13-11-2007

Morimoto NYC. New York. Tadao Ando. 2006

Tadao Ando,

New York, USA,

Gaststätten,

Holz, Glas,

Interior Design,

Ein Raum gedämpften Lichtes, in dem die Schatten Form um einen fließenden und gegliederten Raum annehmen: Das Morimoto Restaurant in New York ist ein für Tadao Ando ¿atypisches¿ Projekt, weil er in diesem Fall auf den markanten Abdruck und die Stofflichkeit des Zements verzichtet hat, die in fast allen seinen Werken zu finden sind.



Morimoto NYC. New York. Tadao Ando. 2006 Das Restaurant, das den Namen des japanischen Chefkochs Masaharu Morimoto trägt, liegt im Meat Packing District, einem ehemaligen Industriegebiet, das anhand eines weitläufigen Sanierungs- und Umgestaltungsprogramms umgewandelt wurde, das Kunstgalerien, Boutiquen und Luxusrestaurants in die Gegend gebracht hat. Wo einst auch die High Line, die historische erhöht geführte Eisenbahn, verlief und in einer Umgebung, die vor allem aus Backstein besteht, sind also moderne Räume entstanden, die den neuen Anforderungen entsprechen, ohne dabei aber die Erinnerung an die Vergangenheit auszulöschen. Genau das war auch die Philosophie des Projekts von Tadao Ando bei seiner Arbeit an einem Teil des ehemaligen Chelsea Market, wo das Morimoto Restaurant Gestalt angenommen hat.
Der japanische Architekt wollte das Neue vom Alten trennen und dabei das Restaurant auch von Außen sichtbar und erkenntlich machen. Das Innere mit seinen rund 3.000 Quadratmetern, wo sich einst der Anlagesteg befand, ist mit Paneelen und Passagen gegliedert und unterteilt worden. Hier kamen vor allem Holz und Glas zum Einsatz.
Der Hauptsaal und die Sushi-Bar sind nämlich von einer ganz besonderen weißen Hülle aus Fiberglas umgeben, das sich auch um die Treppe wieder findet, die zur Lounge-Bar im Untergeschoss führt.
Am meisten überrascht aber die Mauer aus 17.400 Glasflaschen, die wie ein Wasserfall von der Decke zu kommen scheint. Das Spiel der Reflexe wird durch eine Reihe von intern angeordneten LEDs noch markanter und beeindruckender. Die Atmosphäre wird nicht nur von diesem Spiel des Lichts und des Schattens gedämpft, dazu tragen auch die milchig weißen Einrichtungsgegenstände, die fließenden Vorhänge und die japanischen Tapeten an einer der Wände bei.
All diese Lösungen verweisen auf das Ziel, die interne Gliederung dynamisch zu machen, die ansonsten nämlich zu regelmäßig und kantig gewesen wäre, und auf die Notwendigkeit, das Ambiente mit formellen Lösungen zu charakterisieren, die dem Restaurant sofortige Erkennbarkeit verleihen. Morimoto NYC hat also eine präzise Persönlichkeit, auch wenn es ein elegantes und zurückhaltendes Image bewahrt.

Laura Della Badia

GALLERY


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