25-06-2019

Serpentine Pavilion Eröffnung des Projekts von Junya Ishigami

Junya Ishigami,

Iwan Baan, Norbert Tukaj, John Offenbach, Taran Wilkhu,

London,

Pavillons,

Serpentine Pavilion,

Eine Landschaft, die innerhalb und außerhalb des Gebäudes selbst lebt, mit diesen Worten präsentierte der Architekt Junya Ishigami der Öffentlichkeit sein Projekt für den Serpentine Pavilion, den temporären Pavillon, in dem vom 21. Juni bis 6. Oktober 2019 die Sommerveranstaltungen der Serpentine Gallery in London stattfinden werden.



Serpentine Pavilion Eröffnung des Projekts von Junya Ishigami

Am 20. Juni wurde der neue Serpentine Pavilion eingeweiht, das temporäre Gebäude, das traditionsgemäß innerhalb der Kensington Gardens von London, im Bereich vor der Serpentine Gallery, aufgestellt ist, um die Sommerveranstaltungen bis zum 6. Oktober 2019 zu beherbergen. Die Gestaltung des temporären Pavillons wird jedes Jahr einem anderen Architekten anvertraut. Der internationale Ruhm reicht nicht aus, um den Auftrag zu erhalten, denn für die Wahl des Designers gibt es in der Tat eine Voraussetzung: die Tatsache, dass er oder sie noch nie Werke auf britischen Boden realisiert hat. Praktische Demonstration, wie grundlegend nicht nur auf künstlerischer Ebene die Kontamination und der Kontakt mit neuen und unterschiedlichen Erfahrungen ist. Für 2019 wurde der prestigeträchtige Auftrag an den Architekten Junya Ishigami vergeben. Der japanische Architekt arbeitete für das Studio SANAA von Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa, bevor er 2004 sein eigenes Studio “Junya Ishigami + Associates” gründete. Im Jahr 2010 wurde er auf der Architekturbiennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet und 2018 wurde ihm in Paris eine bedeutende Ausstellung in der Fondation Cartier pour l'art contemporain gewidmet.
Junya Ishigami ist der zweitjüngste Architekt in der Geschichte des Serpentine Pavilions, der Rekord gehört tatsächlich der mexikanischen Architektin Frida Escobedo, Autorin des temporären Pavillons der Ausgabe 2018.

Eine Landschaft, die innerhalb und außerhalb des Gebäudes selbst lebt, das ist das Konzept des Projekts, das der Architekt Junya Ishigami für den Serpentine Pavilion realisiert hat.
Der natürliche Kontext, die Umgebung, in der sich das Gebäude befindet, ist immer ein integraler Bestandteil seiner Projekte. Beispiele sind seine berühmtesten Werke: der künstliche See von Rizhao in China und die Umpflanzung von mehr als dreihundert Bäumen im Wald von Tochigi in Japan. Zusammen mit diesem gibt es in allen Werken des japanischen Architekten, auch in den einfachsten und poetischsten, echte technische Herausforderungen und Überlegungen zur Rolle des Menschen in der Architektur. Der Architekt ist in der Tat bekannt für seine experimentellen Strukturen, die die Bauweisen der traditionellen Architektur interpretieren und Naturphänomene widerspiegeln. Für den Serpentine Pavilion verwendete Junya Ishigami als Hauptmaterial für den Bau: Schiefer, und wurde von dem architektonischen Element par excellence inspiriert: dem Dach. Das Dach erfüllt das primäre Bedürfnis des Menschen in der Architektur: Schutz, Schutz vor Naturphänomenen und deren Auswüchsen. Diese Überlegung wird von einer zweiten begleitet: Dächer und insbesondere Schieferdächer sind weltweit weit verbreitet. Ausgehend von diesen Reflexionen entwarf der Architekt eine Struktur, die direkt aus dem Boden des Gartens vor der Serpentine Gallery hervorgeht, wie ein Felshügel aus einem Rasen. Die Struktur geht von der natürlichen Morphologie des Bodens aus, um sich dann auf schlanken Säulen zu erheben und wird zu einem einzigen großen Baldachin aus Schieferplatten. Junya Ishigami sucht die Harmonie zwischen den vom Menschen geschaffenen Strukturen und denen der Natur, das Innere des Pavillons erinnert an eine natürliche Höhle, ein Refugium für die Kontemplation. Gleichzeitig spielt der Architekt mit den Wahrnehmungen der Betrachter, denn die ganze Materialität des Steindaches aus der Nähe wirkt dann aus Ferne betrachtet wie ein einziger schwebender und leichter Stoff, der bei der leichtesten Brise flugbereit ist.

(Agnese Bifulco)

Date: 21 June - 6 October 2019
Architect: Junya Ishigami + Associates
Location: Serpentine Gallery, London, UK
Photography © 2019 Iwan Baan, John Offenbach, Norbert Tukaj, Taran Wilkhu
www.serpentinegalleries.org


Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×