11-05-2007

Peter Lorenz. Sottolfaro. Triest. 2004

Peter Lorenz,

Triest,

Housing, Eigentumswohnungen,

Glas, Stahl,

Ein mutiges und provozierendes Projekt und von daher von vielen nicht verstanden und diskutiert: Sottolfaro ist eine Anlage mit 6 Wohnungen, die in Triest zu Füßen des Sieges-Leuchtturms steht, den imponierenden Werk des Triester Architekten Arduino Berlam, das auch als Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs dient.



Peter Lorenz. Sottolfaro. Triest. 2004 Das Werk setzt sich deutlich von der Architektur des Ortes ab und spielt mit der Asymmetrie und der Kombination der Volumen. Sottolfaro wurde skeptisch betrachtet und ist von vielen Burgern nicht verstanden worden. Das Gebaude entwickelt sich auf einem Grundstuck vor dem Meer, und zwar auf dem Hugel von Gretta und es scheint, als sei es vom Meer hypnotisiert, denn von seinen Zimmern aus muss man unbedingt das weite Wasser betrachten.
Die Besonderheit dieses Projekts ist die total unterschiedliche Weise, auf der seine beiden Gesichter konzipiert und realisiert wurden. Die Seite, die zum Golf hin schaut, ist sonnig, offen und hell. Die andere, nach Norden hin, hat sehr wenige Offnungen, um die Wohnungen vor dem Wind zu schutzen, der fast immer aus dieser Richtung weht. Von der Hauptstra?e aus, die sich nach Norden entwickelt, scheint die Anlage zu verschwinden, da man dessen Anwesenheit uberhaupt nicht bemerken wurde, wenn da nicht die Glasstruktur ware, in der sich der Aufzug befindet.
Die beiden ?Seelen? aber leben zusammen und bilden ein Gebaude mit einer entschlossenen Personlichkeit, das mit einem ausgepragten Individualismus bezogen auf das Umfeld versehen ist. Ohne Eingestandnisse an die Dekorationen zu machen, bevorzugen es seine nach Suden gerichteten Glasfassaden, mit der Asymmetrie und mit einer kontinuierlichen Variation der Dimensionen zu spielen, da sich der Bau in einer Reihe von mehr oder weniger langen Terrassen entwickelt, die zum Meer in blicken.
In seiner Nuchternheit, in der Klarheit und Linearitat ist Sottolfaro eine Stimme der Gegenwart in der bebauten Landschaft von Triest. Die Transparenz spielt hier zusammen mit der Linearitat eine wesentliche Rolle und verleiht der Anlage eine unglaubliche Leichtigkeit. Fur dieses Resultat ist die Verwendung von Glas und Metall grundlegend, auch wenn der Beton eine ebenso essentielle Rolle spielt und in der von Lorenz gewahlten hellen Tonart die Farben des Ortes und der Kalksteinarchitektur aufnimmt.
Lorenz, osterreichischer Architekt aus Innsbruck, hat auf diese Weise einem der wenigen Beispiel zeitgenossischer Architektur in Triest zum Leben verholfen, ohne dabei ein Wahrzeichen zu schaffen, sondern indem er die Sprache der Eleganz und der formalen Strenge gesprochen hat.

Laura Della Badia

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