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Odile Decq &
Benoît Cornette


Biografie

Odile Decq & Benoit Cornette
 
Die französische Architektin und Stadtplanerin Odile Decq (1955) profiliert sich in der internationalen Architekturlandschaft durch zahlreiche eklektische Projekte, die sie gemeinsam mit Benoît Cornette (1953-1998) bis zu deren Tod durch einen Autounfall, in den auch Decq selbst involviert wurde, realisiert.
Die in Laval geborene Odile Decq hat Architektur an der Universität in Rennes studiert und ihr Studium 1978 an der Universität Pierre und Marie Curie in Paris vervollständigt. Im Folgejahr spezialisiert sie sich auf Stadtplanung am Institut für politische Studien in Paris.
Benoît Cornette studierte hingegen zuerst Medizin an der Universität in Rennes, zog danach nach Paris und diplomierte 1985 in Architektur an der UP6 (École d'Architecture Paris-La Villette).
1985 begann die Zusammenarbeit der beiden Architektinnen, die zur Gründung des Büros ODBC führte. Der gewählte Firmenname ist Akronym ihrer Initialen.
 
Das Büro ODBC (1985-1998)
 
Das Büro war hauptsächlich in Frankreich, anfangs mit Wohnbauten, Büros und öffentlichen Gebäuden, tätig. Aufgrund einer Reihe bemerkenswerter Projekte wurde jedoch schon bald die internationale Kritik auf die beiden Architektinnen aufmerksam. Zu den Projekten zählen der Geschäftssitz von Apple Computer France in Nantes (1990), der Geschäftssitz der Banque Populaire de l’Ouest in Rennes (1990, mit Peter Rice), die Autobahn-Einsatzzentrale in Nanterre (1996), der Hafen in Osaka - Japan (1997) und der Erweiterungsbau der Nationalgalerie in Dublin - Irland (1997).

Es ist insbesondere die Banque Populaire de L’Ouest e d’Armorique in Rennes, die den beiden Architektinnen internationale Anerkennung verleiht, denn das Projekt trägt rund zehn Preise davon. Wir erinnern hierbei an den internationalen Architekturpreis Andrea Palladio, den 9th International Prize for Architecture in London und den Prix Architecture et Travail in Rennes.
Die Arbeit des Büros hat vielfältige kulturelle und stilistische Bezüge, insbesondere „wird sofort die kulturelle Verbindung zum internationalen Panorama deutlich, die sich um die Architectural Association in London herausbildet (...) eine differenzierte, mobile und nicht in eine formensprachliche Richtung klassifizierbare Generation, die sich, eben gerade weil sie mobil und anders ist, durch einen ausgeklügelten experimentellen Eklektizismus auszeichnet“ (M. Bradaschia).

Nach dem frühzeitigen Tod von Cornette werden auch die Projekte des Forschungszentrums Saint Gobain in Aubervilles (1999) und die Umstrukturierung des Industriehafens von Gennevilliers (2001) fertiggestellt.
Mit zahlreichen öffentlichen Bauwerken gewinnt das Büro den Benedictus-Preis in Washington (1994) und vor allem den goldenen Löwen auf der 6. Internationalen Architekturausstellung der Biennale di Venezia (1996).
 
Projekte von Odile Decq seit 1998
 
Decq ist seit 2007 Direktorin der École spéciale d’architecture in Paris und hat mit dem eigenen Büro Odile Decq in den letzten zehn Jahren Werke wie das Restaurant Phantom in der Opéra Garnier in Paris (2011), das Museum für zeitgenössische Kunst Frac Bretagne in Rennes (2012), das Fangshan Tangshan National Geopark Museum, Nanjing in China (2015), den Verwaltungskomplex GL Events in Lyon (2014) und die Residenz Saint-Ange Residence in Seyssins (2015) verwirklicht.
Große internationale Beachtung findet der Erweiterungsbau des MACRO (Museum für zeitgenössische Kunst in Rom 2010).

Das 2001 in Auftrag gegebene Projekt auf einer Fläche von 2000 m² betrifft den Erweiterungsbau der vorhandenen Galerie (bereits Peroni-Brauerei) mit neuen Flügeln und einem neuen Gebäude, mit einem Saal für Ausstellungen und Filmvorführungen, einem Bookshop und einer großen Terrasse, die das Museum selbst überdeckt.  Bemerkenswert ist auch die leuchtend rote Farbe für den zentralen Teil des Museums (Auditorium).

Das Museum für zeitgenössische Kunst Frac Bretagne in Rennes (2012) ist eine Ausstellungsstruktur, die „dem Museum Macro stark ähnelt, erstens und hauptsächlich durch den rot lackierten „Meteoriten“, der sowohl in Rom als auch in Frankreich das Auditorium beherbergt (...) besonders interessant im französischen Museum ist hingegen der vertikale 30 m lange Schnitt, der das Volumen auf der gesamten Höhe, vom Boden bis zur Decke, durchzieht“ (P. Pierotti).

Wie die Architektin zum Frac erklärt, „reinterpretiert das gesamte Projekt die scheinbar unvereinbare Dualität zwischen der Tatsache, sich im Inneren einer städtischen Realität und der immateriellen Flucht, zwischen Natürlichem und Künstlichem, zwischen Schwere und Leichtigkeit, zwischen Schatten und Licht zu befinden“.
Decq ist auch auf dem Gebiet des Designs aktiv. Sie hat Beleuchtungs- und Einrichtungsprojekte signiert und diese auch für die eigenen Architekturprojekte entworfen.
2013 wird Odile Decq von Maison & Object zum „Designer of the Year” ernannt. Zudem ist sie seit 1997 Mitglied der französischen Architekturakademie, seit 2001 Komtur des Ordre des Arts et des Lettres und seit 2003 Ordensträgerin des Chevalier der Légion d'Honneur.
 
Büro Odile Decq: Berühmte Werke und Projekte
 
- Progetto di sviluppo del centro città, Saint Dizier (Francia), 2020
- New Cyprus Museum, Nicosia (Cipro), 2017
- Halle Totem, Montpellier (Francia), 2017
- Study Hall, Lione (Francia), 2017
- Le Cargo, Parigi (Francia), 2016
- Diagonal 0, Barcellona (Spagna), 2015
- Maison Bernanrd, Théoule-sur-Mer (Francia), 2015
- Confluence Institute, Lione (Francia), 2015
- Saint-Ange Residence, Seyssins (Francia), 2015
- Fangshan Tangshan National Geopark Museum, Nanjing (Cina), 2015
- Complesso residenziale Lille Pentania, Lille (Francia), 2015
- Complesso dirigenziale ed uffici GL Events, Lione (Francia), 2014
- Museo di Arte Contemporanea Frac Bretagne, Rennes (Francia), 2012
- Ristorante Phantom - Opéra Garnier, Parigi (Francia), 2011
- Espansione e ristrutturazione del Museo di Arte Contemporanea, Roma (Italia), 2010
 
Büro ODBC: Berühmte Werke und Projekte
 
- Ristrutturazione del porto industriale, Gennevilliers (Francia), 2001
- Installazione Vanishing black holes - une abstraction tactile per la Biennale di architettura di Venezia (Italia), 2000
- Ristrutturazione del Centro di Ricerche Saint Gobain, Aubervilliers (Francia), 1999
- Espansione della Galleria Nazionale d’Irlanda, Dublino (Irlanda), 1997
- Ponte e centro di controllo Autorute 14, Nanterre (Francia), 1996
- Complessi residenziali SIEMP, Parigi (Francia,) 1995
- Centro amministrativo della Banque Populaire de l’Ouest, Rennes (Francia), 1990
 
Offizielle Webseite
 
www.odiledecq.com


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