20-08-2014

Next Landmark 2014 zeichnet Mariela Apollonio für die Serie The Art Circle aus

© Mariela Apollonio,

Wettbewerbe,

NextLandmark,

Mariela Apollonio stellt in ihrer Fotosammlung The Art Circle Museumsdirektoren auf Podeste. Die 23 Bilder, die ebenso vielen Kuratoren berühmter Museen in der Welt zeigen, haben an dem internationalen Wettbewerb für Architektur und Fotografie Next Lardmark 2014 teilgenommen und dort die Kategorie Photography gewonnen.



Next Landmark 2014 zeichnet Mariela Apollonio für die Serie The Art Circle aus

Beim internationalen Architektur- und Fotografiewettbewerb Next Landmark 2014, der von Floornature organisiert wurde und nunmehr die dritte Ausgabe erreicht hat, wurde Mariela Apollonio mit dem Werk The Art Circle in der Kategorie Photography ausgezeichnet.

Welches sind die Mechanismen, die ein Werk zu einem Kunstwerk machen? Mariela Apollonio hat dies 23 Direktoren bekannter Museen in der ganzen Welt gefragt. In ihrer Fotosammlung The Art Circle werden die Direktoren, die in der Mitte des Bildes auf einem Podest stehend aufgenommen werden, ohne großes Zögern selbst zu Kunstwerken. Der Museumsleiter stellt sich auf ein Podest und zeigt sich dem Publikum genauso wie eine Skulptur oder eine Installation.

Die Direktoren lächeln uns an und – auch wenn Mariela Apollonio den Podest nicht sehr hoch gemacht hat – betrachten sie uns von ihrer privilegierten Stellung aus und sich der Ehre bewusst, auch der Ehre, den Weg für andere vorzugeben. Während das Verlagswesen zur Entmachtung der Verlagshäuser geht, was dem Medium Internet zu verdanken ist, wo jeder ohne die traditionellen Kompetenzfilter online veröffentlichen kann, behaupten die Museen ihre zentrale Rolle in der Welt der Kunst - indem sie erklären, dass es ohne Kunstmuseum keine Kunst gibt.

Die große institutionelle Revolution, die gerade durch das Aufkommen von Internet ausgelöst wurde, von den digitalen Katalogen bis zur weltweiten Reproduktion und Übertragung der Werke, ist bei einem grundlegenden Kapitel angelangt. Heute sind die Museen keine einfachen Orte des Wissens mehr, sondern sind zu Orten der Vergnügung geworden, sie sind übergegangen von Archiven zur Aufbewahrung der Kollektionen zu zeitgenössischen Behältnissen für “Wanderausstellungen”. Die Museen, zumindest die aktuellen und besuchten, identifizieren sich nicht mehr mit ihrem Fundus, sondern durch die vorgeschlagenen Ausstellungen, die immer wieder wechseln und mit Hilfe des Apparats der damit verbundenen Aktivitäten, von den Konferenzen hin zu Filmvorführungen, von Schauspielen hin zu Thementagen, von Schulprojekten hin zu Verschwisterungen mit anderen Institutionen. Und so wird der Standort Museum zu einem Nachrichtenportal über die Welt der Kunst, das Museum zeigt seine kulturellen Angebote, die je nach Altersklasse und Nutzer variieren – wie viele Fenster auf das heutige Kunstpanorama. Die Ausstellungen werden immer kürzer, um ihren Wechsel zu fördern. So als sei das Museum eine Zeitschrift, so wählt der Direktor seine Verlagslinie und vertraut den einzelnen Fachleuten die jeweiligen Sektoren an, es werden Freizeitbereiche angelegt und Wege auf verschiedenen Niveaus angeboten.


Mariela Apollonio schreibt: “The architecture is the framework in which the scene takes place and the scenario that dignifies the subject portrayed”. Diese Untersuchung bezogen auf die Kuratoren ist auch eine Untersuchung der Architektur, denn jede Aufnahme umrahmt nicht nur den Ausstellungsraum des Kunstwerks – in diesem Fall des Museumsdirektors, mit dem es sich identifiziert – sondern dessen ganze Welt. Die Architektur des Museums, also des Gebäudes, ist seine Welt und gleichzeitig sein Ausdrucksmittel. Der Kurator steht im Mittelpunkt seiner architektonischen Welt, verleiht ihr Bedeutung und interpretiert sie, indem er sie aus jedem Fenster mitteilt. Das architektonische Volumen ist in der Tat nicht besonders ersichtlich, man kann es anhand des Details erkennen, das das Bild einrahmt, aber Zweck ist nicht, dieses sichtbar zu machen, denn auch die Architektur nimmt beim Publikum das Bild an, was der Kurator vermitteln möchte: das Guggenheim von Frank O. Gehry in Bilbao wäre ein unentdeckter Meteorit, wenn es nicht im Mittelpunkt eines Kommunikationsprojekts seines Leiters stehen würde.

Mara Corradi

Bildnachweis: © Mariela Apollonio

fotografadearquitectura.com
www.elcirculodelarte.com


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