23-07-2019

Snøhetta entwirft den Perspektivenweg auf der Innsbrucker Nordkette

Snøhetta,

Quirin Müller, Christian Flatscher,

Innsbruck, Österreich,

Landschaft,

Stahl,

Landschaftsgestaltung, Reise,

Das norwegische Architekturbüro Snøhetta entwarf einen neuen Themenpfad für den Naturpark Karwendel: den Perspektivenweg. Zehn auf dem Panoramaweg verteilte architektonische Elemente, um die einzigartigen Charakteristiken der Alpenlandschaft und der spektakulären Innsbrucker Nordkette zu erfassen.



Snøhetta entwirft den Perspektivenweg auf der Innsbrucker Nordkette

Im Naturpark Karwendel gibt es einen neuen, interessanten Weg, der die Liebe zur Bergwelt mit der Architektur paart. Der neue Panoramaweg heißt Perspektivenweg und besteht aus zehn architektonischen Elementen, die das norwegische Architekturbüro Snøhetta entworfen hat. Die zehn architektonischen Elemente sind an strategischen Stellen auf dem Weg verteilt, um die einzigartigen Charakteristiken der Alpenlandschaft und der spektakulären Innsbrucker Nordkette einzufangen.

Die Nordkette im Norden von Innsbruck ist die größte Bergkette der nördlichen Kalkalpen und die südlichste der vier Bergketten des Karwendel. Der Weg, der Architektur und Berge vereint, beginnt bei der Hungerburgbahn mit ihren vier Stationen, die 2007 von Zaha Hadid entworfen wurden, und bei der Station der Nordkettenbahn, einem Werk des berühmten Tiroler Architekten Franz Baumann.
Mit der Hungerburgbahn und der Nordkettenbahn erreicht man direkt die Station auf 1.905 Metern über dem Meeresspiegel. Hier beginnt der Perspektivenweg, der über 142 Höhenmeter durch eine atemberaubende Berglandschaft führt.
Sehe ich wirklich jedesmal etwas anderes, oder deute ich nur, was ich sehe, auf verschiedene Weise? Ich bin geneigt, das erste zu sagen. Aber warum? Deuten ist denken, ein Handeln; Sehen ein Zustand..”
Dies ist eines der Zitate von Ludwig Wittgenstein, ausgewählt von Prof. Allan Janik, einem der bedeutendsten Experten für das Denken des österreichischen Philosophen, der als größter Denker des 20. Jahrhunderts gilt. Die zehn Zitate, eines für jedes von Snøhetta entworfene architektonische Element, begleiten den Weg, indem sie die Sehenswürdigkeiten untermalen, zu tiefen Gedanken anregen sowie die Aussicht unter neuen Gesichtspunkten vorstellen.

Die kleinen architektonischen Maßnahmen von Snøhetta integrieren sich perfekt in die spektakuläre natürliche Landschaft und bieten bzw. suggerieren den Besuchern neue, unglaubliche Ausblicke auf die Bergwelt. Jedes Element, vom Portal über die Sitzbänke, die Treppen, die Plattform Großer Stein bis zu den übrigen, steht an einem präzisen Beobachtungspunkt, bezeichnet einen Treff- und Bezugspunkt auf dem Weg, verhilft zu neuen Erfahrungen und weist auch auf die natürlichen Veränderungen hin. Die Beobachtungsplattform zum Beispiel ragt aus dem Terrain hervor und projiziert den Betrachter in die Landschaft, indem sie ihm zu einer lückenlosen Aussicht auf das Tal und den Inn verhilft. Die Stelle, wo der Wald in eine Bergkiefernlandschaft übergeht, ist durch eine treppenförmige Struktur gekennzeichnet. Man kann sich an eine eben Fläche gestützt leicht hinauslehnen und die Gipfel des Langen Sattel und der Frau Hitt bewundern. Die Plattform aus Holz des so genannten „Grossen Steins“ ladet die Ausflügler zum Rasten und Ausruhen. Wenn man dem Weg nach oben folgt, bilden weitere, als großzügige Stufen angelegte Plattformen aus Holz ein Amphitheater, wo man sich hinsetzen und das Naturschauspiel genießen kann.

Die von Snøhetta entworfenen Elemente sind alle aus Corten-Stahl und Lärchenholz. Diese Wahl wurde getroffen, weil sich die Elemente den Farben der Umgebung anpassen mussten. Lärche ist typisch für die örtlichen Wälder und die vorhandenen technischen Einrichtungen wie Lawinenverbauungen sind aus demselben Stahl und über den ganzen natürlichen Hang verteilt.

(Agnese Bifulco)

Projects: Snøhetta
Location Innsbruck, Austria
Quotes by Ludwig Wittgenstein, curated by Prof. Allan Janik

Images courtesy of Snøhetta, photo by (1,2,5-18) Christian Flatscher, (3-4 overview) Quirin Müller.


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