08-01-2003

Màrio Louro's house, Portogallo 1999

Alvaro Siza,

Sport & Wellness, Landschaft,

Zement, Glas, Stein,

Màrio Louro hat sein Haus als dreidimensionalen Rahmen konzipiert, der sich auf der kahlen und roten Erde des Ufers des Rio Cavado, wenige Kilometer von Braga in Portugal, erhebt.



Màrio Louro's house, Portogallo 1999 Dem Architekten, der seine Ausbildung an der Fakultät für Architektur von Porto nach dem Beispiel von Alvaro Siza hatte, ist es gelungen, in sein Wohnhaus versuchsweise die Vorliebe für die sauberen Linien und die minimalistische Sorgfalt zu den Details der portugiesischen Planungstradition zu übertragen.
Màrio Louro hat das Gebäude wie einen autonomen architektonischen Gegenstand, der mit seiner puren und abstrakten geometrischen Form willentlich mit den weichen Kurven der umliegenden Landschaft kontrastiert, in den Kontext eingefügt.

Den Eindruck, den man beim Anblick des Hauses vor allem Nachts gewinnt, wenn die Spiele mit der Transparenz deutlicher werden, ist der eines Fremdkörpers, der zufällig auf den roten Sand von Rio Cavado gefallen ist.
Das Haus von Louro sieht wie eine weiße Schachtel aus, ist 32 m lang und 12 m breit, zum Teil auf dünnen Pfeilern aufgestellt, zum anderen Teil auf einem Hang gelegen, der von einer Steinmauer getragen wird, die den Platz für die Garage abtrennt.
Ein tragender Rahmen aus Stahlbeton verleiht dem großen Platz des Hauses Form, der längs von einer Trennmauer durchquert wird, zum Abtrennen von Tag- und Nachtbereich.

Wenn auf der einen Seite die beiden kurzen Seiten des Gebäudes solide sind, um die Wirkung des Rahmens zu betonen, sind auf der anderen Seite die Fassaden der Längsseiten anderes behandelt, um auch von Außen die Teilung des Hauses in zwei Funktionsteile zu betonen. Die Westseite, in der sich der Tagbereich befindet, besteht aus einer durchgehend verglasten Fassade, die bezogen auf den Außenrand der Struktur um 3 Meter nach hinten versetzt ist: so wird eine Loggia mit minimalem Design und herrlichem Panoramablick auf den Fluss geschaffen.

Die verglaste Wand wurde von Louro als eine Art transparentere Filter vor Witterungseinflüssen gedacht. Der große Wohnraum ist von Außen immer sichtbar, sowohl am Tag als auch in der Nacht.
Da keine Strukturen in der Glasfassade vorhanden sind, da die Glasplatten direkt in den Fußboden und die Decke eingelassen wurden, wird die Sinnesgrenze zwischen Innen und Außen verringert.
Die Ostfassade sieht massiver aus, der Raum zwischen dem Inneren des dicken Rahmens wird von einer Sequenz konvexer und konkaver Flächen animiert, die die starke Plastizität der den Privaträumen gewidmeten Zone zeigt.

Louro hat die Zimmer als autonome Volumen konzipiert, denen er eine unterschiedliche Form gegeben hat: Festkörper mit organischen Linien, die einander entlang des Korridors folgen und dabei eine flüssige Sequenz von Zimmern schaffen, die von großzügigen Räumen unterbrochen werden, die den Platz erweitern oder zusammenziehen.
Die Zimmer haben Oberlichter an Stelle von Fenstern und zwischen den Zimmern befinden sich Glastüren, damit Luft und Licht in das Innere gelangen können.
Die tragende Wand, die den Schlafbereich vom Living Space trennt, erstreckt sich längs auf der gesamten Länge des Hauses und wird nur durch zwei Türen unterbrochen. Hier sind auch die Klimaanlage und ein Kamin untergebracht.

Das einzige und 160 m² große und nach Osten ausgerichtete Zimmer bildet den "öffentlichen" Bereich des Hauses, das ob seiner räumlichen Organisation an ein Loft erinnert, in dem die Küche, der Aufenthalts- und Essbereich, das Büro, ein Badezimmer und ein Schwimmbad untergebracht sind.
Das Schwimmbad, das auf eine Panorama-Loggia schaut, ist mit sich öffnenden Glastüren als Komponente des Innenraums integriert, was den Räumen des Hauses Fluidität verleiht.

Flores Zanchi

GALLERY


Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×