07-04-2015

Studio Arthur Casas und Casa MP Quinta da Baroneza in São Paulo

Studio Arthur Casas,

Leonardo Finotti,

Sao Paulo, Brasilien,

Housing, Residenzen,

Sustainable Architecture,

Auf dem Gelände des Guts Quinta da Baroneza in der Nähe von São Paulo, Brasilien, steht Casa MP, ein Projekt des Büros Arthur Casas, der auch den brasilianischen Pavillon für die EXPO Milano 2015 gestaltet hat. Casa MP Quinta da Baroneza des Brasilianers Arthur Casas betont die Hanglage des Grundstücks mit einer terrassierten Architektur.



Studio Arthur Casas und Casa MP Quinta da Baroneza in São Paulo

Wenn man die Straße entlang geht, dann sieht man das Haus MP des Architekturbüros Arthur Casas fast gar nicht. Es liegt auf dem Grundstück des Guts Quinta da Baroneza, etwa 90 km von der Riesenstadt São Paulo, Brasilien, entfernt. Auf diesem Gelände in starker Hanglage mit einer üppigen Vegetation, steht Casa MP, die erste der beiden Villen, die Arthur Casas auf dem Gut Quinta da Baroneza realisiert hat.
Arthur Casas, der Architekt des brasilianischen Pavillons für die EXPO Milano 2015, entwickelt das Thema der Villa auf dem Land, das einer gewissen Gesellschaftsschicht von São Paulo zu eigen ist. Er behandelt die Architektur als “Konsequenz” der Natur und der Landschaft und widmet sich deren Mimesis mit der Umgebung. Das Haus MP steht in Quinta da Baroneza, einem großen Gut, das sich etwas anderthalb Stunden von São Paulo befindet. Das Grundstück mit ausgeprägter Neigung liegt in der Nähe eines Golfplatzes, eines Sees und des Flusses Rio Atibaia. Ganz oben gibt es nur einen gepflegten Rasen, der von einer Brüstung begrenzt wird und einen Weg, der zum strengen Tor aus Corten-Stahl in einem schmalen und tiefen Holzkörper führt. Sonst sieht man nichts anderes von der Straße, denn Casa MP erstreckt sich komplett darunter. 

Das, was in Wirklichkeit der Eingang der Villa ist – die auch als “Belvedere” konzipiert wurde - sieht also aus, wie der Zugang zu einem Aussichtspunkt über Quinta da Baroneza. Hinter dem Tor stößt man auf den Baukörper, der sich als die architektonische Umhausung der Haupttreppe entpuppt und drei Blickrichtungen anbietet: drei große Fenster, von denen das Frontfenster bis um Erdgeschoss führt und die beiden Seitenfenster den Blick auf die Natur umrahmen. Wenn man die Treppe nach unten geht, dann verschwindet die seitliche Aussicht und es bleibt nur der zentrale Ausblick, der den Besucher in die Intimität des Hauses führt, da sich auf zwei Untergeschossen entwickelt: das erste ist dem Nachtbereich vorbehalten, das Erdgeschoss den Tagesaktivitäten. Die Schlafzimmer haben keinen direkten Kontakt mit der Natur, genießen aber die Aussicht dank der Entwicklung der Etage auf Terrassen. Das Erdgeschoss und das erhöhte Stockwerk sind hingegen in Funktion der Natur errichtet: die Umfangsmauern öffnen sich mit Schiebefenstern auf die Landschaft und das Parkett der Räume wird zu einem Deck, das die Innenräume auf Garten ausstreckt. Das Fernsehzimmer in der Beletage ist ein über dem Schwimmbad schwebender Körper. Der Pool ist eine Wasserzunge, die vom Inneren des Hauses so aussieht, als wolle sie in den darunter verlaufenden Rio Atibaia fließen. Hier lädt ein großes Fenster, das sich um 90 Grad drehen lässt, direkt zum Sprung vom Sessel ein. Optische Achsen zwischen den Türen, den Fenstern, den Schiebewänden und Trennelementen, wie der Kamin im Wohnzimmer oder die verglasten Brüstungen betonen die Fluidität des Layouts der Innenräume und gestalten einen einheitlichen Raum in einer proportionalen Beziehung mit der Gesamtheit der umgebenden Landschaft.


Diese Beziehung wird auch von der Form des Architektur organischen Konzepts betont, in der die deutlich voneinander getrennten Teile der Terrassen, Pergolas und Vorbauten, die der Neigung des Geländes folgen, eine farbliche Harmonie in der Verwendung von Holz und Backstein als Verkleidung finden: das Treppenhaus ist mit brasilianischem Teak verkleidet und fügt sich zwischen den beiden Flügeln des Hauses ein, das aus bei Abrissarbeiten recycelten Backsteinen bestehen.

Mara Corradi

Progetto: Studio Arthur Casas
Capiprogetto: Arthur Casas
Collaboratori: Regiane Khristian 
Committente: Privato
Luogo: San Paolo (Brasile)
Progetto delle strutture: Edatec Engenharia
Progetto paesaggistico: Gil Fialho
Superficie costruita: 997,53 m2 
Area del lotto: 3.243,55 mq
Inizio Progetto: 2007
Fine lavori: 2010
Impresa costruttrice: Scatone
Rivestimento esterno in mattoni recuperati da demolizioni e legno di teak brasiliano
Pavimenti in legno
Arredi interni: Rug (Nani Chinellato); SofaS (Montenapoleone and Dpot); Armchair Trançada (Design Arthur Casas for Casa Matriz); Anel Chair Ricardo Fasanello (Dpot); Wood stool (Ilha do Ferro); Puff ( Casual interiores); Triangular dinning table (Design Arthur Casas for Dpot); Chair K2 (koi Design UK); Floor lamp AJ (Belux); Coffe tables and banches) Etel Interiores  Trançada (Design Arthur Casas for Casa Matriz); Anel Chair Ricardo Fasanello (Dpot); Wood stool (Ilha do Ferro); Puff (Casual interiores); Triangular dinning table (Design Arthur Casas for Dpot); Chair K2 (koi Design UK); Floor lamp AJ (Belux); Coffe tables and banches (Etel Interiores)
Fotografie: © Leonardo Finotti

http://www.arthurcasas.com
http://www.leonardofinotti.com


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