17-08-2010

Saucier+ Perrotte im Scandinave Les Bains Vieux

Saucier + Perrotte,

Marc Cramer,

Montréal, Kanada,

Sport & Wellness,

Glas, Holz,

Die Spa des Scandinave Les Bains Vieux ist ein Weg, der einem die Vorzüge der Wassertherapie näher bringt, die die Innenarchitektur anhand der Folge von niemals gleichen Wänden und Fußböden vermittelt, denen das Büro Saucier+ Perrotte einen ganz persönlichen Touch verliehen hat.



Saucier+ Perrotte im Scandinave Les Bains Vieux Beim Nachdenken uber die Nutzung der Thermalstrukturen heute, hat das franzosische Buro Saucier+ Perrotte in Montreal das Scandinave Les Bains Vieux entworfen, das sich nicht darauf beschrankt, alle die Dienstleistungen anzubieten, an deren Besuch das breite Publikum mittlerweile gewohnt ist, wie Sauna, turkisches Dampfbad, Hydromassagewanne, Becken mit unterschiedlichen Temperaturen, Massageraumen und Ruhebereich, sondern hier werden diese organisiert nach einem Layout, das sie als Teile eines Weges konzipiert. Die Planer haben in der Tat beschlossen, ein einziges Ambiente zu schaffen, damit der Anwender wahrnimmt, dass das Wohlbefinden aus dem Zusammenspiel vieler Behandlungen entsteht und damit der Nutzer beim Verlassen der einen naturlich dazu gebracht wird, einzutreten und die anderen zu probieren.
Dieses Ambiente hat einen L-formigen Grundriss, der die Grenzen des Gebaudes markiert, so dass an einigen Stellen die Au?enwande aus transluzenten satinierten Verglasungen bestehen, durch die das Tageslicht sanft eindringt, um den Raum ausreichend zu erhellen. Von Au?en kann man au?erdem sich bewegende Schatten sehen und die Prasenz von Personen und der Aktivitaten im Inneren erahnen.
Auch wenn die Wellness-Strukturen alle entlang des L-formigen Korridors angeordnet sind, sind die Eingange zu jedem Bereich getrennt, um den Schutz der Privatsphare zu garantieren. Diese Wahl dient dem Wohlbefinden des Anwenders und fuhrt ihn zu den Angeboten, ohne deren Nutzung zu oktroyieren und lasst dem Hauptweg viel Platz.
Wenn man die Umkleideraume verlasst, dann gabelt sich der Weg: In einer Richtung gelangt man zur Bar und zur Ruhezone, in der anderen beginnt der Wellness-Weg mit   Fu?boden und Wanden aus wei?em Marmormosaik. Hinter einer langen Wand ist der Eingang zur Sauna versteckt: Die Planer haben beschlossen, sie mit warmebehandeltem gelbem Pappelholz zu verkleiden und sie mit Lichtklingen zwischen der Vertafelung zu beleuchten. In Folge drei halbrunde Raumlichkeiten: Das turkische Dampfband aus Keramikmosaik, die kalte Dusche mit einer einfachen Wand aus halbtransparentem Polymer und das Kaltwasserbecken. Wenn man weitergeht bis zur Hydromassagewanne, dann stammt der Gro?teil des den Raum erhellenden Lichts von der transluzent verglasten Ruckwand, durch die externe Schatten einfallen und zum Buhnenbild der Entspannung gehoren.
Um den Flureffekt zu vermeiden, ist das L des Weges nicht von langen senkrechten Mauern markiert, sondern von der Abfolge kurzer und leicht angewinkelter Wande die die Vision bewegen und bereichern, begleitet von sanften Neigungsanderungen im Fu?bodenbelag. Besonders beeindruckend ist die Verwendung des brasilianischen Nussholzes fur die Decken, ein sehr dunkles Holz mit vielen Abstufungen, das den Kontrast zu dem Wei? des Wandmosaiks schafft: Indem er den Anderungen der Wande in der Diagonalen folgt, andert sich die Decke in der Neigung der Tafeln und erzeugt somit einen weiteren dynamischen Effekt.
Die Warme- und Wassertherapie haben ihre Zeichen und in der Gesellschaft der Gegenwart hat die Architektur dieser Orte eine eigene kompositorische Sprache erlangt, die bei der Wahl der Einrichtung ins Detail geht, vor allen Dingen bei der Verkleidung. In diesen Raumlichkeiten hat der Anwender einen konstanten Kontakt mit den Verkleidungen, die nicht nur die Zeichen des Ortes sind, sondern das erste Elemente der raumlichen Wahrnehmung. Der wei?e Marmor, die gelbe Pappel, die Keramiksteine, das brasilianische Nussholz, das transluzente Glas sind optische Botschaften, die gewahlt wurden, um dieses Projekt von den unendlichen und gleichformigen Wellnesszentren der Welt zu unterscheiden.

von Mara Corradi

Entwurf: Saucier + Perrotte Architects (Gilles Saucier, Andre Perrotte, Jean-Philippe Beauchamp, Anna Bendix, Trevor Davies, Yves De Fontenay)
Tragwerksplanung: Stavibel
Elektrik und Mechanik: Leroux,Beaudoin, Hurens et associes
Bauherrin: Gestion Riviere du Diable
Ort: Montreal, Quebec (Kanada)
Gesamtflache: 930 m2
Baujahr: 2009
Fu?boden und Verkleidungen der Spa in Mosaik aus wei?en Marmor
Fu?boden des Ruheraums und die Decken aus brasilianischem Nussholz
Verkleidung der Sauna aus thermobehandelter Gelbpappel Peuplier
Verkleidung des turkischen Dampfbads in Keramik
Fotos: Marc Cramer
www.saucierperrotte.com
www.scandinave.com/fr/montreal/

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