20-10-2010

KWK Promes: outrial house in Warschau

Robert Konieczny,

Juliusz Sokolowski,

Ville, Housing,

Modern, gleichzeitig,

Zement, Glas,

Architektur im Gegentrend: Das Haus Outrial in der Umgebung von Warschau blickt auf die Vergangenheit und macht dabei eine sehr ausdrückliche Hommage an Le Corbusier indem seine kompositorischen und figürlichen Grundsätze in eine Wohnung mit zeitgenössischem Geist umgesetzt werden.



KWK Promes: outrial house in Warschau Im Gegensatz zum vorherrschenden Gedanken der heutigen Architektur, die extrovertiert ist und darauf zielt, das Innere auch Au?en zu zeigen und sich durch „sprechende” Oberflachen auszeichnet, die den Kontext dominieren, ist das Haus Outrial von KWK Proms, dem polnischen Buro von Robert Konieczny, eine introvertierte Architektur, bei der jedes kompositorische Element gesetzt wurde, um die Nutzung im Inneren zu definieren und zu verbessern und wo die naturliche Landschaft sich zur Erganzung dieser Funktion einfugt.
In der Nahe von Warschau gelegen, handelt es sich um den Wohnsitz eines Musikers und steht auf einem Grundstuck mitten um Wals: Am Horizont auf drei Seiten nur Landschaft und Grun und eine extreme Freiheit, mit dem Kontext barrierefrei und ohne Probleme bezogen auf die Privatsphare zu interagieren. Der Dialog mit der Landschaft, der von den Planern entwickelt wurde, zeigt sich nicht in der Eliminierung der gebauten Barriere und in dem einfachen Muster eines durchsichtigen Gebaudes, sondern vielmehr in der Wahl einer Zuruckhaltung, die das Einfugen in die Natur innerhalb der Architektur umfasst und nicht das Gegenteil. Eine Lektion des Modernismus, auf den sich dieses Projekt eindeutig bezieht und zwar dergestalt, dass man nach dem Entdecken dieser Ahnlichkeit die Hommage an viele der Bauten von Le Corbusier erkennt. Die Landschaft, in der sich das Haus Outrial einfugt, dient als Zugangsweg zur Betrachtung und zur Nutzung des Projekts, bei dem das Wei? des getunchten Backsteins den monolithischen und metaphysischen Effekt der Villa Savoye sucht.
Der Dachgarten, der wie in gruner Mantel das Haus umgibt und den Eindruck verleiht, als wurde es aus einem Erdloch nach oben kommen, ist in Wirklichkeit eine gebaute Natur, wie die beim Dachgarten von Poissy. Die enge Beziehung zwischen Natur und Artefakt, zwischen Au?en und Innen, wird von der Treppe betont, die vom Inneren der Wohnung – wie in Poissy – zum Dach fuhrt. Und wieder handelt es sich um eine runde Verbindung, eine Wendeltreppe, die vom Wohnzimmer zum Dach und dessen Spitze fuhrt, wo man den Aussichtspunkt des Hauses findet.
Innerhalb des Grundriss-Rechtecks verlangert sich die Kurve der Treppe zum Dachgarten und markiert den Haupteingang und bestimmt dabei auch die Trennung der Tag- und Nachtraume. Die Fraktur des Bodens, die den Ursprung der Treppe bildet, ist Anlass fur eine Glaswand, die das Wohnzimmer erhellt. Die Verlangerung dieser Wand, die gefullt ist, weist regelma?ige Schnitte auf, die eine raumhohe Tur sowie ein Fensterband bilden. Die Geometrie des Grundrisses zwingt den Frontseiten, die alle unterschiedlich sind, keine Modularitat auf: Mit drei Eingangen zum Wohnzimmer auf drei Seiten gibt es keine Hauptfassade, sondern die Architektur verlangt, als Ganzes betrachtet zu werden.

von Mara Corradi

Entwurf: Robert Konieczny- KWK Promes
Mitarbeiter: architect Marcin Jojko
Innengestaltung: Kwk Promes mit Dorota Kuc
Tragwerksplanung: Jaroslaw Kaminski
Baufirma: Wieslaw Wadyl
Bauherr: Privat
Ort: Warschau (Polen)
Grundstucksgro?e: 1440 m2
Gebaute Flache: 346m2
Begehbare Flache: 180 m2
Projektbeginn: 2004
Realisierung: 2005-2007
Glaswand: Reynaers
Betonfu?boden
Fotos: Juliusz Sokolowski

www.kwkpromes.pl

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