26-08-2002

Sebastian Irarrazaval Delpiano (mit Guillermo Acuña Rivas)
drei Chilenische Häuser

Mathias Klotz,

Ville, Landschaft, Sport & Wellness,

Modern,

Holz,

Im kürzlich für Floornature von Marco Casamonti realisierten Interview erklärte Mathias Klotz - der momentan bekannteste und meistveröffentlichte der jungen chilenischen Architekten - die Eigenart der Architektur seines Landes mit der Synthese zwischen dem Erbe der Modernen Bewegung und der Aufmerksamkeit für konstruktive Techniken und traditionelle Materialien, in Einklang mit der außerordentlichen Schönheit einer Landschaft, deren Großartigkeit er bewunderte, deren Zerbrechlichkeit er aber zugleich unterstrich.



Sebastian Irarrazaval Delpiano (mit  Guillermo Acuña Rivas) <br> drei Chilenische Häuser Die Entstehung der folgenden zwei Wohnhäuser, bei denen der Einfluss der rationalistischen Architektur deutlicher zu sein scheint, ist anders.
Casa Caballero (1997) und Casa en Las Palmas (1998) sind denn auch durch eher stereometrische und essentielle Formen charakterisiert, wobei, während die Beziehung zur Landschaft und die Verwendung von Holz der Casa Melocoton weiter bestehen, die ästhetische Komponente wie ausgetrocknet, abstrakter und minimaler erscheint.
So wählt Casa Caballero für seine komplexen beieinanderliegenden Volumen absolutes LC - Weiß, wobei die Verwendung der Wand als abstrakte geometrische Fläche vorherrscht: vollkommen leer und entblößt, zur Aufnahme der Öffnungen dienend, geschieht es in einigen Fällen, dass sie im Verhältnis zu den Volumen überhand nimmt, indem sie auf die veränderliche und unruhige Landschaft der Patagonischen Kordillere hinaus gerichtete Portiken und Terrassen bildet.
Dieser Prozess einer progressiven Abstraktion findet dann in der Casa en Las Palmas seine vollkommenste Synthese: auch sie eine klare Huldigung an LC der rationalistischen Periode, mit einer Zufahrtsrampe und pilotis, während die Einfachheit der Raumaufteilung im weißen Holz ihre Verstärkung findet.
Aus dem Werk von LC ist jedoch die fundamentalistischste, strengste und kälteste Komponente nicht vorhanden: auf der Suche nach einer Bezugnahme zur Außenwelt ist das Haus en Las Palmas nämlich innen in natürlichem Holz gehalten, eingeschlossen die Räume, die auf die Landschaft gehen.
Die Wirkung ist daher intimer und vertrauter, ohne jegliche puristische Übertreibung: eine Art gemütlicher Behälter, in dem der Raum mehr zum meditierenden Bewundern der Landschaft als zum nötigenden Eingreifen in das natürliche Element gedacht ist.

Die großen gegen die faszinierende Landschaft von Bergen, Wiesen und Kakteen offenen "Schnitte", das Vorhandensein der Aussichtsterrassen und die extreme Strenge der Innenräume - in denen die Präsenz der Lichteinschnitte in den Decken vielleicht dem Werk von Silvestrin und Pawson zu verdanken sind, insbesondere von Villa Neuendorf auf Mallorca - werden also zu den Elementen, die es der Architektur erlauben, sich mit der Umgebung in Bezug zu setzen, und zwar nicht mehr im Sinne einer Tarnung, sondern vielmehr auf dem Wege jenes Willens zur Vermenschlichung - mehr als zur Verstädterung - des Territoriums, was Klotz als das hauptsächliche Erbe des großen rationalistischen Meisters Marcel Breuer anerkannte.

Elena Franzoia

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