20-10-2010

Peter Rich: Mapungubwe Interpretation Centre

Peter Rich,

Zimbawe,

Kulturzentrum, Freie Zeit,

Award,

Mit dem Projekt des Mapungubwe Interpretation Centre zeigt Peter Rich, dass die Architektur der Gegenwart nicht notwendigerweise sich selbst zum Bezugspunkt haben muss, sonder Spiegel der Landschaft und Bindeglied zwischen einer blühenden Vergangenheit und einer besseren Zukunft für die Bewohner sein kann.



Peter Rich: Mapungubwe Interpretation Centre 2009 in Barcelona mit dem World Building of the Year Award ausgezeichnet, hat das Mapungubwe Interpretation Centre die Aufmerksamkeit der Weltarchitektur auf eine archaologische Fundstatte gelenkt, die aus der Eisenzeit stammt und die sich an der Mundung des Shashe in den Limpopo befindet, wo Sudafrika an Botsuana und Simbabwe grenzt. Nachdem 1933 die Illustrated London News den Fund eines Grabes voller Beigaben bekannt gemacht hatte, forderten die Untersuchungen die Siedlungen einer alten und bluhenden Kultur zu Tage. Diese Fundstatten wurden 2003 zum Weltkulturerbe der Menschheit erklart. Die archaologische Fundstelle, im Mapungubwe National Park selbst gelegen, lebt heute in einem neuen Symbol auf, ein Kulturzentrum fur das Bewusstsein der lokalen Geschichte und der Landschaft, entworfen vom australischen Architekten Peter Rich, der kurzlich mit dem Honorary Fellow des American Institute of Architects ausgezeichnet wurde.  Er wollte eine Architektur realisieren, die eng mit dem afrikanischen Gebiet, mit der Kultur und mit den Baupraktiken des Volksstammes Ndebele verbunden waren, die er an der Universitat von Johannesburg vertiefen konnte. So realisierte er einen Bau, der nicht nur Zeugnis fur dies alles ist, dank der Anwendung der ortlichen Techniken und Materialien, sondern sich auch mit einer besonderen Intensitat in die Asthetik und die Zeichensprache der Landschaft einfugt und zu einem Treffpunkt und Studienort mit uberraschender Ausdrucksfahigkeit wird. 
An den Hangen eines Hochplateaus auf einem hugeligen und schier endlosen Gelande gelegen, das von wilden Baumsorten dominiert wird, untersucht die Anlage den Verlauf, um sich wiederum als naturliches Element einzufugen, mit einem deutlichen Willen der Mimesis und des Mimetismus. Organisiert wie ein Weg auf mehreren Niveaus, die verschiedene Konstruktionen durchqueren, verbunden uber erhohte Gehsteige, Trockenmauern und von Vegetation umgebenen Treppen, scheint das Mapungubwe Interpretation Centre selbst ein altes Fundstuck zu sein, das aus den Schichten des Gelandes emporragt: Die Kuppeln, die die verschiedenen Raumlichkeiten verbinden und wie eine einzige Sache aussehen lassen, erinnern an die vorgeschichtlichen Hohlen, mit den majestatischen und glatten Gewolben im Inneren und ungeordneten Ansammlungen von Steinen, die aus lokalen Steinbruchen stammen auf der Au?enseite. Die komplexe Geschwungenheit der Konstruktion gipfelt in den Kuppeln der Steinfragmente, die aussehen wie von der Zeit und der Natur abgetragene Berge, was einen uberraschenden Effekt der Integration zwischen Natur und Bau erzeugt. Eben diese Kuppeln sind dann die Verbindung mit der ortlichen Bevolkerung geworden: Die Steine aus Ton, aus denen die Bogen bestehen, wurde handwerklich vor Ort hergestellt von extra anhand eines wirtschaftlichen Unterstutzungsprogramms des South African National Parks, Bauherrin des Werks, ausgebildeten Personen.

von Mara Corradi

Entwurf: Peter Rich
Mitarbeiter: Lineo Leratholi (social programming), Desrae Dunn, Abdullah Abass (contract documentation), Anne Fitchett (materials research), Heinrich Kammeyer, Franz Prinsloo
Tragwerksplanung: John Ochsendorf (Massachusetts Institute of Technology, Structural Vaults), Michael Ramage (Cambridge University, Structural Vaults), James Bellamy, (Cambridge University Technical Services, Structural Vault monitoring and training), Henry Fagan and Mark Mallin, (Henry Fagan & Partnrs, Consulting structural and civil engineers)
Bauherr: SANParks (South African National Parks)
Ort: Mapungubwe National Park and World Heritage Site (Sudafrika)
Gesamtflache: 1948 m2
Au?enflache: 469 m2
Planungsbeginn: 2007
Realisierung: 2007-2009
Mauern aus Tonsteinen und lokalem Stein

www.peterricharchitects.co.za
www.sanparks.org

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