23-02-2010

Museum of Kanayama Castle Ruin: Kengo Kuma

Kengo Kuma,

Japan,

Museen,

Zement, Stein,

Im Museum der Burgruine von Kanayama in Japan hat Kengo Kuma ein dekoratives Steinmuster entworfen, das die Betonvolumen leichter macht. Die geometrische Komposition der Module erstreckt sich auf die Außenmauern, die Wände und die Innendecken, die Trennelemente der Räume und kreiert auf diese Weise die Identität der Architektur.



Museum of Kanayama Castle Ruin: Kengo Kuma

2006 hat die japanische Stadt Ota im Regierungsbezirk Gunma Kengo Kuma die Realisierung des Kulturzentrums anvertraut, das dem berühmten Schloss Kanayama aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts gewidmet ist.
Der Besucher ist in der Lage, die Bedeutung der ursprünglichen Konstruktion und deren historischen Wert zu erkennen, wenn er auch nur einfach durch die Ruinen der Mauern und der Steinböden der ehemaligen Burg läuft. Zu Füßen des Grundstücks steht heute auch das dem Baudenkmal gewidmete Museum, welches das Muster seiner Steine betrachtet und umsetzt, um sich in das historische und landschaftliche Umfeld einzufügen. Die Architektur von Kuma studiert ein zweidimensionales Muster aus Stein, das aus zwei Gestaltungsformen besteht, die integriert und multipliziert werden, um den Betonkörper - in dem die Kollektionen des Museums untergebracht sind und die Tätigkeiten stattfinden - komplett verhüllt. Diese Sprache sucht die Definition der Volumen anhand der geometrischen Dekoration der Oberflächen und so verringert sich die Wirkung des Zements, denn die Verkleidungslösung liefert eine bruchstückhafte Vision der Fassaden. Die Dekorationsteile sind unterschiedlicher Art, eines quadratisch, eines rechteckig, und sind so bemessen, dass ein Mensch es in der Hand tragen kann: “eingefasst” in einen Metallrahmen erzeugen die schmückenden Steine, welche die Mauern verkleiden, einen dynamischen Rhythmus und wenn sie sich über die Wand hinaus verlängern, wie beim Südeingang, dann betonen sie das Gefühl der Bewegung in der Fassade.Die Liebe zum Detail als Modul des Ganzen organisiert ein mathematisches definiertes Maschenmuster, von dem aus das Projekt komplett verwaltet wird.
Im Unterschied zu einigen Erfahrungen der Vergangenheit, bei denen Kengo Kuma die dekorierte Oberfläche benutzt hatte, um eine optische Beziehung zwischen der Baukunst und der Landschaft herzustellen, als nach außen heraufbeschwörender Schirm, wird die Dekoration bei diesem Gebäude ausschließlich als kennzeichnendes und symbolisches Element verstanden. Wo sie unterbrochen wird, da sind die Wände komplett verglast und die Ausstellungsräume und Werkstätten des Museums blicken frei auf den Garten oder den mit einfarbigen Pflastersteinen und Kies verkleideten zentralen Platz.Wie eine Kletterpflanze dringt das Muster auch in das Gebäudeinnere ein, wir finden es im Treppengeländer, an den Wänden, auf den Decken in den Räumen, wo es den Rhythmus der Lampen diktiert.Wieder ein Mal benutzt Kengo Kuma sein starkes planerisches Zeichen, um eine Architektur zu markieren, deren Kohärenz nicht von propagandistischen Exzessen zur Diskussion gestellt wird.
Mara Corradi

Projekt: Kengo Kuma & Associates
Auftraggeber: Stadt Ota, Regierungsbezirk Gunma
Ort: Ota, Gunma (Japan)
Tragwerksplanung: Oak Structural Engineering
Bruttonutzfläche: 1319,45 m2
Grundstücksgröße: 3318,69 m2
Beginn der Planung: September 2006
Beginn der Bauarbeiten: Oktober 2007
Ende der Bauarbeiten: Mai 2009
Tragwerk aus Stahlbeton
Steinverkleidung
Fotografie: ©Takeshi YAMAGISHI

www.kkaa.co.jp


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