13-10-2006

Reversible destiny lofts. Tokyo. Shusaku Arakawa und Madeline Gins. 2005

Sport & Wellness, Loft, Wohnung,

Zement,

Messen,

In Mitaka, an der Peripherie von Tokio, ist ein Wohngebäude mit neun Apartments realisiert worden, nach einer Idee der japanischen Architekten und Künstler Shusaku Arakawa und Madeline Gins. Die hierbei angewandten Kriterien als ¿originell¿ definieren, ist schon fast zu wenig.



Reversible destiny lofts. Tokyo. Shusaku Arakawa und Madeline Gins. 2005 Der Vorschlag eines "Hindernis-Hauses" hat etwas Unwahrscheinliches. Hier ist jedes Element so angeordnet und konzipiert, das es nicht bequem ist. Shusaka und Madeline haben sich von der Theorie inspirieren lassen, die bereits in den 60er Jahren entwickelt wurde und nach der die Umgebung, in der wir leben, unseren Lebensstil stark beeinflusst. Soweit also nichts Neues, und auch die Architectural Body Research Foundation hat Fachleute der unterschiedlichen Richtungen damit beauftragt zu beweisen, dass ein aktiver Geist die Lebensqualitat verbessert.
Aber die Reversible Destiny Lofts wollen uber diese Voraussetzung hinaus gehen und das Leben komplizieren mit einem Ambiente, in dem alles unlogisch, unbequem und von unseren Gewohnheiten entfernt ist und obendrein gegen die Harmonieregeln versto?t.
Jede Wohnung ist aus Betonblocken unterschiedlichster Formen hergestellt, die bereits zusammen gebaut sind, aber umpositioniert werden konnen.Auch ihre kraftigen Farben, die in Kontrast zueinander stehen, rufen uber langere Zeit Unbehagen hervor, wahrend die schragen Fu?boden und die engen Durchgange zu Bucken und Beugen zwingen, in standiger korperlicher Betatigung.
Die Adressaten sind vor allem altere Menschen, bei denen der geistige und korperliche Niedergang - nach Aussagen der Planer - eben durch diese Art von "Stress" verhindert werden soll.
In diesem Ambiente gibt es also weder Raumgefuhl noch Ausgewogenheit, wie es sonst bei der Gestaltung der Wohnraume der Fall ist. Blau, Gelb, Rosa, Rot und andere sehr knallige Farben bedecken die mal eckigen, mal runden Formen des Gebaudes und erinnern an das Bild von Spielzeugschachteln.Das Innere ist mit einem Esszimmer mit einer kornigen Mauer, einer nach innen gerichtet Kuche und einem konkaven Buro organisiert.Es gibt auch eine Veranda, aber um zu dieser zu gelangen, muss man sich bucken oder auf dem Bauch rutschen, denn die Tur ist klein und schmal.
Aber das ist noch nicht alles: Um in dieser Wohnung leben zu konnen, braucht man ein hervorragendes Gedachtnis, den beispielsweise die Lichtschalter sind vollig unlogisch angebracht und es gibt keinerlei Beziehung zwischen dem zu beleuchtenden Raum und deren Unterbringung. Auch fur die Einrichtung gibt es wenig Platz, um auf diese Weise nach der Suche alternativer Losungen angeregt zu werden.
Die Wohnungen wurden im Oktober 2005 fertig gestellt und erstaunen noch mehr, weil sie doppelt so viel wie normale Unterkunfte kosten, namlich circa 360.000 Dollar!Es handelt sich aber in jedem Fall nicht um die erste Realisierung dieses Typs: Bereits vor 10 Jahren haben die beiden Architekten einen Park in Gifu, ebenfalls in Japan, entworfen, der sich an den gleichen Grundsatzen inspirierte.

Laura Della Badia

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