23-10-2013

UID: Haus zwischen Himmel und Erde in Fukuyama

Keisuke MAEDA,

© Hiroshi Ueda, UID,

Fukuyama,

Wohnung, Ville, Housing,

Metall, Grün, Holz,

Keisuke Maeda (UID Architects) hat ein Wohnhaus gestaltet, das Himmel und Erde miteinander vereint. Die Form von Node, so heißt das neueste Bauwerk des japanischen Architekten, ist eine Kreuzung zwischen den Grundrissen der über eine Treppe kommunizierenden beiden Stockwerke. Die wahre Verbindungsstelle liegt aber dort, wo die Bäume in die Wohnung hineinragen und somit Natur und Gebäude zusammenführen.



UID: Haus zwischen Himmel und Erde in Fukuyama
Die japanische Gegenwartsarchitektur zeichnet geometrische Formen, die es verstehen, sich als Bestandteil in die natürliche Umgebung einzufügen und dabei poetische Räume der Verbindung zwischen Mensch und Landschaft zu schaffen. Ein wichtiges Beispiel ist das neueste Werk +Node von Keisuke Maeda, der in Fukuyama ein Wohnhaus für drei Personen entworfen hat.

Das Haus erhebt sich im südlichen Teil eines Waldes, in dem eine mit dem Umfeld im Einklang stehende Siedlung errichtet wurde. Das Gelände mit Hanglage führt dazu, dass es einen Höhenunterschied von fast 10 Metern zwischen dem Unterbau und der Spitze des Wohnhauses gibt, das sich über eine Länge von 30 Metern vorwiegend in eine Richtung entwickelt.

Das Projekt ist aus der Betrachtung sowohl der topologischen Eigenschaften des Areals als auch aus der Beobachtung der lokalen Flora und Fauna entstanden. Die Wohnung wurde wie ein Habitat für Menschen gestaltet und lässt sich dabei von den unterirdisch und oberirdisch lebenden Tieren sowie den Vögeln inspirieren. Das Gebäude hat zwei Stockwerke: Eine teilweise unterirdische Etage, in der sich der Nachtbereich befindet, das andere Stockwerk ruht auf diesem Unterbau und dem Hügel.
 

Indem die Verbindung zwischen der Konstruktion und der Natur hergestellt wird, kragt der obere Baukörper, in dem sich der Tagesbereich befindet, fast ein Drittel seiner Länge aus und markiert dabei die Erfindung, die das Herz des Werks bildet.

Komplett mit Zedernholzdielen verkleidet, sind diese beiden Etagen, die zwei separaten Baukörpern entsprechen und von einer Innentreppe verbunden werden, die abstrakte Darstellung eines Baumes, der seine Wurzeln in der Erde hat und sich mit seinem Laubwerk nach oben reckt. Am Ende des linearen Volumens, das bei einem Höhenunterschied von 10 Metern über das Gelände hinausschaut, bildet die Architektur ein Vakuum von ungefähr 1,5 Metern Breite, das um die vorhandenen Bäume kreiert wurde. Es ist wirklich überraschend, die Entwicklung dieses Gebäudes zu betrachten, das den Wald umarmt und ihm dabei den Platz lässt, frei zu wachsen. Vom Inneren der Wohnung – ein einziger Raum, der in der Küche gipfelt – öffnen die von den Fenstern erzeugten Perspektiven, eine frontseitig, die andere in der Ebene, den Blick auf den am Hügel wachsenden Wald und fügen somit das menschliche Habitat komplett in das natürliche Umfeld ein. In den spartanisch gehaltenen Innenräume finden wir Oberflächen aus Sperrholz und maßgebaute Einrichtungen: Das Holz in seinen verschiedenen Sorten – das primäre Element des Waldes – ist das Material, das für das Tragwerk, die Verkleidungen und auch alle Gegenstände verwendet wurde.



Die Momente der Verbindung zwischen Bauwerk und Landschaft werden durch die raumhohen Öffnungen im oberen Volumen, die verglast sind oder als Durchgänge nach Außen verwendet werden sowie die Terrasse auf der Überdachung des Souterrains betont.

Mara Corradi

Entwurf: Keisuke Maeda (UID)
Bauträger: Privat
Ort: Fukuyama, Hiroshima (Japan)
Tragwerksplanung: Konishi Structural Engineers – Yasutaka Konishi
Bruttonutzfläche: 125,35 m2
Grundstücksgröße: 712,8 m2
Planungsbeginn: 2009
Ende der Bauarbeiten: 2012
Metallstruktur
Außenwände aus Zedernholz
Innenwände aus Sperrholz
Decken aus Sperrholz und Zedernholz mit Schutzanstrich
Fußboden aus Kirschholz
Holzeinbauküche nach Maß
Badezimmereinrichtung INAX
Bildnachweis: © Hiroshi Ueda, UID

www.maeda-inc.jp/uid
 


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