zum Gebäude ein Erlebnis zu schaffen, das den Besuchern vermittelt werden soll, begleitete jede einzelne Phase des Projekts – angefangen bei dem Slogan, der für die Präsentation im Rahmen des Gestaltungswettbewerbs geprägt wurde.
Camí de foc“ (Straße des Feuers) ist der Titel, den VOLstudio seinem Projekt gegeben hatte. Die Idee war, an einen Lavastrom zu erinnern, der mit seiner zerstörerischen Kraft die Räume zeichnet. Er ritzt sie in den Stein ritzt und bildet eine eigene innere Landschaft, die aus gebrochenen Geometrien und schrägen Wänden besteht, einzig bestimmt durch die tektonische Kraft des Untergrunds. Ein Projekt, bei dem sich Architektur und Museografie überschneiden. Als Beweis dafür wurde in der Haupthalle des Museums ein Abhang des Kreidegesteins des Vulkans freigelegt, der sich im Verlaufe der Ausgrabungen als Hauptmerkmal dieser Umgebung herausstellte.
Neben dem weitläufigen Hauptsaal verfügt das Museum über einen Unterrichtsraum für pädagogische Aktivitäten, ein Auditorium für 110 Personen und einen Bereich für die Präsentation von Studien und Informationen über Vulkanologie. Gemäß dem Leitgedanken eines Museums, das die Botschaft des Vulkanologischen Zentrums vermittelt, und nicht nur eine bauliche Hülse ist, entschieden sich die Architekten für die Konstruktion des Museums mit örtlichen Materialien wie Kreide, Basalt und Buchenholz. Die für den Betrieb des Museums benötigte Energie stammt ebenfalls aus der tektonischen Kraft des Untergrunds: Errichtet wurde eine geothermische Anlage mit 17 Bohrungen in einer Tiefe von 100 m. Eine technische Lösung, die für das Thema des Museums so relevant ist, dass sie selbst zu einem Teil der Vulkangeschichte wird und in der Haupthalle des Museums zu sehen ist.
Im Laufe der Zeit wird ein natürlicher Buchenwald von 3000 Quadratmetern über dem Gebäude wachsen und einen grünen Park bilden, der es mit dem Stadtzentrum verbindet. Auf diese Weise wird das Museum nur von den beiden gegenüberliegenden Eingangstoren und von einer Reihe von Oberlichtern aus sichtbar sein, die tagsüber natürliches Licht in die Innenräume bringen und nachts das Leuchten aus dem Untergrund nach außen projizieren.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of VOLstudio and Espai Cràter

Project Name: Espai Cràter https://espaicrater.com/
Client: Ajuntament de Olot
Location: Olot, Spain
Area: Building 1.421,02 sqm Landscape 9.466,18 sqm
Dates: Project building: July 2020. Construction: December 2021
Collaborators: PGI, Sinagro Services, Javier Monte Structure
Project: BCQ arquitectura barcelona + Anna Codina
Architects co-authors: David Baena, Toni Casamor, Maria Taltavull, Manel Peribáñez + Anna Codina
Project management: VOL STUDIO ARCHITECTURE
Photos: Marc Torra (01, 03-09, 12-15)


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