13-10-2006

Museum M. H. de Young Memorial. Herzog & de Meuron. San Francisco. 2005

Herzog & de Meuron,

San Francisco, Kalifornien, USA,

Museen,

Kupfer, Zement,

Nur wenige Jahre nach seiner Eröffnung (1894) wurde das Museum von einem Erdbeben zerstört und 1989 nach dem Wiederaufbau 1921 erneut beschädigt.



Museum M. H. de Young Memorial. Herzog & de Meuron. San Francisco. 2005 Das de Young Museum von San Francisco, das den Namen seines Grunders, des Verlegers Michael H. de Young tragt, ist im Jahr 2000 geschlossen worden, doch scheint seine schwierige Existenz 2005 an einen Wendepunkt gelangt zu sein, als die neue Struktur nach dem Entwurf der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron fertig gestellt wurde.
Anfangs hatten die Planer an eine ?diffuse? Struktur gedacht: Eine Reihe von im Golden Gate Park zerstreuten Pavillons, in denen die verschiedenen Sammlungen untergebracht werden sollten, die fur verschiedene Kulturen stellvertretend sind. Es hat sich aber dann die spater gereifte Idee durchgesetzt: Ein einziges Gebaude, das zwar die Werke aus aller Welt enthalt, trotzdem aber deren Vielfalt respektiert und diese gleichzeitig in einem einheitlichen Muster miteinander verbindet. Daher also die Schaffung von drei parallelen Bandern, zwischen denen der Park verlauft und Innenhofe und weitlaufige Grunflachen zwischen den Blocken erzeugt. Grundlage ist der Wunsch, die Moglichkeit des Zusammenlebens der Kulturen und der Kunste auszudrucken.
Die drei Bander stehen nicht einfach eines neben dem anderen, sondern sie interagieren und geben den Besuchern die Gelegenheit, den Raum flexibel zu nutzen.
Die Suche nach Beruhrung und Entfernung, nach Verbindungen und plotzlichen Unterbrechungen ist die Metapher des kontinuierlichen Austauschs zwischen den Kulturen, die dabei immer in ihrer Identitat definiert bleiben. Dank dieser Losung war es zudem moglich, das neue Bauwerk mit dem Park in Dialog zu setzen und auch eine sehr enge Verbindung mit der Natur zu schaffen.
Die Anlage ist als offen und durchlassig konzipiert worden und kommuniziert mit der Au?enwelt, d.h. sie richtet sich an die Stadt und ladt die Burger und Touristen zur Entdeckung ein. Daraus resultiert auch die Wahl der Uberdachung, die sich verlangert um einen Bereich zu bilden, in dem man sich vor Sonne oder Regen geschutzt treffen kann.
Das optisch am meisten ansprechende Element ist der Turm, der sich mit seinen unregelma?igen Formen von der Linearitat des gesamten Projekts abhebt und ein neues Wahrzeichen in der stadtischen Landschaft wird. Eine Aussichtsterrasse bietet einen herrlichen Blick auf den Park und die Stadt. Das Gebaude wird von einer Hulle in einem kupferfarbenen Ton verkleidet, die unregelma?ig durchlochert ist und beeindruckende Licht- und Schattenspiele hervorruft: Diese Losung verleiht dem Bauwerk mit seiner so entschlossenen Personlichkeit mehr Lebendigkeit.

Laura Della Badia

GALLERY


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