20-08-2002

M. Fuksas
Das Museo Tuscolano in Frascati

Rom,

Halle, Museen, Ville, Kinos, Sport & Wellness,

Glas,

Wie Lara Vinca-Masini in ihrer Abhandlung "Transizione, collegamento, trasparenza" bemerkt, ist die Leichtigkeit eines der stilistischen Grundmuster von Fuksas, neben dem - problematischen und komplexen - Verhältnis zwischen Architektur und urbanem Kontext.



M. Fuksas<br> Das Museo Tuscolano in Frascati Die zweifachen Glasplatten (die eine Höhe von 2,60 m haben und im Fußboden verankert sind) zum Schutz der Exponate erzeugen ein Spiel der Transparenzen und Brechungen, die zur Entmaterialisierung der Gestaltungselemente beitragen. Unter denselben Gesichtspunkten ist auch die Entscheidung zu sehen, das Eingansportal abzubrechen und durch eine große Glaswand zu ersetzen, um das Gebäude wieder an die Stadt zu binden.
Die dichtgestellten Eisenstützen der Ausstellungsstücke, die linear und einfach in der Form, allerdings in unterschiedlicher Höhe ausgeführt sind, führen dagegen den Charakter der Zufälligkeit und der Dynamik ein, der Fuksas' Werken eigen ist, und der durch die Positionierung der Lichtquellen zusätzlich hervorgehoben wird.
Was die Raumaufteilung betrifft, nimmt das Erdgeschoss neben den beiden Sälen der ständigen Ausstellung und den angrenzenden Diensträumen das Leitzentrum auf; im Obergeschoss befinden sich dagegen der Saal für vorübergehende Ausstellungen und ein Auditorium mit 250 m2 Projektionsfläche.
In all dieser Strenge verleihen die großen verglasten Öffnungen, die den Blick auf die ländliche Umgebung und Villa Aldobrandini eröffnen, und die Hintergrund-Farben der Säle (Pompejanisch-Rot und Azurblau) dem Ausstellungsweg Spannung und Faszination. Hier tritt Fuksas' Vorliebe für die Vielfalt der Gesichtspunkte und der räumlichen Wahrnehmung hervor, die Doriana O. Mandrelli zu dem Ausspruch bewog, Fuksas Werke seien "eine Art von Fotomontage, in der jeder Bestandteil, obwohl er unter einem bestimmten Gesichtspunkt einbezogen wurde, unter allen möglichen Gesichtspunkten funktioniert (...) Aus diesem Grund sind seine Projekte meist nicht sehr fotogen - das fotografische Objektiv fixiert das Bild, macht es statisch - sondern sicherlich eher filmische Werke."
Fuksas räumt also den konventionellen Begriff des Museums an der Wurzel aus, interpretiert das Museum nicht mehr als einen Ort der Bewahrung und des Stillstandes, sondern als einen Kontaminations-Raum, in der sich die Vergangenheit zur Schau stellt und zum "Schauspiel" wird.

ELENA FRANZOIA

MUSEO TUSCOLANO
ex ScuderieAldobrandini
P.zza Marconi, 6
Frascati (Roma)
tel. 06/9417195-6

MASSIMILIANO FUKSAS
Website: www.art.dada.it/fuksas
e-mail: info@fuksas.it

GALLERY


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