22-05-2019

Paris la Défense Arena von 2Portzamparc

Christian de Portzamparc,

Nicolas Borel, Anthony Folliau, Christian De Portzamparc,

Paris,

Sport & Wellness,

Der Architekt Christian De Portzamparc hat mit seinem Studio 2Portzamparc die Paris la Défense Arena, das neue Hallenstadion von Racing 92, einer Pariser Rugby-Mannschaft, gestaltet. Nicht nur Rugby, sondern auch ein Rolling Stones-Konzert brachte 40000 Zuschauer zur Eröffnungsfeier in die Arena und testete ihre maximale Kapazität.



Paris la Défense Arena von 2Portzamparc

Wie viele Architekten können sagen, dass die Rolling Stones persönlich zusammen mit 40000 Fans bei der Einweihung ihres neuesten Projekts das Gebäude gefüllt und auf jede erdenkliche Weise auf die Probe gestellt haben? Nicht viele. Vielleicht nur einer, nämlich Christian De Portzamparc, der Name hinter der Idee und der Ausführung der Défense Arena, die Ende 2017 nach dreijähriger Bauzeit in Paris eröffnet wurde.

Die Paris la Défense Arena erhebt sich aus dem Stadtbild neben der Grande Arche im Stadtteil La Défense in Nanterre, an der Kreuzung der vier Hauptverkehrsachsen des Gebietes. Die Idee der Paris la Défense Arena entstand vor mehr als zehn Jahren aus einer Idee von Jacky Lorenzetti, Präsident des Rugby-Teams Racing 92, das in der französischen Spitzenklasse spielt. Das von Lorenzetti angeforderte erste Projekt betraf nur ein Indoor-Rugby-Stadion. Siebenundzwanzig Architekten wurden zu einem 2010 geladenen Wettbewerb gebeten, bei dem im folgenden Jahr De Portzamparc auserkoren wurde.

Aber was machen die Rolling Stones in einem Rugby-Stadion? Das Projekt wurde im Laufe der Arbeiten verändert, insbesondere um ein exklusiver Ort für Großveranstaltungen zu werden und damit seine Nutzungs- und auch Gewinnmöglichkeiten zu vervielfachen. Jetzt können Sie neben den Rugby-Spielen der Top14 auch Konzerte und andere wichtige Termine genießen. Um die Arena so flexibel wie möglich zu gestalten, hat De Portzamparc vorgesehen, dass die Rückwand, an der die Bühne montiert werden soll, hin und her bewegt werden kann, wodurch sich die Kapazität des Raumes, der von 10000 bis 40000 Personen reicht, ändert. Am Tag der Einweihung wurde die Paris la Défense Arena tatsächlich auf ihre maximale Leistungsfähigkeit getestet. Mit 40 Metern ist es das größte Hallensportstadion Europas und nach der Philippine Arena das zweitgrößte der Welt.

Der Wandel vom Sportplatz zum Konzertsaal dauert nur kurze Zeit: In nur elf Stunden wird der Kunstrasen mit großen Platten bedeckt, um das begehrte Parterre zu schaffen, das immer die motiviertesten Fans in Live-Shows begrüßt. Obwohl ein Konzert oder ein Spiel zweifellos besser ist, wenn man es aus der Nähe betrachtet, müssen sich diejenigen, die auf der Tribüne sitzen werden, keine Sorgen machen: Akustik, Sicht und Umluft wurden sorgfältig untersucht und optimiert. Für diejenigen, die nur sehr wenig sehen, kein Problem: Die Paris la Défense Arena wurde mit einem 1400 Quadratmeter großen Bildschirm ausgestattet. Um das beeindruckende Werk zu vollenden, wurden 31000 Quadratmeter Bürofläche auf acht Stockwerken mit HEQ- und LEB-Zertifizierung, einer Tiefgarage und einem Restaurant eingerichtet. Allein das Dach wiegt, um eine Zahl zu nennen, 6100 Tonnen.

Bei der Arbeit von Christian De Portzamparc wurde das doppelte ästhetische Bedürfnis, das ein Gebäude dieser Größe mit sich bringt, genauestens berücksichtigt: Von außen gesehen darf es nicht schwerfällig erscheinen, es darf nicht zu dominant sein, sondern muss sich in den Kontext integrieren. Gleichzeitig muss das Gefühl der epischen Unermesslichkeit, die Idee eines riesigen und umhüllenden Raumes den Zuschauer mitnehmen, der sich wehrlos in die Arena begibt. Um dieses Ziel zu erreichen, so De Portzamparc, genügte es, die organischen Linien, aus denen sich die Hülle des Gebäudes zusammensetzt, sorgfältig zu untersuchen. Ein weiteres markantes Element sind die "Schuppen" aus Aluminium und Glas, die die Seitenwände der Arena verkleiden und ihr Dynamik und Leichtigkeit verleihen. Aus diesen geordneten Reihen bieten bei Einbruch der Dunkelheit eine Vielzahl von bunten Lichtern ihre Show für diejenigen, die durch La Défense ziehen. Dreitausend LED-Streifen mit jeweils 16 Millionen Farben sind über unabhängige IP-Adressen verbunden und ermöglichen unendliche Lichtkombinationen. Am Ende ist die Paris la Défense Arena nicht nur ein Rugbyplatz oder ein Konzertsaal. Sie wird, sobald sie aufleuchtet, zu einem Identitätsmerkmal, zu einem Wahrzeichen, das in der Lage ist, den gesamten Kontext zu erhellen.

Francesco Cibati

Client: Racing Arena, Jacky Lorenzetti
Architect: Christian de Portzamparc
Project: 2010-2013
Realization: 2014-2017
Walking surface:51754 sqm
Field surface: 11000 sqm
Fotografie: Anthony Folliau, Nicolas Borel, Christian De Portzamparc
Acoustician: Avel Acoustique, Jean-Paul Lamoureux
Lighting technician: Paris Lighting, Jean-Pierre Touvret
Stage design: Theatre Projects Consultants, Findlay Ross
General contractor: VINCI Construction France - GTM Bâtiment
Technical inspection service: Veritas
HVACS Engineering Consultants: SNC LAVALIN
Structural Engineering Consultants: Structures Ile-de-France

http://www.2portzamparc.com/fr/


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