26-07-2010

Tisselli: Horizontales Gebäude in Cesena

tissellistudio,

Tissellistudioarchitetti,

Cesena,

Housing, Eigentumswohnungen,

Zement, Glas,

Indem unter Beweis gestellt wird, dass die Auflage eines Walmdaches auch ein Ausgangspunkt für ein aktuelles Wohnhaus sein kann, verteilt das Mehrfamilienhaus von Tissellistudioarchitetti die Wohnungen in der Horizontalen, ohne den Rhythmus der Fassaden dem Takt der internen Aufteilung zu beugen.



Tisselli: Horizontales Gebäude in Cesena In der italienischen Provinz geschieht es der Regel nach, dass ein neues Ein- oder Mehrfamilienhaus nach den Kriterien der Anpassung an die anliegenden Bauten entsteht, was auch die Sprache und die kompositorischen Entscheidungen umfasst. Gerade bei der Interpretation der Auflage des doppelten Walmdaches in Cesena ist es dem Architekten Filippo Tisselli gelungen, einen Wohnbau zu realisieren der sich vom Kontext abhebt, ohne in diesen deutlich verwickelt zu sein. Ein Projekt, das in jedem Raum der moglichen Forschung entsteht, der zwischen der unbeirrten Wiederholung des historischen lokalen Wohnmodells und der Imitation des Vorbestands auf der einen Seite und der Dringlichkeit nach einem Hervortreten und sich Abheben auf der anderen Seite besteht.
Anstatt die -zigste Version des Wohnhochhauses zu entwickeln, wie sie den Stadtrandgebieten zu eigen ist, kehrt der Entwurf den Typ um und verteilt den Wohnraum auf ein einziges horizontales Gebaude und behauptet seine eigene Erkennbarkeit mit den starken Linien der Terrassen, die die Architektur auf ihrer gesamten Ausdehnung begleiten.
Um dem Verlauf des Grundrisses des Grundstucks entgegen zu kommen, biegt sich der Block leicht in der Mitte und es gelingt ihm auf diese Weise auch, die monolithische Auswirkung in der Lange zu variieren. Das Muster der Terrassen, tiefe Elemente, die dem Hauptkorper vorgebaut sind, tragen dazu bei, dass dieser sein Volumen beachtlich verringert, wie es aus dem Grundriss der Stockwerke zu entnehmen ist, wo der Innenraum gut mit dem Au?enraum ausgewogen ist. Die Entscheidung, mit einer Taktung in Balkonen, nicht die typische Zerstuckelung zu unterstutzen, wie sie aus der Aufteilung der Wohneinheiten resultiert und die Prasenz der verglasten Brustungen ohne jegliche tragende Struktur, erzeugt die Wirkung der “ausgehohlten” Architektur, wo der gro?formatige Block seine Auswirkung auf das Umfeld mindert.
Auf den kleineren Frontseiten, bei denen man das Profil des Walmdaches deutlicher erkennen wurde, haben die Planer die Planaritat durch das Einfugen der Terrassen unterbrochen, die sich uber die Ecke des Blocks hinweg erstrecken: Die Kombination aus Leer und Voll setzt sich in dem Dynamismus in den Fassaden um.
Die wohnliche Unterteilung des Blocks wird extern von bezogen auf die Fronten nach hinten versetzten Trennwanden getaktet, erganzt durch weitere Brustungen aus milchwei?em Glas, welche die Privatsphare unter den Bewohnern gewahrleisten. Jede Wohnung verfugt uber eine weitlaufige und geschutzte Au?enflache dank der integrierten Struktur aus Stahlbetonkonsolen und Tragern aus stabverleimtem Holz, die Auskragungen bis zu 320 cm ermoglichen, zu denen man durch die zahlreichen, raumhohen Offnungen Zugang hat. Die Transparenz der vielen Elemente in der Fassade verringert die Hindernisse fur das Eindringen des Tageslichts aufgrund der starken Vorbauten. Dazu kommt dann die Kunstlichtbeleuchtung, die in den abgehangten Decken der Terrassen eingebaut ist. Die Kontinuitat zwischen den Innenraumen, den uberdachten Au?enraumen und den Raumen der Landschaft ist eine gestalterische Konstante, die auch die Entscheidung begrundet, die Fenster und Turen in der gleichen Farbe des Wandputzes zu streichen, Schwarz oder Wei?, sowie die Freiheit bezogen auf Verteilung und Komposition, die auch dank einer Anlagenplanung verfolgt wird, welche die Steig- und Fallrohre von den Wanden der Wohnungen lost, um diese extern – ebenfalls in den abgehangten Decken der Terrassen - anzuordnen.
 
von Mara Corradi

Entwurf: Tissellistudioarchitetti (Filippo Tisselli, Cinzia Mondello, Filippo Tombaccini)
Mitarbeiter: Flavia Benigni, Elena Fantoni
Bauherr: Privat
Ort: Cesena (Italien)
Tragwerksplanung: Marcello  Bezzi
Bruttoflache: 2257 m2
Grundstucksgro?e: 3331 m2
Projektbeginn: 2006
Beginn der Bauarbeiten: 2007
Ende der Arbeiten: 2009
Strukturen aus Gasbeton? und Stahlbeton
Abdeckung und Balkone aus stabverleimtem Holz
Ummantelung aus Titanzink: Zintek
Innenboden aus Eichen: Tavar
Externe Fu?boden aus wasserableitendem Holz (bangkirai)
Glasbrustungen
Fotograf: Tissellistudioarchitetti
www.tissellistudio.com

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