17-09-2014

Kö-Bogen Düsseldorf Büroanlage von Daniel Libeskind

Daniel Libeskind,

© KirscherFotografie,

Deutschland, Düsseldorf,

Buros, Einkaufszentren,

Stahl, Glas,

Das Büro von Daniel Libeskind hat die Büro- und Geschäftsanlage Kö-Bogen in Düsseldorf gestaltet. Der architektonische Eingriff stellt die urbane Verbindung zwischen dem Hofgarten, dem zentralen Park von Düsseldorf und der Königsallee her und schafft somit eine große Fußgängerzone. Der Kö-Bogen von Daniel Libeskind erstreckt sich über zwei neue Hofhäuser zu 6 Stockwerken, die über einen erhöhten Gehsteig miteinander verbunden sind und beherbergen Büros und Geschäfte.



Kö-Bogen Düsseldorf Büroanlage von Daniel Libeskind

Der Kö-Bogen von Düsseldorf wurde 2013 vom Büro von Daniel Libeskind vollendet. Es handelt sich um eine Büro- und Geschäftsanlage von großer stadtplanerischer Bedeutung. An den Hofgarten – den größten Park der Stadt - den Schadowplatz und die Königsallee, der wichtigsten Modestraße von Düsseldorf angrenzend, wird der Kö-Bogen von Daniel Libeskind als ein Ort der Fußgängerverbindung empfunden, der einen weitläufigen zentralen Bereich der deutschen Stadt neu belebt.

Die Gegend südlich des Hofgartens war einst stark befahren, wie man auch anhand der höher laufenden Straße sehen kann, die als “Tausendfüßler” bezeichnet wird und eine tiefe Wunde im städtischen Gefüge darstellt. In den letzten Jahren hat sich die Stadtplanung an der Verringerung der PKW-Verkehrs zugunsten der Schaffung von Gehwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln orientiert – mit Entscheidungen, die im Gegensatz zu denjenigen stehen, die während der Nachkriegszeit ergriffen wurden. Ziel ist es, eine einzigartige Landschaft aufzuwerten, die aus dem Rhein besteht, der sich durch Düsseldorf schlängelt, aus dem großen Hofgarten, dem grünen Herzen der Stadt, und aus den zahlreichen Plätzen, die das Zentrum umgeben und die die kulturelle und soziale Entwicklung fördern.

Das sind die Elemente, um die herum Daniel Libeskind sein Projekt für den Kö-Bogen errichtet hat: ein bogenförmiges Areal (Kö-Bogen steht für Königsbogen), das zwischen dem südlichen Parkende, dem Schadowplatz, der Königsallee und dem neuen Kö-Bogen-Tunnel liegt. Die Anlage entwickelt sich auf sechs Geschossen. Die ersten drei sind Geschäften vorbehalten, in den letzten drei Stockwerken befinden sich die Büros. Dies alles verteilt auf zwei Gebäude, die über einen erhöhten Gehsteig und von einem Fußgängerweg auf Straßenhöhe verbunden sind. Die beiden Architekturen haben einen ähnlichen Verlauf, sind aber nicht symmetrisch. Es sind Hofhäuser, die auf die zentrale Fußgängerzone blicken, die an den Schadowplatz im Süden anschließt. Der Gehsteig überquert den kleinen See des Hofgartens.

Auf diese Weise enthüllt der Kö-Bogen seine stadtplanerischen Zwecke, nämlich Anwohner und Touristen anhand der Anziehungskraft der Geschäfte in den unteren Stockwerken des Gebäudes vom Platz in den Park zu locken. Eine lange Promenade, die von den “Einkaufslandschaften” zu den natürlichen Landschaften und umgekehrt führt, da sie auch an die Königsallee (von den Düsseldorfern als “Kö” bezeichnet) anschließt – also die edelste Einkaufsstraße der Stadt, eine Allee in Richtung Süden, die genau von der neuen Anlage von Libeskind abgeht.

Die Entwicklung des Kö-Bogens um Grundriss, geschwungen wie der Rhein und wie die Wege im Park, schafft Einbuchtungen und kleine Plätze, sowohl nach Außen und zur Stadt hin als auch nach Innen, mit dem baumbestandenen Höfen und dem zentralen Fußweg, der die Passanten aufnimmt und zum Verweilen einlädt. Die Strenge des vertikalen und horizontalen Rasters, das die Fassaden markiert, ist ein Verweis auf den Modernismus der Bauten, die im Viertel in den Jahren des Wiederaufbaus entstanden sind. Daniel Liebeskind nimmt davon allerdings Abstand und macht die Fassaden zu durchgehenden Oberflächen aus Glas und Naturstein, wo die Fenster als Teil der Frontseitengrafik verschwinden.


Der organische Eindruck, den man beim ersten Blick hat, dekonstruiert sich in den Details, in den von weitläufigen Kurven unterbrochenen Geraden und in der Fragmentierung der Frontseiten, mit den tiefen Schnitten, die wortwörtlich Teile der Fassade abtrennen. Gewaltige Einschnitte, die vom CAD ausgeführt werden, die Libeskind aber anscheinend mildern will, indem er an den leeren Stellen Pflanzen und Bäume wachsen lässt um der Stadt mitzuteilen, dass die Architektur nicht stumm ist, sondern mit ihrem Umfeld kommuniziert und Licht und Schönheit fordert.

Die Dynamik der vertikalen Vision steht im Kontrast zum Grundriss, der die Dachgärten beider Bauten zeigt, die mit den baumbestandenen Plätzen und dem nahegelegenen Park in einer einzigen grünen Insel verschmelzen.

Mara Corradi

Entwurf: Studio Daniel Libeskind, Architekt Daniel Libeskind AG
Bauträger: die developer
Ort: Düsseldorf (Deutschland)
Tragwerksplanung: NAi Nagaraj Ingenieure
Landschaftsplanung: Daniel Libeskind, Sebastian Fürst
Bruttonutzfläche: 40.165 m2
Planungsbeginn: 2011
Ende der Bauarbeiten: 2013
Fassaden aus Glas und Naturstein
Stahlbetontragwerk
Betonfußboden
Bildnachweis: © KirscherFotografie

Best Urban Regeneration Project at the Mipim 2014

http://daniel-libeskind.com


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