10-01-2003

Mexico City- HOTEL HABITA- Ten Arquitectos

Toyo Ito,

Schule, Gaststätten, Sport & Wellness, Hotel, Fabriken,

Metall, Glas, Stein, Holz,

Das Gebäude aus den 50er Jahren, mit dessen Umwandlung zu einem Hotel – in einer der kommerziel bedeutendsten Arterien von Mexikostadt gelegen - das mexikanische Team Ten Arquitectos beauftragt wurde, wies keine besonderen architektonischen Eigenschaften auf: eine anonyme „Schachtel“ aus Sichtstahlbeton und 5 Etagen, bei denen die bereits seit langer Zeit verschlissenen Bodenplatten der Balkons den Eindruck von Elend und Vernachlässigung erhöhten.



Mexico City- HOTEL HABITA- Ten Arquitectos Analog zu vielen in der zeitgenössischen Szenerie tätigen Architekten haben die Ten beschlossen, die vorhandenen Strukturen mit einer Art Package aus Glas, einer Art zweiter ?Haut? zu verkleiden, die viel Ähnlichkeiten zu der Lösung aufweist, die sie für den Sportkomplex der Schule Educar in Zapopan oder dem Vertragshändler Jaguar in Santa Fé eingesetzt hatten.

Vor allem im Falle von Zapopan wurde die Fassade wie ein Schema aus Glas und Metall gelöst, deren Transparenz und Reflexe durch die Veränderung des Lichts und der atmosphärischen Bedingungen während des Tagesablaufs hervorgehoben wurden, um dann das Gebäude nachts zu einer faszinierenden magischen Laterne zu verwandeln.

Diese Interpretation der Außenfassade, d.h. nicht mehr als feste Schutzumhüllung gegenüber dem Inneren, sondern vielmehr als ?Haut?, die jenes Innere durchscheinen läßt und wahrnehmbar macht, ähnelt übrigens besonders der Forschung bei vielen zeitgenössischen Architekturen, d.h. vor allem der japanischen.

Wie die Sejima des frühen Pachinko Parlors, oder wie Toyo Ito, aber auch wie viele Werke von Herzog & De Meuron ? siehe zum Beispiel die Fabrik Ricola - , hat das mexikanische Team beim Hotel Habita mit verschiedenen Graden der Mattheit und Transparenz des eingesetzten Materials gearbeitet, bei einem leichten und leuchtenden Spiel, das es möglich macht, den Rand der vorhandenen Decken, wie durch einen durchscheinenden Schleier zu ?lesen?, der anscheinend zufällig durch transparente Streifen durchbrochen wird, die sichtbar das Gebäude mit der Stadt verbinden.

So bildet sich eine Art faszinierenden sichtbaren Dialogs heraus: wenn die transparenten Streifen so auf die Realität des Kontextes verweisen, und jeweils unterschiedliche, bedeutsame Bruchstücke bilden ? je nach der Position und der Höhe der Zimmer ? behält die durch das Gebäude hervorgerufene Wirkung jenen fast undefinierten, evokatorischen Charakter, den die Renderings eines dreidimensionalen Programms aufweisen, indem sie in den vorhandenen Kontext eine abstrakte, virtuelle Konnotation einbringen.

Dieses Mittel erzielt den Doppeleffekt eines sichtbaren ?Trennung? des neuen Projektes vom vorhandenen Viertel ? das, da es nicht vollständig zum Eigentum des Hotels gehört, nicht insgesamt neugestaltet wurde ? sowie der gleichzeitigen Errichtung einer Schutzhülle auch gegenüber den Zimmern, von denen aus die Stadt wie ein bruchstückenhafter, leuchtender Schein mit ?rellen? Ausschnitten wahrgenommen wird, d.h. mit einem einzigartigen und abstrakten Effekt, der diese Erfindung den fortschrittlichsten Versuchen in der zeitgenössischen Kunst gleichstellt.

Das Überwiegen von Weiß und der natürlichen Materialien ? Holz und Stein ? wird zusätzlich durch den Putz, die Teppiche und die Einrichtungsgegenstände, sowie die neuen Elemente ? Treppen und Säulen ? hervorgehoben, die mit ihrem hellen Lack und den einfachen sowie abgerundeten Formen, die Idee eines Kreuzfahrtschiffes vermitteln, wozu auch die Lichter beitragen, die aus runden Vertiefungen strahlen und an Bullaugen zu erinnern scheinen.

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