19-05-2015

SuperSurfaceSpace Gallery der Gruppe Iris, Projekt Metrogramma, Moskau

Metrogramma,

Ricardo Oliveira Alves,

Moskau, Russland,

Ausstellungsraum, Exhibition Center,

Design,

Glas, Metall,

Iris Ceramica Group, Messen,

Die Gruppe Iris hat SuperSurfaceSpace eingeweiht, die neue Galerie in Moskau mit der doppelten Funktion des Ausstellungsraus für Kunst und Fliesen. Die Innenarchitektur wurde vom Büro Metrogramma entworfen, das ein innovatives System aus Stahltischen mit Keramikverkleidung entwickelt hat, die den Raum entsprechend seiner vielen Nutzungszwecke umwandeln können.



SuperSurfaceSpace Gallery der Gruppe Iris, Projekt Metrogramma, Moskau

Das italienische Architekturbüro Metrogramma (Andrea Boschetti, Alberto Francini, Cecilia Gozzi) hat SuperSurfaceSpace gestaltet, die zweite Galerie mit zweifacher Aufgabe – Kunst und Gewerbe – die von der Gruppe Iris (Iris Ceramica, FMG Fabbrica Marmi e Graniti und Fiandre) gewünscht wurde. SuperSurfaceSpace befindet sich im Zentrum von Moskau in einer sanierten Industriearchitektur aus den Anfangsjahren des letzten Jahrhunderts. Der neue von Metrogramma gestaltete Raum blickt auf die Straße Lva Tolstogo, in der Nähe des historischen U-Bahnhofs Park Kultury.
Die Galerie hat einen L-förmigen Grundriss im Erdgeschoss der Anlage und besteht aus einem Ausstellungsraum, dessen Fenster auf die Straße gehen sowie aus einem Bürobereich, der auf den Innenhof schaut. Das Projekt von Metrogramma sieht die beiden Räumlichkeiten auf sehr unabhängige Weise. Extrovertiert und wandlungsfähig der dem Publikum und den Kunden gewidmete Ausstellungsraum, während das Büro intimer und zurückhaltender ist.

Nach SpazioFMG per l’architettura, der Mailänder Galerie, die im Jahr 2007 eröffnet wurde, ist das von Metrogramma gestaltete Projekt der zweite Galerieraum, der für Ausstellungen oder als Showroom für die Fußböden und Verkleidungen von Iris Ceramica genutzt werden kann. Das Grundkonzept ist hierbei die Verwandlungsmöglichkeit des Raums: ein einziges rechteckiges Ambiente, das man am einen Ende betritt und das sich in seiner ganzen Ausdehnung präsentiert. 25 Meter lang und 8 Meter breit, mit einer Hülle aus unverputzten Backsteinen, ohne jegliche Verzierung und ganz schwarz angestrichen: so erklärt der Raum seinen historischen Ursprung und kontrastiert mit den raffinierten Mechanismen, dank derer der Raum so vielseitig wird und je nach Bedarf ein anderes Gesicht zeigen kann. Während eine der beiden Längsseiten von den Fenstern getaktet wird, die die Aussicht auf die Lva Tolstogo bieten und mit Rollos verdunkelt werden können, versteckt die gegenüberliegende blinde Wand die Systeme, die den Raum erweitern: hinter einem roten “Bühnenvorhang”, aus Mikrofaser, der die gesamte Wandhöhe abdecken kann und vor dem Schwarz der Wand besonders hervorsticht, sind Nischen eingearbeitet für die Aussteller der Keramikfliesen. Auch diese in dunklen Tönen gehalten, so dass sie mit der Wand verschmelzen.


Die räumlichen Abgrenzungen werden auch an den kurzen Seiten des Raumes erweitert. Auf der Eingangsseite ist eine Spiegelwand eingelassen während am anderen Ende ein besonders helles Sicherheitsglas mit eingebautem Rahmen zu finden ist, das eine Leinwand verbirgt und für Projektionen verwendet werden kann. Diese doppelte Spiegelung setzt das Spiel der Oppositionen fort – zwischen dem Sichtbaren und dem Versteckten, zwischen dem Echten und dem Künstlichen. Aber das bühnenwirksamste Element eines Projekts, das sich deutlich an der Metapher des Theaters inspiriert, sowohl im Hinblick auf das Konzept als auch bezogen auf die technischen Lösungen, sind die drei beweglichen Flächen aus Stahl, die von Stahlkabeln gehalten werden und die sich anhand eines automatischen Systems in der Vertikalen bewegen und somit – je nach Höhe – unterschiedliche Funktionen ausüben können. Wenn sie ganz oben sind, dann dienen sie als Halterungen für die LED-Beleuchtung. Sie können dann aber herabgelassen werden, um als Ausstellungsmodule zu dienen, auf denen man die Objekte, Architekturmodelle, Produkte oder Sonstiges zeigen kann. Wenn sie ganz auf dem Boden abgesetzt werden, dann verwandeln sich diese Module in einen Laufsteg, ideal für Modenschauen. Die Flächen wurden nach einem organischen Grundriss gezeichnet, der sich für die kreative Auslegung des Raums anbietet und dabei dem Publikum Bewegungsfreiheit lässt. Auf der Oberseite handelt es sich bei diesem Flächen um mit Wasserstrahltechnik geschnittene Keramikplatten von FMG Fabbrica Marmi e Graniti, die unter Berücksichtigung der zahlreichen Verwendungszwecke gewählt wurden. Die Fußböden mit ihrem dunklen Farbton, ebenfalls von FMG, vervollständigen ein einfarbiges Szenario, das geeignet ist, um jedes Mal neu konzipiert zu werden – eine Art schwarze Tafel. SuperSurfaceSpace ist eine Galerie für Ausstellungen, ein Showroom aber auch ein Konferenzzentrum, ein Treffpunkt und Werkstatt für Workshops, eine Location für Modenschauen und für Events.

Project: Metrogramma (Andrea Boschetti, Alberto Francini, Cecilia Gozzi)
Project management: Andrea Boschetti
Collaborators: Francesco Betta, Egor Fufachev, Andrea Casazza, Giuseppe Bandieramonte, Maria Novozhilova, Thomas, Ernesto Rotondo, Niccolo Spadoni
Client: Iris Group
Location: Lva Tolstogo str., 14 Moscow (Russia) 
Main Constructor: ItalEngineering International
MEP: Pizzarotti IE
Light design: Alessandro Chiodo and Walter De Masi
Gross floor space: 200 sqm
Completion: 2015 
Cladding and flooring FMG Fabbrica Marmi e Graniti
Flooring Gallery: Dark Depth 300x150 | 6mm
Flooring office space: Onice Perla prelucidato 300x150 cm | 6mm
Tables produced with water-jet cutting technology: Calacatta 300x150 lucidato | 6mm
Bathrooms: Dark Depth and Onice Perla  300X150 | 6mm 
Moving table and metal doors: Auroport 
Furniture: Extra Vega, Nayada
Sanitary equipment: CEA Design, Senda
Lighting: Arri, Zumtobel, iGuzzini
Lighting control, switches and sockets: Gewiss

Photography: © Ricardo Oliveira Alves

www.supersurfacespace.com
www.metrogramma.com


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