22-07-2019

Schweden COBE entwirft neues Museum als Ikone der Nachhaltigkeit

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Lund, Sweden,

Museen,

Holz,

Der Entwurf des dänischen Büros COBE gewinnt den internationalen Architekturwettbewerb für den Bau des neuen Wissenschaftsmuseums der Universitätsstadt Lund in Schweden. Das Ende der Bauarbeiten für das Museum ist auf 2024 programmiert. Der Holzbau mit null CO2-Emissionen ist dazu bestimmt, weltweit zu einer Ikone der Nachhaltigkeit zu werden.



Schweden COBE entwirft neues Museum als Ikone der Nachhaltigkeit

Die Woche von Almedalen, die jeweils in der 27. Woche des Jahres auf der Insel Gotland in Schweden stattfindet, ist eine Veranstaltung, auf der sich die wichtigsten Vertreter der schwedischen Politik, Organisationen und andere Interessengruppen treffen, um über Politik und Gesellschaft zu diskutieren. Der Event wurde eher zufällig 1968 ins Leben gerufen und ist mit der Zeit zu einem fixen Termin herangewachsen. In diesem besonderen Rahmen wurde das Projekt für das neue Wissenschaftsmuseum Science Center vorgestellt. Es wird das Angebot des Science Village Scandinavia in der Universitätsstadt Lund vervollständigen. Das Projekt stammt vom Architekturbüro COBE, das der Architekt Dan Stubbergaard 2006 gegründet hat. Er zeichnet für maßgebende und zu Ikonen gewordenen Projekte, wie zum Beispiel das Ragnarock Museum für Rockmusik in Roskilde, Dänemark, das er gemeinsam mit MVRDV entworfen hat.

Lund ist eine Universitätsstadt in Südschweden, in der Vergangenheit und Zukunft aufeinandertreffen. Die Stadt hat eine alte Geschichte, die auf das 10. Jahrhundert zurückreicht, ist aber auch ein bedeutendes, großes Zentrum für internationale Forschung mit einem neuen Stadtteil, dem Science Village Scandinavia, das nach dem Masterplan von COBE errichtet wurde. Im neuen Quartier werden bereits die Sitze wichtiger Hightech-Institutionen gebaut, u.a. das ESS (European Spallation Source), ebenfalls nach den Entwürfen von COBE, oder das MAX IV. Zwei Institute, die im Bereich der Neuronen- und Röntgenstrahlenforschung engagiert sind, die auf ein breites Spektrum an Sektoren angewendet wird (Medizin, Raumforschung, Kunststoff, Energie, Motoren, Transporte, Information, Telekommunikation und Biotechnologie).
Das neue Museum wird zwischen den Gebäuden des ESS und des MAX IV errichtet. Es ist zweistöckig und hat eine Gesamtfläche von 3.500 qm mit Ausstellungsräumen, Galerie, Werkstätten, Shop, Restaurant, Auditorium, Büros, Empfangsbereichen und entsprechenden Serviceräumen. In diesem Zusammenhang wird das Museum eine entscheidende Rolle für Laien spielenund dazu beitragen, die nationale und internationale Stellung von Lund als maßgebliches Kultur- und Forschungszentrum zu festigen. Durch Veranstaltungen, Vorträge, temporäre und Dauerausstellungen wird das Museum selbst als Kommunikationsträger bei der Öffentlichkeit, Kinder miteingerechnet, tätig sein, wenn es um die Entdeckungen und Ergebnisse im Bereich der Naturwissenschaften und der Forschung im ESS, beim MAX IV und an der Universität von Lund geht.

Nachhaltigkeit und klimafreundliche Lösungen ohne CO2-Emissionen sowie hohe Energieeffizienz sind die Grundprinzipien, denen die Architekten bei der Planung gefolgt sind und die dazu geführt haben, dass sie sich für Holz als vorherrschendes Baumaterial entschieden. Die Architektur des Gebäudes soll der Förderung der Naturwissenschaften und der Forschung dienen, indem sie auch allgemein interessante und spielerische Aspekte nutzt. Das Dach des Museums zum Beispiel wird eine 1600 qm große, konkave, mit Sonnenkollektoren bedeckte Fläche sein, ein großer Sonnenenergiepark, aber auch eine Aussichtsterrasse mit Attraktionen für das Publikum. Auf dem Dach werden nämlich energetische Fahrräder zur Verfügung stehen, auf denen die Besucher in die Pedale treten und zur Energieerzeugung beitragen können. Im Erdgeschoss beginnt im großen, runden Eingangsbereich der grüne Weg, der das Museum mit zwei benachbarten Parks in Verbindung setzt. Hier wird es speziell ausgewählte Pflanzen, Blumen und Bäume geben, die Insekten anziehen, die Biodiversität stimulieren und zur Absorption von Kohlendioxid beitragen.

(Agnese Bifulco)

Project Credits:
Location Lund, Sweden
Client: Science Village Scandinavia AB
Architect: COBE
Engineer: WSP
Program: Museum
Floor space: 3,500 m²
Status: The project was decided in a competition among four architectural firms. The Science Center is scheduled to be completed in 2024.


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