26-07-2010

Mehrfamilienhaus von Kis Péter, Keramikverkleidung

Kis Péter,

Zsolt Batár,

Budaspest,

Housing, Eigentumswohnungen,

Metall, Feinsteinzeug, Zement, Keramik,

Mit der Analyse des Standortes und seiner Grundrissachsen fügt sich das in Budapest von Kis Péter entworfene Mehrfamilienhaus in diesen ein, um ihn in Harmonie mit dem Umfeld zu ergänzen und unterscheidet sich dabei durch die formalen und dekorativen Entscheidungen, die sich hingegen auf die historischen Stilelemente des Sozialbaus beziehen.



Mehrfamilienhaus von Kis Péter, Keramikverkleidung Der ungarische Architekt Kis Peter bietet ein beachtliches Beispiel dafur, wie Architektur entsteht und sich dabei den externen Bedingungen, wie dem stadtischen Umfeld, der Einsparung der Ressourcen, der Zusammensetzung des Grundstucks auf dem sie steht und den umliegenden Gebauden anpassen und trotz all dieser Einschrankungen wunderbar aussehen kann.
Ende 2007 ist in Budapest ein Projekt fur den konventionierten Hochbau entstanden, das sich mit Zuruckhaltung in eine Zone in der Nahe der Altstadt eingefugt und dazu beigetragen hat, die Prater utca (Stra?e) neu zu ordnen. Der Architekt Kis Peter hatte mit einem Grundstucksausschnitt zu tun, der aus den Leerraumen bestand, die von dem Vorbestand mit unregelma?iger und fragmentierter Form ubrig gelassen wurde. Anstatt eine alleinstehende Architektur zu realisieren, hat er es vorgezogen, die Grundrisslinien der vorhandenen Gebaude zu untersuchen, so dass sein Bau sich dort einfugen konnte, um den Vorbestand zu verlangern und zu erganzen. Man sieht in der Tat, dass die Anlage im Osten noch weiter verlangert wurde, wahrend die im Norden, die ein umgekehrtes U bildete, erganzt wurde, um einen Innenhofbau zu errichten. Das Verbindungselement zwischen den Hofwohnungen und denen des Seitenteils ist ein privater Garten der von der Prater utca das Auge auf den Blick zum hinten liegenden Park mit hohen Baumen lenkt, die von den abgrenzenden Mauern zu sehen sind und somit dem Passanten auf der Hauptstra?e einen unerwarteten Ausblick schenkt. Durch die Offnung dieses Schnittes im Architekturblock schenkt der Entwurf den Wohnungen Atmen und Licht.
Der Wunsch nach Verbindung wird von stark auskragenden Balkonen, den Vordachern unterschiedlicher Breite und den Gangen betont, die sich von einer Fassade zu anderen erstrecken und die Wohnungen auf mehreren Etagen in Dialog setzen: Wei? wie die Fenster und Turen stecken sie auf den Fassaden hervor, die auf der gesamten Hohe mit Fliesen aus dunkler Keramik verkleidet sind. Eine kompositorische Entscheidung, die sich in Dekoration verwandelt und sich als Motiv auch auf den Au?enfronten mit Blick auf die Prater utca verwandelt.
Vom Planer gewahlt, isoliert und schutzt die einfarbige Keramikverkleidung nicht nur die Au?enmauern, sondern bildet das Verbindungselement zwischen der fragmentierten Anlage und differenziert diese deutlich von den vorhandenen und zeigt, dass es keine armen Werkstoffe gibt, sondern nur deren armlicher Einsatz. 
Das Gebaude von Prater utca ist nicht nur als gluckliche Einfugung eines neuen Sozialbaus in das stadtische Umfeld interessant, sondern auch, weil man hier das Zitat des Bautypus des Mehrfamilienhauses im Stile des „INA-Casa“ wiederfindet, markiert von einem regularen Rhythmus der schmalen Fenster und Balkone in Linie mit dem Stahlbeton und den Eisengelandern auf den verputzten oder mit Klinkern verkleideten Fassaden. Eine Hommage an den konventionierten Sozialbau, aktuell gestaltet von dem Wechsel des Rhythmus’ der Offnungen und der Balkone auf der Frontseite und der Losung der traufenlosen Metalluberdachung mit der sich die Fassaden vereinen, um geometrische Volumen zu bilden. 
 

von Mara Corradi

Entwurf: Kis Peter Epiteszmuterme (Peter Kis, Csaba Valkai, Ivett Tarr, Janos Sarusi Kis, Tamas Ukos, Gabor Balazsa, Gabor Divinyi, Barbora Tuckova)
Bauherrin: Budapest Jozsefvaros Municipality
Ort: Budapest (Ungarn)
Bauingenieure: FRT Raszter Mernokiroda – Attila Farsang, Orsolya Dudinszky
Grunplanung: s73 – Sandor Mohacsi, Peter Balogh
Statik:  mTm Mernokiroda – Peter Markovits, Robert Kazsimerszky
Bauakustik: Elekne Karsai Dr.
Grundstucksgro?e: 1218 m2
Wohnungsflachen: 2065 m2
Gewerblich genutzte Flachen: 330 m2
Projektbeginn: 2005
Beginn der Bauarbeiten: 2006
Ende der Bauarbeiten: 2007
Betontragwerk
Fassadenverkleidung in Keramik
Fotograf: Zsolt Batar

 

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