20-03-2015

Pezo von Ellirichshausen haben das Gina House in Llacolen (Chile) vollendet

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Man spürt den Einfluss des Werks Solo Pezo in Cretas im neuen Projekt Guna House in Llacolen (Chile), ebenfalls aus der Hand des chilenischen Büros Pezo von Ellrichshausen. Die Architektur von Pezo von Ellrichshausen stellt sich in Kontrast zur Natur, wobei aber die kühne geometrische Konstruktion von Guna House auch deren Aufwertung sucht. 



Pezo von Ellirichshausen haben das Gina House in Llacolen (Chile) vollendet

Guna House des jungen chilenischen Büros Pezo von Ellrichshausen ist eine direkte Folge des vorhergehenden Projekts, Solo Pezo, das 2013 in Cretas, Spanien, fertig gestellt wurde. Das Programm der Solo Houses hat im Jahr 2009 begonnen und sah bedeutende Architekten aus aller Welt damit beschäftigt, intelligente Lösungen für das Wohnen zu schaffen, ohne dass es einen Bauträger gab, um neuen Hypothesen für das Wohnen aufzustellen. Im Jahr nach dem Beginn des Projekts für Solo Pezo, haben Mauricio Pezo und Sofia von Ellrichshausen mit der Arbeit am Guna House begonnen: auf einer Landzunge, die bis zur Lagune von Llacolen, in San Pedro de la Paz in Chile, abfällt. Der Bauträger war in diesem Fall eine echte Person, der Bauunternehmer selbst. Das Konzept einer zeitgenössischen Variante des Hofhauses fügt sich also in eine Situation der echten Nutzung und Funktion ein, wo der Kunde in einem Bauwerk leben möchte, das auf einem steilen Hang steht, der zum Wasser hin führt und von Eukalyptusbäumen umgeben ist.

Wie bei jedem Werk von Pezo von Ellrichshausen ist die Beziehung zum Umfeld von wesentlicher Bedeutung, nicht so sehr bezogen auf die Besonderheiten der Merkmale, sondern im Hinblick auf die tägliche Präsenz. Guna House, wie Solo Pezo, ist ein extrovertierter Aussichtspunkt, dank der vier Seiten des regelmäßigen Prismas, die auf die Natur blicken. Es ist aber auch introvertiert, wenn die hohen Fenstertüren die Räume der Beletage auf den Hof hin öffnen. Wie bei den venezianischen Wohnhäusern am Wasser, so hat auch Guna House eine Beletage, die der Betrachtung der Lagune dient. Das Haus will aber kein goldener Zufluchtsort sein, dessen Hintergrund von der Landschaft gebildet wird, sondern es tritt in Gegensatz zu dieser, in einem neu aufgelegten Machtstreit zwischen Menschengemachtem und der Natur. 
Die bauliche Lösung sieht eine Beletage mit einem quadratischen Grundriss von 20 Metern pro Seite, der auf einer kleineren Basis ruht, die nur 8,5 Meter pro Seite misst und sich in der Mitte befindet. Der Grundriss des Unterbaus entspricht dem des zentralen Hofs im Obergeschoss und kreiert somit eine Beletage, die komplett auskragend ist, mit einem Vorbau von ca. 6 Metern pro Seite. Entlang dieses viereckigen Rings entwickeln sich alle Räume des Tages- und Nachtbereichs, wie bei dem Objekt Solo Pezo. In Spanien hatten sie die kühne Lösung eines Umfangsrings getestet, in dem sowohl die Wohnräume als auch die Bewegung zwischen diesen angesiedelt war. Eine Hypothese, aufgrund der wir das Haus als ein Experiment beschrieben haben, das in der Lage war, das Konzept des Innenraums in der Architektur selbst in Frage zu stellen. Beim Guna House lässt die Notwendigkeit einer stärkeren Abschirmung der Räumlichkeiten einen Flur zwischen dem Innenhof und den externen Räumen einfügen, wodurch jedes Zimmer mehr in sich selbst geschlossen ist. Die Beziehung zwischen Draußen und Drinnen und umgekehrt wird bewahrt durch die Vervielfältigung der Türen und Fenster, die die Neugier auf die Aussicht steigern, die der gesamten ideellen Anlage des Hauses zu Grunde liegt. Quadratische Module, wie die Zimmer und die gesamte Etage, dienen als Oberlichter auf dem Dach und im Boden der Beletage und liefern somit das Licht, das die beiden Ebenen miteinander verbindet.


Der Unterbau aus Beton der gesamten Struktur, in der sich die Bäder befinden, dient auch als externe Treppe für den Zugang zum oberen Geschoss. Tiefe Betonstufen wechseln sich mit den Treppenstufen ab und führen auf Höhe des Hofes: in einem als für den Umlauf dienenden Ort entsteht also ein Ort des Verweilens, wo man sich der Betrachtung des Wassers von einem höheren Standpunkt aus hingeben kann.

Mara Corradi

Entwurf: Pezo von Ellrichshausen (Mauricio Pezo, Sofia von Ellrichshausen)
Mitarbeiter: Diogo Porto, Joao Quintela, Lena Johansen, Cecilia Madero
Bauträger: Pablo Vasquez, Maria Paz Calderon
Ort: Llacolen, San Pedro de la Paz (Chile)
Tragwerksplanung: Luis Mendieta
Bebaute Fläche: 410 Quadratmeter
Grundstücksgröße: 3063 Quadratmeter
Planungsbeginn: 2010
Ende der Bauarbeiten: 2014
Metallfenster und Türen
Betontreppen
Fassaden aus Sichtbeton mit Glasschiebetüren
Schwarz gefärbte Betonstruktur
Deckenverkleidung aus gestrichenen Holzdielen
Keramikfußboden
Bildnachweis: © Pezo von Ellrichshausen

http://pezo.cl


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