18-09-2019

KAAN und PRANLAS-DESCOURS Chambre de Métiers et de l'Artisanat in Lille

PRANLAS-DESCOURS architect & associates, KAAN Architecten,

Fernando Guerra, Antoine Guilhem Ducléon, Sebastian van Damme,

Lille, Francia,

Buros,

In Lille ist der Neubau der Chambre de Métiers et de l'Artisanat, der von dem niederländischen Büro KAAN Architecten in Zusammenarbeit mit dem französischen Büro PRANLAS-DESCOURS architect & associates (PDAA) entworfen wurde, das neue Tor zur Stadt und interagiert mit dem urbanen Gefüge der in den 1980er Jahren begonnenen Bebauung und der umgebenden Landschaft.



KAAN und PRANLAS-DESCOURS Chambre de Métiers et de l'Artisanat in Lille

Die schönen Bilder der Architekturfotografen Fernando Guerra FG+SG, Sebastian van Damme und Antoine Guilhem Ducléon unterstreichen die elegante Transparenz und reduzierte Gestaltung der Chambre de Métiers et de l'Artisanat (CMA) Hauts-De-France in Lille entworfen von den Architekturbüros KAAN Architecten und PRANLAS-DESCOURS architect & associates (PDAA).
Das neue Gebäude ist Teil des Eurartisanat-Campus, einem Stadtentwicklungsplan, der in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts zusammen mit Plänen für andere Stadtteile initiiert wurde. Der gewählte Ort ist ein Gebiet der Stadt Lille am Rande der alten Festung von Vauban aus dem 17. Jahrhundert, deren Grundriss durch eine Schnellstraße ersetzt wurde. Das Gebiet wird im Norden von der Eisenbahnlinie und dem Jardin des Plantes de Lille, im Süden von der Rue Abélard begrenzt. In Zukunft wird das Projekt des Geländes durch fünf weitere Gebäude und einen grünen Park ergänzt, der sich auf dem Gelände als Erweiterung des heutigen botanischen Gartens erstrecken wird.
Aufgrund seiner Lage ist das Gebäude der Chambre de Métiers et de l'Artisanat zum neuen Stadttor geworden, einem neuen städtischen Wahrzeichen, das mit dem Stadtgefüge und der umgebenden Landschaft interagiert.

Die Architekten entwarfen ein quadratisches Gebäude auf drei Ebenen mit überwiegend horizontaler Dimension, wie die Fassadenlösung zeigt. Das Gebäude stellt für jedes Stockwerk eine starke Verbindung zur umgebenden grünen Landschaft durch verschiedene architektonische Elemente her. Im ersten Stock zum Beispiel rahmt der starke Überhang, der die Konstruktion umgibt, den Panoramablick auf Stadt und Garten ein. Das Gebäude ist symmetrisch um sechs, sich auf die gesamte Gebäudehöhe erstreckende Innenhöfe angeordnet. Die Präsenz der Innenhöfe ermöglicht neben der natürlichen Beleuchtung der Umlaufräume eine rationelle Funktionsverteilung. Dank der Innenhöfe gliedert sich das Volumen je nach Aufgabenstellung in vier verschiedene Bereiche, die von kommunalen Ämtern über Forschungseinrichtungen bis hin zur regionalen Bildung reichen. In dem Gebäude sind nämlich die Berufsschulen versammelt, die zunächst über die Stadt verteilt waren. Es gibt zwei Haupteingänge für die Öffentlichkeit, die den beiden Hauptbereichen dienen: das Ausbildungszentrum für zukünftige Handwerker und Büros für Dienstleistungen für bestehende Unternehmen. Die beiden Publikumseingänge befinden sich auf verschiedenen Ebenen und sind durch eine Reihe von repräsentativen Räumen miteinander verbunden. Von der Südseite geht es beispielsweise durch den neuen Place des Artisans und zum Atrium mit Aula und Foyer sowie einer großen Öffnung mit Blick auf die Nordterrasse. Wie die Bilder der drei Architekturfotografen zeigen, interagieren die eleganten Linien der Chambre de Métiers et de l'Artisanat mit dem Stadtgefüge und der umgebenden Landschaft. Das Gebäude spiegelt durch seine modularen Fassaden und Fenster das Grün wider, das es umgibt und wird gleichzeitig zu einem neuen ikonischen Element für die Stadt.

(Agnese Bifulco)

Images courtesy of KAAN Architecten, photo by © Fernando Guerra FG+SG, © Sebastian van Damme, © Antoine Guilhem Ducléon

Project Name: Chambre de Métiers et de l'Artisanat Hauts-De-France
Location: Place des Artisans, CS 12010, 59000 Lille (France)
Architect: KAAN Architecten - PRANLAS-DESCOURS architect & associates
Project team: Christophe Banderier, Delphine Bresson, Louise de Chatellus, Sebastian van Damme, Gustav Ducloz, Paolo Faleschini, Raluca Firicel, Marylene Gallon, Michael Geensen, Renata Gilio, Julie Heathcote-Smith, Kees Kaan, Maud Minault, Hannes Ochmann, Vincent Panhuysen, Fabien Pinault, Ismael Planelles, Jean Pierre Pranlas-Descours, Ana Rivero Esteban, Anne Roullet, Dikkie Scipio, Marianne Seyhan
Client: Chambre de Métiers et de l'Artisanat Hauts-De-France, Lille

Competition: February 2007 – July 2007
Design phase: July 2009 – January 2013
Construction phase: October 2014 – January 2019
Total floor area: 14.800 sqm
Park area: 2 hectars
Building costs: 36.500.000 €
Program: Offices, auditorium, laboratories, classrooms, exhibition spaces, culinary school, hairdressing school, restaurant, public squares and park
Structural advisor: EVP Ingénierie, Paris
Financial advisor: Martin & Guiheneuf, Paris
Installation and Sustainability advisor: Martin & Guiheneuf, Paris
Façade advisor: T/E/S/S atelier d'ingénierie, Paris
Kitchen installation advisor: Creacept restauration, Lezennes
Site work: URBATEC, Bussy-Saint-Georges
Landscape: TN+, Paris


Il nostro sito web utilizza i cookie per assicurarti la migliore esperienza di navigazione.
Se desideri maggiori informazioni sui cookie e su come controllarne l’abilitazione con le impostazioni del browser accedi alla nostra
Cookie Policy

×