20-11-2013

Taller Bàsico de Arquitectura: Fakultät für Medizin in Saragossa

Taller Bàsico de Arquitectura,

© Jose Manuel Cutillas,

Zaragoza, Spanien,

Universitat,

Zement,

Taller Bàsico de Arquitectura hat die Architektur der Medizinfakultät San Jorge in Saragossa realisiert. Drei L-förmige Volumen sind so angeordnet, dass sie einen zentralen Platz bilden – einen urbanen Raum außerhalb der Stadt. Die Form und die Baustoffe tragen zur Entmaterialisierung des Werks bei und schaffen perspektivische Ausschnitte auf die interne und externe Landschaft.



Taller Bàsico de Arquitectura: Fakultät für Medizin in Saragossa

Die spanischen Architekten von Taller Bàsico de Arquitectura haben den Entwurf für die neue Medizinfakultät in der Nähe von Saragossa gestaltet. Sie steht auf dem in seiner Abschlussphase befindlichen Campus. Das Gebäude gehört zur Universität San Jorge, die an der Schnellstraße liegt, die von Villanueva De Gàllego zur Stadt führt. Die Grundlagen der Gestaltung sind die Materialien und deren Form in der Gesamtkomposition, die zur Realisierung einer Architektur dient, die einerseits ihr eigenes Bestehen feiert aber gleichzeitig dank der benutzten Baustoffe leichter wirkt.

TBA, Taller Bàsico de Arquitectura, verteilt die Hauptkörper, in denen die Unterrichts- und Diensträume verteilt sind, um einen Platz, der diese miteinander verbindet. Diese Baukörper bilden die “Innenräume” des Werks, da sie Behältnisse überdachter Räumlichkeiten sind. Sie sind aber auch der Rand des Bauwerks, die Grenzen eines urbanen Raums außerhalb der eigentlichen Siedlung. Die Architekten unterliegen nicht der Versuchung, diese Volumen in sich selbst zu schließen und eine Art selbstbezogene Befestigungsmauer zu bilden, sondern sie haben vielmehr den Weg der Öffnung nach Außen gewählt und damit diese Grenzen in einen Umfang verwandelt, der vom Licht durchdrungen wird, dem Blick und dem Durchgang geöffnet ist.

In den Grundrissen zeichnen die drei L-förmigen Blöcke weitere konkave Räume, die nach Außen gerichtet sind und zu neuen gefliesten Fußböden werden, die so möbliert sind, dass man sich dort aufhalten und treffen kann.
Die Entmaterialisierung der Volumen, die den architektonischen Raum beschreiben, erfolgt nämlich durch die Fragmentierung der Zementstruktur in flache, nicht anliegende Platten, die auf zwei Niveaus verteilt sind. Die Geometrie der Platte verleiht der gesamten Komposition durch die Wiederholung nach einem konstanten Rhythmus eine sehr starke Dynamik: Sie zerschlägt somit das monolithische Bild des Ganzen und vervielfacht die Ausschnitte und perspektivischen Erfindungen.Bei näherer Betrachtung erinnert der Grundriss an ein pflanzenähnliches Muster, wo die Blätter so verteilt sind, dass das Herz der Pflanze geschützt und gleichzeitig der Durchgang von Licht und Luft garantiert wird.

An den Stellen der Diskontinuität zwischen den Mauerplatten fügen sich verdunkelbare Fenster auf beiden Niveaus ein, die das starke Tageslicht auf indirekte Weise in alle Unterrichtsräume bringen. Licht und Schatten begleiten die Nutzung dieser Gebäudeanlage, wo der Beton – unverputzt oder weiß angestrichen – zahlreiche farbliche Abstufungen einnimmt.


Die Unterrichtsräume, die Labors und Serviceräume sind zur Außenseite der Volumen hin angeordnet, während sie zur Innenseite hin – aus Gründen der Privatsphäre - keinen direkten Schnittstellen auf den Platz haben, sondern über Flure mit der Außenwelt verbunden sind. Diese Wege, die als Tageslichtbehältnisse dienen, haben den direkten Zugang auf den großen zentralen Platz. Das Thema der Perspektive, das die Planimetrie hier in den von den Volumen und den versetzten Mauerelementen skizzierten Wegen beschreibt, ist bei dieser Architektur – wie geschaffen, um fotografiert zu werden - von zentraler Bedeutung.

Mara Corradi

Entwurf: Taller Bàsico de Arquitectura (Javiér Pérez-Herreras und Javier Quintana De Uña)
Mitarbeiter: Edurne Pérez Dìaz De Arcaya, David Santamaria Ozcoidi, Leire Zaldua Amundarain, Irene Ajubita Dìaz
Bauträger: Universidad San Jorge Foundation
Ort: Villanueva De Gàllego, Saragossa (Spanien)
Tragwerksplanung: Carlos Munilla Orera, FS Estructuras
Bruttonutzfläche: 7827 m2
Planungsbeginn: 2009
Ende der Bauarbeiten: 2012
Bauunternehmen: San Jorge Ute
Tragwerk aus Stahl und Zement
Fußböden aus selbstnivellierendem Kunstharz
Bildnachweis: © Jose Manuel Cutillas

www.tallerbasico.es


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