17-12-2010

Thomas Phifer: Salt Point house

Thomas Phifer,

Scott Frances,

New York, USA,

Housing, Residenzen,

Modern,

Glas,

Nachhaltigkeit,

Das Salt Pint house von Thomas Phifer ist ein Wohnhaus im Open-Space-Stil, das sich um einen geschlossenen Kern mit Diensträumen und Anlagen gliedert, damit die verglasten Wände, die komplett frei sind, als Schutz konzipiert werden können, ohne ein optisches Hindernis auf die Landschaft zu bilden.



Thomas Phifer: Salt Point house Ein “Glashaus” unserer Zeit: Das Salt Point house von Thomas Phifer ist eine Hommage an alle Glashäuser, die im XX. Jahrhundert als Wohneinheit angeboten wurden und besonders in den USA viel Zuspruch fanden. Wenn man diese Wohn-“Zelle” betrachtet, die mitten im Tal des Hudson-River im Staat New York erbaut wurde, dann kommt man nicht umhin, die Untersuchungen zu teilen, die einige der größten Architekten der Moderne bezüglich der Aufhebung der physischen optischen und wahrgenommenen Barrieren zwischen dem Innen und dem Außen des Hauses aber auch bei anderen Gebäudetypen ausgeführt haben. Wie das Glass house von Philip Johnson, das Farnsworth House von Ludwig Mies van der Rohe, wie das Case study house n. 8 von Charles und Ray Eames, um nur einige der bekanntesten zu nennen, so ist auch das Salt Point house eine Studie hin zur Integration zwischen der Nutzung durch den Menschen, zwischen seinen Bedürfnissen nach Privatsphäre und der Beleuchtung des Raumes, zwischen seiner Notwendigkeit, die Gegenstände des Alltags zu ordnen und der optische und geleitete Anreiz des Blicks auf die Umgebung. In diesem Fall ist das Drumherum die zauberhafte Landschaft des Hudson-Tals, Teil eines Projekts des Staats von New York für die Rückgewinnung und die Bewahrung des Naturerbes als Ressource nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Tourismus, berühmt ob der Wege und Erkundungspfade ebenso wie für die Weinproduktion.
Das Haus steht auf einer grünen Lichtung und blickt auf einen kleinen privaten See, bei dem es sogar einen kleinen Wasserfall gibt. Es wurde versucht, eben diesen Kontext in den Mittelpunkt der Architektur zu rücken indem ein Bauwerk errichtet wurde, das vom Licht und den Bildern der Umgebung durchdrungen wird: Die Struktur, die essentielle Geometrie eines Parallelepipeds, hat zwei komplett verglaste Kopfseiten, während die anderen beiden aus Ahorn-Schichtholz gestaltet sind, mit Fensteröffnungen im Erdgeschoss, die den Ausblick auf den Park bieten. Diese Wände werden von Lochblechen aus Edelstahl verkleidet, die die Struktur vor den Witterungseinflüssen und der Sonne schützen und dabei auch über die Grenzen der Struktur selbst hinausragen mit einem Muster, das die Bleche noch weiter entmaterialisiert und sie dem Betrachter vom Park aus verhüllt. Wie bei der Wohnung der Eames taktet auch hier der Stahlkäfig mit seiner Regelmäßigkeit die Fassaden, sowohl die beplankten als auch die verglasten und verleiht eine höhere Ordnung, die an die illustren Vorgänger erinnert. Von Außen wird die monolithische Präsenz des Salt Point house unterbrochen, wenn man den Standpunkt und das Licht wechselt, denn das Lochgitter der Stahlpaneele scheint zu verschwinden und zurück bleibt nur die Präsenz der wenigen essentiellen Möbel im Inneren.
Auf zwei Geschossen errichtet, interpretiert das Haus den auf die Landschaft geöffneten einzigen Raum der Glashäuser. Der Tagesbereich ist im Erdgeschosse angelegt und gliedert sich um einen geschlossenen Kern, der die Diensträume und die Anlagen für die Küche umfasst. Von hier aus entwickelt sich die zur Westfront – wo sich der Zweiteingang befindet - ausgerichtete Zugangstreppe. Wenn man zum oberen Stockwerk gelangt, bietet der technische Kern Schutz für den Nachtbereich, der nach Osten hin verglast und nach Westen hin blind ist, aber über zwei seitliche Ausblicke mit Balkon zum Park hin verfügt.
Oberlichter über dem Korridore des ersten Stocks und beim doppelt hohen Hintereingang, kombiniert mit der Ausrichtung des Hauses und entsprechenden Öffnungen in den Fassaden, gewährleisten die natürliche Belüftung.
Das Modell des Glashauses sucht die Synthese zwischen Schutz und Öffnung auf die Landschaft und kehrt dabei das Modell der begrenzten und nach Innen gerichteten Hülle um, die hier im Sinne der Nachhaltigkeit das Tageslicht voll ausnutzt.

von Mara Corradi

Design: Thomas Phifer and Greg Reaves
Assistants: Joseph Sevene, ChristophTimm, Jonathan Benner, Katie Bennett, Kerim Kemirkan, Ina Ko, Matthew Jull
Client: Cristina Grajales and Isabelle Kirshner
Location: Salt Point, New York (Usa)
Builder: Kevin Beck
Structural design: Weidlinger Associates
Lighting and furniture:  LaMar Lighting
Glass walls, wooden window and door frames and doors: Marvin Windows and Doors
Built surface area: 204 m2
Construction: 2007
Maple plywood frame
Perforated corrugated stainless steel panelling on two sides
Photographs: Scott Frances, Karin Kohlberg

www.tphifer.com

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