19-01-2007

Tadao Ando. Suntory Museum, Osaka

Tadao Ando,

Osaka, Japan,

Kinos, Museen,

Glas, Stahl,

Projekt: Museum, Kino IMAX 3D, Restaurant
Ort: Osaka, Japan
Planer: Tadao Ando Architect and Associates
Auftraggeber: Suntory Co. Ltd
Projektdatum: Juni 1991- August 1992
Baudatum: September 1992- Oktober 1994
Bauunternehmen: Takenaka Corp. Obayashi Corp
Grundstück: 13,429.40 Quadratmeter
Gebäudefläche: 3,983.80 Quadratmeter
Nutzbare Fläche: 13,804.10 Quadratmeter



Tadao Ando. Suntory Museum, Osaka Das Museum Suntory von Osaka stellt einen der besten Versuche von Tadao Ando dar, ein ihm teures Thema zu lösen, nämlich das Verhältnis zwischen Mensch, Wasser und Architektur.
Der von Suntory, einem japanischen Likörhersteller, gewollte Kulturkomplex, umfasst eine Kunst- und Design-Galerie, ein Kino IMAX 3D, eine Reihe von Geschäften und ein Restaurant.
Jedes dieser Elemente in der Komposition wird getrennt behandelt und hat ein eigenes Verhältnis zur Bucht von Osaka und der Umgebung.

Das Grundstück, auf dem das Gebäude steht, liegt innerhalb des Tempozan Harbor Village, einem Freizeitpark im Herzen der Bucht von Osaka und grenzt an das Kaiyukan Aquarium.
Anfangs war das Grundstück durch eine Landzunge, Eigentum der Stadt von Osaka, vom Meer getrennt, und Ando musste eine harte Schlacht führen, um den Museumsbereich ausdehnen zu können, auch weil das Bauministerium am Meeresufer die Präsenz hoher Schutzkais forderte.
Es war für den Architekten nicht einfach, die Behörden von seiner Idee zu überzeugen: Die Schaffung eines zum Meer hin abgestuften Platzes, als Treffpunkt, Ort für Darbietungen und Konzerte, um die Vertrautheit mit dem Wasser in das tägliche Leben einzuführen.

Am Ende geht das Museum dem Meer mit einem 100 Meter langen und 40 Metern tiefen Platz entgegen, der von einer Reihe von Fußgängerwegen, Rampen, Treppen und einem halbrunden Amphitheater für Freilichtvorführungen bereichert wird.
Am Meerufer stehen fünf riesige Pfeiler, die auf dem Wellenbrecherdeich, 70 Meter im Meer selbst, wiederholt werden und so die Kontinuität zwischen Platz und Ozean festigen.
Das Gebäude des Suntory Museums steht am nördlichen Ende des Platzes und besteht aus einem Volumen in Form eines umgekehrten Kegelstumpfes, der von zwei Festkörpern mit rechteckiger Grundfläche durchschnitten wird.
Jedes Volumen hat eine Funktion: Der Kegelstumpf beherbergt in seinem Inneren den sphärischen Körper des IMAX-Theaters, wohingegen die beiden Parallelepipede, die diesen durchschneiden, das Museum und das Restaurant enthalten.
Die vorgebauten Parallelepipede sind nach den Blickachsen ausgerichtet und enden mit großen verglasten Öffnungen, die die verschiedenen Perspektiven der Bucht von Osaka umrahmen: Das Restaurant ist in Richtung Kobe orientiert, wohingegen die Kunstgalerie, die senkrecht zum Kai angeordnet ist, zum Horizont schaut mit herrlichem Blick auf die Sonnenuntergänge im Meer.
Das Verteilungszentrum des Gebäudes ist die Halle im ersten Stock, zu der man direkt mit einer Rolltreppe gelangt.
Die Halle wurde als erhöhter öffentlicher Raum konzipiert, mit einem beeindruckenden Blick auf die Bucht, auf die die Geschäfte, das Restaurant und das Kino schauen. Der Kinoeingang ist direkt mit einer Panorama-Terrasse verbunden.
Das Museum an sich befindet sich auf einer höheren Ebene und ist in zwei Teile organisiert: Eine Zone mit freiem Grundriss, für Wanderausstellungen und ein Teil mit genau definierten Räumen für die Kunstwerke der bleibenden Sammlung.
Für das Suntory Museum wurden unterschiedliche Baustoffe benutzt: Der große Kegelstumpfkörper wurde mit einer netzförmigen räumlichen Struktur gebildet, die in der Mitte, zum Meer hin, mit Edelstahl und Glas verkleidet ist wohingegen die anderen Teile aus vorgepresstem Stahlbeton sind.

Flores Zanchi

GALLERY


Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×