15-06-2010

Sancilio: Neuer Wohnungsbau in Bari

Studio Sancilio,

Pietro Savorelli,

Bari,

Residenzen, Housing,

Metall, Glas, Zement,

Porcelaingres, GranitiFiandre,

Der Stadtrand von Bari ist Gegenstand eines umfassenden Wohnungs- und Dienstleistungsbauprojekts, das vom Büro Sancilio entwickelt wurde. Die Größe der Arbeit, die um einen zentralen Platz organisiert und in eine weitläufige Grünanlage eingebettet ist, verfügt über 350 Wohnungen sowie Geschäfts- und Bürobereiche, die sich von den anliegenden intensiven Siedlungen durch den Rhythmus des Fassadenmusters und die Liebe zum Detail bei den Endverarbeitungen auszeichnen.



Sancilio: Neuer Wohnungsbau in Bari Das Stadtviertel Poggiofranco in der Peripherie von Bari war Gegenstand eines gro?en Sozialwohnungsbauprojekts, bei dem eine Flache von 40.000 Quadratmeter in der Nahe der Stadtumfahrung involviert wurde. Das Ziel, Wohnungsbauten (mit subventioniertem, begunstigtem und konventioniertem Wohnbau) und nicht zu Wohnzwecken genutzten Raum wie Buros und Ladenlokale zu organisieren, basierte auf eine Bauphilosophie, die an der Suche nach aktiven und wandelbaren Vierteln orientiert ist, wo die Verflechtung der offentlichen und privaten Funktionen vorrangig Dynamik und Vitalitat garantieren soll. Eingelassen in das Umfeld musste das Projekt die Schwierigkeit eines Grundstucks mit unregelma?iger Form behandeln, wo der offene Raum des Platzes mit dem privaten Raum der Wohneinheiten und den Bereichen fur die Anwohner zu verbinden war. Indem die Geometrie des Gelandes genutzt wurde, haben die Planer um den Platz das Buhnenbild des Viertels errichtet, um diesen nicht einfach nur im Hinblick auf seine primare Wohnfunktion zu prasentieren, sondern auch als Mittelpunkt des Viertels selbst, das sich um das Grundstuck entwickelt und das sich – aufgrund der neuen Bebauung - noch nicht gebildet hatte. Als Kulissen fur die Buhne des Platzes fungieren auf der einen Seite der verglaste Buroturm und die anliegenden Wohnungen und auf der anderen Seite eine gro?e Wohnbauanlage, die sich als Gruppe von Turmen entwickelt, deren Erdgeschoss mit Pfeilern und Glaswanden den Unterbau bilden. Uber diesem leichten Sockel erheben sich die Wohnungen auf 13 Stockwerken: Als Einfamilienhauser konzipiert, ist die fur jede Einheit vorgesehene Flache fast gleichma?ig zwischen Innenraum und Terrasse aufgeteilt. Das Muster der Terrassen folgt dem Grundriss der Turme, es lauft sich von Turm zu Turm hinterher und erzeugt einen schonen Rhythmus in der Fassade, wo das Spiel der so entstehenden vollen und leeren Flachen die Wiederholung des Wohnmoduls bereichert, das in sich das Risiko der Entfremdung tragt. Die weitlaufige Terrasse jeder Wohnung ist ein notwendiges Element, um einen der Vorteile des Randgebietes zu nutzen, bzw. die zur Verfugung stehende offene Landschaft.
Mit einem theatralischen Coup offnet sich die Anlage in der Mitte in einen Korridor, der als optischer Kegel dient: Von dem Platz aus ist es somit moglich, einen Blick auf die privaten Garten der Wohnanlage und umgekehrt zu haben. Ein gro?er, als Garten gestalteter Bereich offnet sich hinter dem Gebaude, mit Spielplatzen, Gelegenheiten zum Skateboard- und Rollschuhfahren, Radwegen und Wasserbecken.
Die Qualitat der Arbeit wurde durch die Wahl der Details erganzt, die in den Metallelementen der Fassaden, wie den Gelandern und Vordachern - realisiert nach dem Entwurf der Planer - und in den Boden und Verkleidungen, die direkt von den Unternehmen verfolgt wurden zu sehen ist, und wo der Wechsel der Themen und Dekorationen das Interesse bezeugt, diese Arbeit markieren und von den Konstruktionen der Umgebung abheben zu wollen.
Im Sinne einer Vermittlung zwischen dem ausgesuchten Design, der Funktion und der praktischen Instandhaltung wurde fur den Fu?boden der offentlichen Flachen das Steinzeug Porcelaingres der Woodstone Collection verwendet, in der naturlichen Oberflache des African Wenge und im gro?en Format 120x30, mit dem die Verkleidungen Oltimer und Rupas aus der gleichen Produktion kombiniert wurden, mit verschiedenen Dekorations- und Farbthemen, um de Gemeinschaftsraume und Empfangsbereiche aufzuwerten. Auch fur die Fassaden der Wohnungen wurde eine Steinzeugverkleidung gewahlt - aufgrund der Strapazierfahigkeit des Materials und der umfassenden thematischen Auswahlmoglichkeit: In diesem Fall wurde im Katalog GranitiFiandre Pietra Dorata gewahlt, ein Material mit zarten Abstufungen, das den Kontrast zu den gro?en Glaswanden des Unterbaus bildet. Bei dem Buroturm wurden die Glasflachen durch die Verbindung mit Rupas erganzt, einem Steinzeug von Granitifiandre mit intensiven naturlichen Farbstufen, die den High-Tech Effekt des Glases und des Aluminiums ausgeglichen.
Mit einer glucklichen Kombination zwischen den sprachlichen Wahlen internationaler Reichweite, wie Glas und Metall, und den Wahlen mit stark italienischer Pragung wie das Feinsteinzeug aus der landestypischen Tradition mit den vielseitigen Ausdrucksmoglichkeiten, mochte diese Arbeit ein fester optischer Bezugspunkt in einer im Wandel begriffenen Umgebung sein.


Urbanistische und architektonische Gestaltung und Bauleitung: Studio Sancilio Ingegneri e Architetti Associati
Ort: Bari (Italien)
Bauherr: IACP Bari
Konventioniert: Consorzio Sviluppo e Costruzioni
Anlagentechnik: Ingegneria & Servizi S.r.l.
Tragwerksplanung: Studio Costa Ingegneri Associati – Studio Gruppo Cinque
Lieferanten:
Vordach und Gelander erster Stock: Colella & Partners
Durchgehende Fassaden: Coesi
Balkonbrustungen: Sites
Turen und Fenster: F.lli Cramarossa
Grundstucksgro?e:40.000 m2
Ende der Bauarbeiten: 2010
Stahlbetontragwerk
Fassaden aus Aluminium und Glas
Fu?boden der Eingangshallen, Gange und Aufzuge aus Feinsteinzeug Woodstone Collection African Wenge (120x30): Porcelaingres
Verkleidungen der Eingangshallen aus Feinsteinzeug der Kollektion Oldtimer (60x60): Porcelaingres
Verkleidungen im Erdgeschoss und der Buros aus Feinsteinzeug Rupas (30x60): Porcelaingres
Externe Verkleidungen der Wohnungen aus Pietra Dorata 60x40 der Kollektion New Stone: Granitifiandre
Fotos: Pietro Savorelli

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