01-08-2007

Maccaroni Club. Bali. Giovanni d'Ambrosio. 2003

Giovanni d'Ambrosio,

Bali,

Gaststätten,

Holz, Zement,

In die Landschaft eingebettet, in der Linienführung gegliedert und bei Respekt der örtlichen Tradition: Das sind die Kriterien, die die Gestaltung und den Bau des Maccaroni Club, einem der bekanntesten Restaurants von Bali, geleitet haben.



Maccaroni Club. Bali. Giovanni d'Ambrosio. 2003 Das Lokal steht an der Stelle, an der sich der Caruso Maccaroni Club bereits vor dem Attentat vom 12. Oktober 2001 befand, bei dem viele der vorhandenen Strukturen zerstort worden waren. Der Wille zum Neuanfang, mit dem das Leben wieder an dieser schwer beschadigten Orte zuruckgeholt werden soll, konnte nur anhand des Wideraufbaus und der Neubebauung umgesetzt werden. So ist der Maccaroni Club zu einem der Puzzlestucke dieser Neugeburt geworden, was auch seinen sehr zeitgenossischen Linien zu verdanken ist, die aber gleichzeitig in der Atmosphare und in der Tradition des Ortes verwurzelt sind. Die Ortschaft Kuta ist eine der beruhmtesten Touristenorte der Insel.
Wahrend das vorherige Gebaude vor allem die Sprache der Modernitat in die ortliche Tradition gebracht hatte, blickt diese neue Realisierung mehr auf den Komfort, auf die Definition eines nicht aggressiven Raumes, der in der Lage ist, Lebensfreude zu vermitteln.
Eines der wichtigsten Merkmale der Architektur auf Bali ist die starke Integration des Gebauten in die uppige Natur der Umgebung. Da sich der Maccaroni Club auf mehrere Geschosse mit Hangeboden gliedert und das Licht zu jeder Tageszeit einfallen lasst, vermittelt er seinen Besuchern das Gefuhl, komplett in der Vegetation eingetaucht zu sein. Zu diesem Ergebnis tragen auch die langen Stahlrohre bei, die auf die ungeordneten Stamme der Bambusplantagen anspielen zu scheinen. Diese Suche nach einem standigen Kontakt mit der Natur findet sich auch in der Losung, die zur Begunstigung der Beluftung und der Kuhlung gro?flachige Bougainvillea-Wande verwendet.
Dieses System beweist, das die Vegetation sowohl von der Asthetik als auch von Funktion und Gliederung der Raume her integrierender Bestandteil der Architektur sein kann. Die Grenze zwischen Innen und Au?en wird abgeschwacht und zeichnet eine leichte, luftige Architektur, die aus Platzen besteht, die dazu einladen, in einer Atmosphare des Komfort und des Wohlbefindens gelebt zu werden. Das Licht, ein weiterer Hauptdarsteller, fallt intelligent in das Restaurant ein und erzeugt beeindruckende Schattenspiele und Hell-Dunkel-Effekte, die das Innere noch aufwerten. Minimalistisch, dabei gleichzeitig in der Linienfuhrung und in der Komposition gegliedert, wird bei diesem Bauwerk vorwiegend Stahl ?sowohl beim Tragwerk als auch als Dekorelement- benutzt.

Laura Della Badia

GALLERY


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